Kontakt

Beratungszeiten
Aktuell sind unsere telefonischen Beratungszeiten Dienstags und Donnerstags von 11 bis 13 Uhr.
Tel.: 0331 - 716 499

Bürozeiten
Montag bis Freitag von 10 bis 15 Uhr

Rudolf-Breitscheid-Str. 164
14482 Potsdam
Tel.: 0331 - 716 413
Fax: 0331 - 887 15 460
info [at] fluechtlingsrat-brandenburg [dot] de

Kontaktformular

Karte

Spenden

Flüchtlingsarbeit ist nicht kostenlos und schon gar nicht umsonst. Deshalb freuen wir uns über Spenden zur Unterstützung der Arbeit des Brandenburgischen Flüchtlingsrats. Diese können Sie in beliebiger Höhe auf unser Konto überweisen, auf Wunsch erhalten Sie selbstverständlich eine Spendenbescheinigung, da wir als gemeinnütziger Verein anerkannt sind.

Förderverein des Brandenburgischen Flüchtlingsrats e.V. Mittelbrandenburgische Sparkasse Potsdam Konto Nr.: 350 1010 000 BLZ: 160 500 00 IBAN.: DE33 1605 0000 3501 0100 00 SWIFT-BIC: WELADED1PMB

Gefördert von


Logo Pro Asyl
Für projektspezifische Förderung siehe Projekte

Flüchtlingsunterkunft in Teltow geschlossen

Das Heim in der Potsdamerstraße 5 in Teltow soll heute geschlossen und einige der Bewohner_innen gegen ihren Willen bis in das 60 km entfernte Brück verlegt werden. Und das, obwohl die betreffenden Familien dort seit Jahren integriert sind und die Kinder in Teltow in die Kita gehen.

Halima F. die mit ihren drei Kindern und ihrem Mann seit vier Jahren in dem Flüchtlingsheim wohnt, hat angekündigt, ihr gewohntes Umfeld nicht freiwillig verlassen zu wollen. ‘Wenn die Familie partout nicht nach Brück ziehen wolle und vorerst auch keine andere Wohnmöglichkeit habe, bliebe ihr nur, zur Stadtverwaltung Teltow zu gehen und um Aufnahme in eine Obdachlosenunterkunft zu bitten’ – wird Kreissprecher Kai-Uwe Schwinzert in der Potsdamer Neuste Nachrichten/PNN vom 30.05.2017 wiedergegeben.

Women in Exile e.V. kritisierte den menschenunwürdigen Umgang mit Familien im Zuge der Schließung des Heimes in einer Pressemitteilung vom 24. Mai 2017.

EILT: Sammelabschiebung nach Afghanistan storniert!

Der für heute geplante Abschiebeflug, der am Abend ab Frankfurt nach Kabul gehen sollte, wurde wegen des Anschlags in Kabul storniert!

 

Sammelabschiebung nach Kabul, Afghanistan – Informationen und Warnhinweise

Am Mittwoch, den 31.05.2017, wird aller Voraussicht nach eine erneute Sammelabschiebung nach Kabul, Afghanistan, erfolgen, wobei unklar ist, von welchem Flughafen der Sammelcharter starten wird. Bisher liegen uns keine Informationen darüber vor, ob Personen aus Brandenburg davon betroffen sein werden. Solltet ihr Informationen über in Abschiebehaft befindliche Personen aus Afghanistan oder sonstige Hinweise darauf haben, dass auch Menschen aus Brandenburg betroffen sein könnten – dann meldet euch bitte bei uns.
Hier noch einmal hilfreiche Informationen, auf die der Bayrische Flüchtlingsrat hinweist:

PM: Mit der Abschiebequote gegen den Rechtsstaat – Flüchtlingsrat fordert Rücktritt von Law and Order-Minister Schröter

Innenminister Schröter will per Schreiben an die Landkreise und Städte höhere Abschiebequote erzwingen

Flüchtlingsrat Brandenburg fordert im Interesse des Flüchtlingsschutzes und der überall im Land wirkenden zivilgesellschaftlichen Initiativen den Rücktritt des Innenministers

