Flüchtlingsrat Brandenburg & KFB laden ein:

OFFENE SITZUNG Januar 

Filmscreening „Kein Land für Niemand“ & Diskussion

(Dokumentarfilm 2025, dt. ohne Untertitel)

Mittwoch, 28.01.2026 | 17–19:30 Uhr | Potsdam

Liebe Freund:innen und Interessierte, 

die erste OFFENE SITZUNG im neuen Jahr gestalten wir etwas anders als gewohnt: Gemeinsam mit der Kooperation für geflüchtete Menschen in Brandenburg (KFB) laden wir zu einem gemeinsamen Film- und Diskussionsabend.

Ab Juni 2026 kommt die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) zur Anwendung, welche für schutzsuchende Menschen gravierende Konsequenzen bedeuten wird: massive Verschärfungen im Asylrecht, geschlossene Zentren, Haft für Kinder, Leistungskürzungen … Gleichzeitig nehmen rechte Angriffe auf solidarische Orte in Brandenburg zu, während finanzielle Mittel für Demokratieprojekte und Beratungsstellen gekürzt oder komplett gestrichen werden.

Mit diesen parallelen Entwicklungen setzt sich auch der Dokumentarfilm „Kein Land für Niemand“ kritisch auseinander: Der Film beleuchtet eindrücklich die Dynamiken und Folgen des allgemeinen Rechtsruck und der sich zunehmend verschärfenden Abschottungspolitik und deckt deren Hintergründe auf. Er vergegenwärtigt aber auch die Notwendigkeit, starke zivilgesellschaftliche Zeichen gegen Ausgrenzung, Gleichgültigkeit und rassistische Narrative zu setzen.

Der Film bildet insofern einen guten Ausgangspunkt für die gemeinsame anschließende Diskussion – über die Stimmung und Lage in Brandenburg, deren Einbettung in den europäischen Zusammenhang, aber auch darüber, an welchen konkreten Punkten hier vor Ort gegen aktuelle migrationspolitische Schieflagen angesetzt werden muss und kann.

  • Beginn ist wie gewohnt 17 Uhr.
  • Der genaue Veranstaltungsort wird nach Anmeldung bekannt gegeben.

Wir freuen uns auf Euer Kommen!

Solidarische Grüße
vom Flüchtlingsrat Brandenburg & der KFB

Hinweis:
Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtenden Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Infos zum Film:

Hier geht es zum Trailer (auf YouTube).

Der Dokumentarfilm „Kein Land für Niemand – Abschottung eines Einwanderungslandes“ beleuchtet die drastischen Folgen der europäischen Abschottungspolitik und die Rolle Deutschlands in diesem Paradigmenwechsel. Während sich Deutschlands Asyl- und Migrationspolitik zunehmend von humanitären Grundsätzen entfernt, eskaliert die Lage an den Außengrenzen der EU. 

Die Dokumentation “Kein Land für Niemand” begleitet eine Rettungsmission im Mittelmeer, zeigt die katastrophalen Zustände in Lagern für Geflüchtete und gibt Menschen eine Stimme, die den lebensgefährlichen Weg nach Europa überlebt haben. Gleichzeitig blickt der Film auf die politische und gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland: Ein erstarkender Rechtspopulismus prägt den Diskurs, Flucht und Migration wird zunehmend kriminalisiert, und humanitäre Hilfe gerät unter Druck. 

Durch exklusive Interviews mit Aktivist*innen, Wissenschaftler*innen und politischen Entscheidungsträger*innen hinterfragt „Kein Land für Niemand“ die aktuellen Narrative über Flucht und Migration und beleuchtet die Mechanismen, mit denen Angst und Populismus die politische Agenda bestimmen. Wie konnte es so weit kommen? Und welche Alternativen gibt es zu einem Europa, das sich immer weiter abschottet?

Ein Film über eine Krise, die weit mehr ist als eine Debatte über Grenzen – sondern eine über Menschlichkeit, Verantwortung und die Zukunft Europas. MIT INTERVIEWS VON: PROF. DR. ALADIN EL-MAFAALANIPROF. DR. MARCEL FRATZSCHER, MAURICE HÖFGEN, SIMIN JAWABREH, PROF. DR. JOCHEN OLTMERPROF. DR. MONIKA SCHNITZER, NATASCHA STROBL, DR. LINUS WESTHEUSERHELENA STEINHAUS

Gesamtlänge: 107 Min.

Diese Veranstaltung wird gefördert durch:

[Logo MIK]

Sowie im Rahmen des VASiB-Netzwerkprojekts der KFB gefördert durch: