Kontakt

Rudolf-Breitscheid-Str. 164
14482 Potsdam
Tel.: 0331 - 716 499
Fax: 0331 - 887 15 460
info [at] fluechtlingsrat-brandenburg [dot] de
Kontaktformular
Aktuell sind unsere telefonischen Sprechzeiten dienstags und donnerstags von 11 bis 13 Uhr.
Karte

Förderer

logo_proasyl
BMAS
bmfsfj
esf
eff_logo
ekbo_web_245_vs
uno-fluechtlingshilfe
MASGF

PRO ASYL und die Flüchtlingsräte appellieren: Bundesrat muss weitere soziale Ausgrenzung stoppen!

Hohe Erwartungen an grün und links mitregierte Bundesländer

PRO ASYL und die landesweiten Flüchtlingsräte appellieren an die Bundesländer, insbesondere die grün und links Mitregierten, die weitere soziale Ausgrenzung von Flüchtlingen aus den sozialen Sicherungssystemen zu stoppen. PRO ASYL und Flüchtlingsräte erwarten, dass der Bundesrat diese Vorhaben ablehnt.

Schon am kommenden Freitag, 16.12.2016, soll der Bundesrat über das dritte Gesetz zur Änderung des AsylbLG endgültig abstimmen (BR-Drs 713/16). Die Vorlage sieht eine nochmalige gravierende Kürzung der AsylbLG-Leistungen vor! Alleinstehende in Gemeinschaftsunterkünften würden quasi „zwangsverpartnert“ und sollen mit dieser Begründung nur noch 90% des Regelsatzes erhalten. Für sie soll ab 1.1.2017 die eigentlich für gemeinsam aus einem Topf wirtschaftende Ehepartner gedachte Regelbedarfsstufe 2 gelten. Weitere Infos zum Gesetzentwurf siehe hier. Weiterlesen →

Abschiebungspraxis in Brandenburg seit dem Asylpaket II

Schwerpunktsitzung des Flüchtlingsrats Brandenburg zum Thema
„Abschiebungspraxis in Brandenburg seit dem Asylpaket II“. Ort: Aquarium, Skalitzer Straße 6, 10999 Berlin, U-Bhf. Kottbusser Tor (gleich neben dem Südblock). Einladung hier

Women in Exile mit Menschenrechtspreis ausgezeichnet!

Liebe Freund_innen, liebe Unterstützer_innen,

der Flüchtlingsrat Brandenburg gratuliert Women in Exile herzlich zu ihrer Auszeichnung mit dem Menschenrechtspreis der Gerhart und Renate Baum-Stiftung, der am Sonntag den 27. November 2016 im Maxim-Gorki-Theater in Berlin verliehen wurde.

womeninexile_mg_8809-ute-langkafel-maifoto

Die Verleihung des Preises würdigt die jahrelange Arbeit der Initiative, die seit 2002 gegen die mehrfache Diskriminierung von geflüchteten Frauen kämpft, vor allem gegen rassistische Asylpolitik und Sexismus.

Wir schließen uns einer der zentralen Forderungen von Women in Exile an – Keine Lager für Frauen und Kinder! Alle Lager abschaffen!

Weitere Informationen und Kontaktdaten finden Sie/ findet Ihr auf der Internetseite von Women in Exile: https://www.women-in-exile.net/

Wir wünschen Women in Exile alles Gute und weiterhin viel Energie für ihre dringend benötigte Arbeit.

 

PM: In Brandenburg wiederholt Gewaltanwendung bei Abschiebungen von Frauen

Potsdam, 23. November 2016

In Brandenburg kommt es in den letzten Monaten immer wieder zu menschenrechtsverletzenden Abschiebungsversuchen. Das Land setzt offenbar entgegen eigener Angaben statt auf freiwillige Ausreise auf die sture Durchsetzung von Abschiebungen – auch unter Anwendung von Gewalt gegen schutzbedürftige Gruppen wie schwangere Frauen. Besonders schwerwiegend ist, dass Ausländerbehörden dabei immer wieder keine Rücksicht auf die körperliche Unversehrtheit und die psychische und physische Gesundheit von schwangeren Frauen und ihren ungeborenen Kindern nehmen. Weiterlesen →

Einladung / Invitation / رسالة دعوة : Vernetzungstreffen flüchtlingspolitischer Initiativen und Selbstorganisationen am 19./20. November 2016 in Hirschluch

النص العربي يمكن العثور عليها هنا

Version française en bas

English version below


Liebe Freund_innen,

in den letzten beiden Jahren haben sich die Lebensrealität von Geflüchteten sowie der politische und rechtliche Rahmen verändert. Um diese Veränderungen und ihre Bedeutung für die flüchtlingspolitische Arbeit zu diskutieren, wollen wir euch am