Innenminister Schröter setzt mit einem Schreiben vom 17.03.2017 Landkreise und Städte unter Druck, mehr Flüchtlinge abzuschieben, um eine im Jahr 1997 errechnete Quote zu erfüllen – ohne Rücksicht auf die Prüfung individueller Umstände oder Einhaltung rechtsstaatlicher Prinzipien. Und dies kurz nachdem sich die Koalitionsfraktionen – auch angesichts der Untätigkeit der eigenen Landesregierung – in einem Landtagsbeschluss mit der Frage des Schutzes afghanischer Flüchtlinge vor Abschiebung auseinandergesetzt hatten (Pressemitteilung des Flüchtlingsrats vom 29. März 2017).

Mit der ersten Abschiebung eines jungen Mannes in das Kriegsgebiet Afghanistan Ende März und dem Schreiben an die Landkreise und kreisfreien Städte schafft Schröter andere Tatsachen und missachtet damit konsequent den Beschluss des Landtags und den eigenen Koalitionsvertrag. Die AfD applaudiert und lobt ihn ausdrücklich für sein „Durchgreifen“. Weiterlesen →

PM: Abschiebung ins Kriegsgebiet – Brandenburg beteiligt sich erstmals an Sammelabschiebung nach Afghanistan

Unter den am Montag abgeschobenen Personen kam einer der 15 Afghanen aus Brandenburg. Das Bundesland beteiligt sich zum ersten Mal an einer Sammelabschiebung nach Afghanistan – die nunmehr vierte seit Dezember 2016. Damit ist Brandenburg das erste Bundesland mit Regierungsbeteiligung der LINKEN, das nach Afghanistan abschiebt.

Im Vorfeld der Abschiebung aus München wurde der afghanische Mann in Brandenburg an der Havel von seiner Arbeit abgeholt. Der Flüchtlingsrat kritisiert die Abschiebung in das Kriegsgebiet aufs Schärfste und appelliert an die Landesregierung, Abschiebungen nach Afghanistan sofort zu stoppen und alle Schritte in die Wege zu leiten, dass die betroffene Person wieder zurückkehren kann. Weiterlesen →

PM von Women in Exile e.V.: Keine Lager für Frauen und Kinder! Alle Lager abschaffen! – Nicht nur am Internationalen Frauentag

Demonstration in Eisenhüttenstadt am 08. März 2017 um 12.30 Uhr.

Viele Frauen und Kinder leben nach wie vor in Großlagern, die ihr Leben unsicher machen. Ein Leben im Lager bedeutet die tägliche Erfahrung struktureller und körperlicher Gewalt, die in Form von Belästigungen, Übergriffen, Erpressung, Isolation, Ausgrenzung und Schutzlosigkeit stattfindet.

Während der Bustour von Women in Exile letzten Sommer durch Deutschland haben wir viele Flüchtlingsfrauen getroffen, die uns davon erzählten, was sie in den Lagern erleben. Die Bewacher stellen sich über die Ausländerbehörde , indem sie Flüchtlinge mit Abschiebungen bedrohen und erpressen. Frauen und Kinder gehen hungrig ins Bett. Schwer Kranke werden nicht medizinisch versorgt, es gibt keine Privatsphäre, kein selbstbestimmtes (Familien-) Leben, keine Rückzugsorte in den Lagern. Gewalt und Diskriminierung zwischen Flüchtlingen und seitens der MitarbeiterInnen gibt es täglich. Unter dieser Situation leiden Frauen und Kinder am stärksten. Wir haben einige dieser Berichte auf unserem Blog (1) dokumentiert. Weiterlesen →

Landesflüchtlingsräte und Pro Asyl: „Bundesregierung gießt rechte Forderungen in Gesetz“

Kiel, 3.3.2017: Während die Bundesregierung und viele Länder noch immer die Augen vor der Realität in Afghanistan verschließen, schafft Schleswig-Holstein Fakten: Vertreter*innen der Landesflüchtlingsräte und von Pro Asyl begrüßen auf ihrer Frühjahrstagung in Kiel ausdrücklich den von der schleswig-holsteinischen Landesregierung beschlossenen dreimonatigen Abschiebestopp. “Damit widerspricht die Regierung von Ministerpräsident Albig der inhumanen Abschiebepolitik de Maizières”, so Martin Link vom Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein. Auch in den anderen Bundesländern regt sich immer stärkerer Widerstand … Weiterlesen (pdf)

Einladung zur Schwerpunktsitzung am 01. März 2017

German version (pdf)

English version (pdf)

Persian version (pdf)
———————————————————————————————————————————————-

Informations- und Strategietreffen gegen Abschiebungen nach Afghanistan und für ein Bleiberecht für afghanische Flüchtlinge

Liebe Freund_innen, liebe Interessierte,

wir laden Sie/Euch herzlich zur Schwerpunktsitzung gegen Abschiebungen nach Afghanistan und für ein Bleiberecht für afghanische Flüchtlinge des Flüchtlingsrats Brandenburg ein. Seit Dezember sind aus Deutschland 60 Menschen nach Afghanistan abgeschoben worden – unter breitem Protest von Politik und Gesellschaft. Die Abschiebungen in ein Kriegsgebiet sind das Ergebnis von politischen Entscheidungen und Verhandlungen mit der afghanischen Regierung. Ein aktueller UNHCR Bericht zeigt jedoch, dass es keine sicheren Regionen in Afghanistan gibt. Dennoch hält Bundesinnenminister De Maizière an seiner harten Linie fest, Abschiebungen konsequent durchzusetzen. Weiterlesen →

PM: Von der Willkommens- zur Abschiebekultur

Potsdam, 15. Februar 2017

Bundesweite Abschiebezentrale in Potsdam und Missachtung der Entscheidungen der Härtefallkommission:
Von der Willkommens- zur Abschiebekultur

Bund und Länder beabsichtigen, in Brandenburg eine Abschiebezentrale einzurichten. Ministerpräsident Woidke begrüßt öffentlich die Einrichtung dieser Logistikstelle für Sammelabschiebungen – trotz berechtigter Kritik seines Koalitionspartners, der Partei DIE LINKE. Während sich die Landesregierung öffentlich zum Thema Abschiebungen nach Afghanistan nicht positioniert, schafft sie mit der Potsdamer Abschiebezentrale Tatsachen. Mit diesem klaren Zeichen für eine repressive Abschiebepolitik reiht sie sich ein in den Kreis populistischer Scharfmacherei, die einfache Problemlösungen und Sammelabschiebungen propagiert. Weiterlesen →

Afghanistan ist kein sicheres Land! Keine Abschiebung nach Afghanistan!

Offener Brief des Bündnis Hamburger Flüchtlingsinitiativen (BHFI), der Landesflüchtlingsräte, Pro Asyl und anderer flüchtlingspolitischer Organisationen an Bundesinnenminister Thomas De Maizière:

Sehr geehrter Herr De Maizière,

am 14. Dezember 2016 wurden 34 Menschen aus Deutschland nach Afghanistan abgeschoben. Am 23. Januar 2017 wurden erneut 26 Menschen aus Deutschland nach Afghanistan abgeschoben.

Afghanistan gilt als eines der gefährlichsten Länder weltweit. Sie als verantwortlicher Minister aber erklären, Teile Afghanistans seien „sicher“ und begründen damit die Legitimität der Sammelabschiebungen. Wir fragen Sie:

Kann man von Sicherheit sprechen, wenn das Auswärtige Amt Reisewarnungen ausgibt?
Kann man von Sicherheit sprechen, wenn weite Teile der ländlichen Gebiete von terroristischen Organisationen wie dem sogenannten Islamischen Staat und den Taliban beherrscht werden?
Kann man von Sicherheit sprechen, wenn fast täglich Bomben in zivilen Gebieten explodieren?
Kann man Menschen die Schutzbedürftigkeit weiterlesen absprechen, die von dort fliehen?

Nein! – Afghanistan ist kein sicheres Land! Weiterlesen →