Kontakt

Beratungszeiten
Aktuell sind unsere telefonischen Beratungszeiten Dienstags und Donnerstags von 11 bis 13 Uhr.
Tel.: 0331 - 716 499

Bürozeiten
Montag bis Freitag von 10 bis 15 Uhr

Rudolf-Breitscheid-Str. 164
14482 Potsdam
Tel.: 0331 - 716 413
Fax: 0331 - 887 15 460
info [at] fluechtlingsrat-brandenburg [dot] de

Kontaktformular

Karte

Spenden

Flüchtlingsarbeit ist nicht kostenlos und schon gar nicht umsonst. Deshalb freuen wir uns über Spenden zur Unterstützung der Arbeit des Brandenburgischen Flüchtlingsrats. Diese können Sie in beliebiger Höhe auf unser Konto überweisen, auf Wunsch erhalten Sie selbstverständlich eine Spendenbescheinigung, da wir als gemeinnütziger Verein anerkannt sind.

Förderverein des Brandenburgischen Flüchtlingsrats e.V. Mittelbrandenburgische Sparkasse Potsdam Konto Nr.: 350 1010 000 BLZ: 160 500 00 IBAN.: DE33 1605 0000 3501 0100 00 SWIFT-BIC: WELADED1PMB

Gefördert von


Logo Pro Asyl
Für projektspezifische Förderung siehe Projekte

Lehnitz: 30 Menschen protestieren gegen Italien-Abschiebung

Heute (27. Mai) sollte M.H., ein junger Eritreer, um 8 Uhr morgens aus dem “Übergangswohnheim” in Lehnitz (Brandenburg, LK Oberhavel) abgeholt und nach Italien abgeschoben werden. Zum angekündigten Zeitpunkt fanden sich etwa 30 Menschen aus dem Landkreis vor dem Heim ein, um gegen diese Abschiebung und gegen die sinnlose Abschiebungspolitik innerhalb der EU zu protestieren.
Und siehe da: Kein Behördenmitarbeiter erschien, um M.H. zum Flughafen zu bringen.

M.H. war als Jugendlicher aus Eritrea geflohen, um dem bevorstehenden Kriegsdienst zu entkommen. Es folgte eine 2-jährige Flucht. Über den Sudan gelangte M.H. nach Lybien. Als er auch dort vertrieben wurde, wagte er die Überfahrt nach Italien und überlebte. In Italien war er obdachlos und hatte wieder keine Chance anzukommen, also floh er weiter nach Deutschland. Doch auch hier interessieren sich die Behörden nicht für seine Fluchtgründe. Es gab lediglich eine formale Zuständigkeitsprüfung mit dem Ziel ihn schnell wieder loswerden zu können – nach Italien. Das menschliche Interesse endlich irgendwo anzukommen gilt nicht, wenn ein anderes “zuständiges” Land gefunden werden kann; selbst dann nicht, wenn diese Länder sichtbar überfordert sind und zahlreiche Gerichte bereits Abschiebungen dorhin untersagen.

Umso erfreulicher ist es, dass immer mehr Menschen die Sache selbst in die Hand nehmen und gegen unmenschliche Verordnungen wie jene Dublin-Verordnung protestieren und sich mit Geflüchteten solidarisieren, weil sie es nicht richtig finden, dass die EU aus Menschen Probleme macht, die hin- und hergeschoben werden dürfen.

Comments are closed.