– English version below –

 

Das Netzwerk der Kooperation für Flüchtlinge in Brandenburg führt am 11. November 2020 von 9:00 – 13:00 Uhr eine Online-Fachtagung durch zum Thema

 

Vom bedarfsgerechten Ankommen und Bleiben – Herausforderungen beim Übergang von der Erstaufnahmeeinrichtung in die Landkreise für besonders schutzbedürftige Asylsuchende“

 

Die Aufnahme- und Lebensbedingungen für besonders schutzbedürftige Asylsuchende in Brandenburg unterscheiden sich je nach Aufenthaltsort stark, ob in der Erstaufnahmeeinrichtung oder in den Landkreisen und kreisfreien Städten. Behördliche Zuständigkeiten und Abläufe sowie die Ausgestaltung der Unterbringung und Versorgung sind regional unterschiedlich. Ein einheitliches, landesweites Verfahren für die Umsetzung der EU-Aufnahmerichtlinie ist nicht gegeben. Durch die variierenden Zuständigkeiten und Handhabungen ergeben sich bei der Verteilung besonders Schutzbedürftiger aus der Erstaufnahmeeinrichtung und der Zuweisung in die Landkreise Probleme; sei es durch fehlende Freimeldung und Schaffung von geeigneten Aufnahmeplätzen, mangelhafte örtliche Versorgungs- und Unterstützungsstrukturen, unklare Zuständigkeiten und Verfahrensschritte oder eine mangelhafte Datenweitergabe.

 

Der diesjährige Fachtag setzt hier an und widmet sich folgenden Fragen: Welche strukturellen Verbesserungen braucht es, um den Bedarfen besonders Schutzbedürftiger gerecht zu werden? Wie kann angesichts der unterschiedlichen Zuständigkeiten und Verfahren sicher gestellt werden, dass ihre Rechte gewahrt werden? Wie können die Übergänge von der Erstaufnahme in die Kommunen bedarfsorientiert gestaltet werden? Wie können landesrechtliche Regelungen im Sinne der Betroffenen umgesetzt werden, sodass alle Asylsuchenden mit besonderen Bedarfen angemessen wohnen und versorgt werden? Wie kann bei diesen Prozessen die Mitsprache und Selbstbestimmung der betroffenen Menschen ermöglicht werden?

 

Diesen Fragen wollen wir am 11. November im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit Akteuren aus der Praxis, den Fachorganisationen, der Politik und Verwaltung auf Landes- und Landkreisebene bei einer mehrteiligen Podiumsdiskussion nachgehen.

 

Im Rahmen der Fachtagung finden an den darauf folgenden Tagen Online-Workshops zu folgenden Themen statt:

  • 13.11. 10 – 12 Uhr: „Barrieren bei der Versorgung und Weiterleitung von Geflüchteten mit Behinderung“
  • 16.11. 10 – 12 Uhr: „Lebenssituation und Unterstützungsmöglichkeiten von LSBTIQ Geflüchteten in Brandenburg“
  • 18.11. 10 – 12 Uhr: „Ansätze zum Schutz und Unterstützung von Geflüchteten mit Traumafolgestörungen in Brandenburg“

Weitere Informationen zu den Teilnehmenden sowie Inhalten des Podiums und der Workshops  finden sich im angehängten Tagungsprogramm.

 

Bitte melden Sie sich zum 28.10.2020 per E-Mail unter folgender Adresse an: veranstaltung [at] fluechtlingsrat-brandenburg [dot] de.
 Bitte geben Sie dabei an, an welchen Workshops Sie teilnehmen möchten.

 

Die Fachtagung wird über die Videokonferenzplattform Zoom stattfinden. Mit den Teilnahmebestätigungen wird der Zugangslink und weitere Informationen zur online-Veranstaltung versandt. Alle weiteren Details finden Sie im angehängten Tagungs-Flyer.

Das Netzwerk Kooperation für Flüchtlinge in Brandenburg lädt alle Mitarbeitenden der Erstaufnahmeeinrichtung, von Fachberatungsdiensten, der unterbringungsnahen Migrationssozialarbeit, von Migrationsfachdiensten, Vertretende aus Politik, Verwaltung und Wohlfahrt, Geflüchtete selbst sowie alle Interessierten ganz herzlich ein, sich zu informieren, Konzeptansätze zu entwickeln und sich zu vernetzen. Es wird eine Englisch-Verdolmetschung des Fachtags geben.

 

 

English version:

The KFB (Cooperation for Refugees in Brandenburg) is hosting an online conference on 11th November 2020 from 9am – 1pm:

„Needs-based arrival and stay – challenges in the transition from the first reception center to the districts for vulnerable asylum seekers“.

The reception and living conditions for vulnerable asylum seekers in Brandenburg vary greatly depending on their place of residence, whether in the first reception center or in the districts and cities. Official responsibilities and procedures as well as the conditions of accommodation and care vary from region to region. There is no uniform, state-wide procedure for implementing the EU Reception Conditions Directive for vulnerable asylum seekers. Due to the varying responsibilities and procedures, problems arise during the transfer from the first reception center and their assignment to the districts; whether this is due to a failure to report free places and create suitable reception places, inadequate local care and support structures, unclear responsibilities and procedural steps or inadequate data transfer.

 

This year’s conference will focus on the following questions: What structural improvements are needed to meet the needs of vulnerable asylum seekers? Given the different responsibilities and procedures, how can it be ensured that their rights are respected? How can the transitions from initial reception to the municipalities be designed to meet needs? How can regulations under state law be implemented in the interests of those affected so that all asylum seekers with special needs are adequately housed and cared for? How can these processes enable asylum seekers themselves to have a say and to exercise self-determination?

We want to explore these questions in a multi-session panel discussion on 11 November from 9am – 1pm with participants from everyday practice, expert organizations, politics and administration at state and district level.

Online workshops on the following topics will take place within the framework of the conference over the following days:

  • 13.11. 10 – 12am: „Barriers in the care and transfer of refugees with disabilities“ (Handicap International)
  • 16.11. 10 – 12am: „Living conditions and possibilities of support of LGBTIQ refugees in Brandenburg“ (LesMigras)
  • 18.11. 10 – 12am: „Approaches to the protection and support of refugees with post-traumatic disorders in Brandenburg“(BAfF)

The workshops are held in German. Please contact us, if you need translation. Further information on the participants as well as the contents of the panel and workshops can be found in the attached conference program (in German).

Please register until 28.10.2020 via e-mail to the following address: veranstaltung [at] fluechtlingsrat-brandenburg [dot] de.
 Please indicate which workshops you would like to participate in and whether you need translation.

The conference will take place via video-conference platform Zoom. The access link and further information on the online event will be sent to you with the confirmation of participation. You will find all further details in the attached conference flyer.

The Cooperation for Refugees in Brandenburg invites all employees of the first reception center, of specialized counselling services, of accommodation-related migration social work, of specialized migration services, representatives from politics, administration and welfare, refugees themselves as well as all interested parties to inform themselves, to develop new concepts and to network. The conference will be held in German and translated to English.