19./20. November 2016 nach Hirschluch

zu einem Vernetzungstreffen einladen. Wir werden verschiedene Perspektiven auf die veränderte Situation diskutieren und gemeinsame Handlungsmöglichkeiten entwickeln, z.B. zu folgenden Themen: Wie hat sich die Situation für Geflüchtete in Brandenburg mit der Erweiterung der Erstaufnahmelager verändert? Welche Probleme ergeben sich durch das Inkrafttreten der Asylpakete und des Integrationsgesetzes für die politische Arbeit? Wie ist die derzeitige Lebenssituation von Geflüchteten in Brandenburg im Alltag und in den Institutionen? Wie kann eine gleichberechtigte Zusammenarbeit von Geflüchteten und Nicht-Geflüchteten aussehen? Weiterlesen

Offener Brief geflüchteter Frauen aus Hennigsdorf

Frauen fordern Wohnungen, Schutz und Privatsphäre

Anlässlich des verordneten Umzuges der Bewohner_innen von Haus 3 in das neu errichtete Haus 6 der Gemeinschaftsunterkunft Stolpe-Süd in Hennigsdorf baten wir den Landrat des Landkreises Oberhavel mit Schreiben vom 30.08.16 um ein Gespräch, in dem wir unsere Beschwerden über die beengten Unterbringungsbedingungen thematisieren wollten. Bis heute blieb der Brief unbeantwortet.
Wir sind eine Gruppe von vornehmlich alleinerziehenden Frauen, die zwischen 3 Monaten und 7 Jahren unter für besonders Schutzbedürftige unangemessenen Bedingungen in der Gemeinschaftsunterkunft Stolpe-Süd untergebracht sind. Weiterlesen →

SCHULE FÜR ALLE – Das Recht auf Bildung kennt keine Ausnahme

Anlässlich der heute in Bremen stattfindenden Kultusminister_innen-Konferenz (KMK) kritisieren die Landesflüchtlingsräte, Jugendliche ohne Grenzen und der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (BumF)unterstützt von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft sowie Pro Asyldie Ausgrenzung zehntausender junger Flüchtlinge vom Lernort Schule und fordern: Schule für alle – ohne Ausnahme.

Das neue Schuljahr hat begonnen, doch viele geflüchtete Kinder, Jugendliche und Heranwachsende sind außen vor. Für sie herrscht Lageralltag statt Schulalltag – obwohl sie seit Monaten, zum Teil schon über einem Jahr in Deutschland leben. Bundesweit sind zehntausende junge Menschen betroffen. Diese Praxis ist ein gleich mehrfacher Rechtsverstoß. Das Recht auf Bildung ist ein Grundrecht. Es ist im Artikel 28 der UN-Kinderrechtskonvention, in der Charta der Grundrechte der Europäischen Union und auch in Art. 14 der EU-Aufnahmerichtlinie (2013/33) festgeschrieben. Weiterlesen →

Erklärung zum Tag des Flüchtlings – Brandenburg kann mehr: Zugangswege öffnen – Flüchtlinge aufnehmen!

Der Flüchtlingsrat Brandenburg fordert zum „Tag des Flüchtlings“ von der Landesregierung, dass sie mehr Schutzsuchende aufnimmt. Der Flüchtlingsrat weist darauf hin, dass Deutschland seine im September 2015 auf EU-Ebene gegebenen Übernahmezusagen für Flüchtlinge aus Italien und Griechenland bisher nicht eingehalten hat. Obwohl in beiden Ländern hunderttausende Flüchtlinge ohne Aussicht auf menschenwürdige Behandlung und faire Asylverfahren – in zahlreiche Fällen in haftähnlichen Lagern interniert – festsitzen, hat die Bundesrepublik von den zugesagten 27.500 Flüchtlingen bisher gerade mal 192 aus Griechenland und 20 aus Italien tatsächlich aufgenommen. Doch auch diese Vereinbarung ist völlig unzureichend und schließt viele Schutzsuchende von vornherein aus.


Die Möglichkeit des Familiennachzugs zu vielen in Deutschland lebenden Flüchtlingen ist faktisch nicht mehr gegeben: Seit März 2016 haben Menschen mit subsidiärem Schutz für die nächsten zwei Jahre keinen Anspruch auf Familienzusammenführung. Zugleich bekommen inzwischen etwa 70% aller syrischen Flüchtlinge nur noch subsidiären statt vollen Flüchtlingsschutz, ohne dass eine Änderung der Gefährdungslage in Syrien dies rechtfertigen könnte. Ihren Familien wird damit die legale und sichere Einreise nach Deutschland für Jahre verwehrt. In anderen Fällen wird der Nachzug von Familien auch bei rechtlichem Anspruch über zahlreiche Zugangsbeschränkungen zu den deutschen Auslandsvertretungen erschwert.

Weiterlesen →

Offener Brief zur Perspektive der Migrationssozialarbeit als Fachberatungsdienst in Brandenburg

Der Flüchtlingsrat hat einen offenen Brief an Ministerpräsident Woidke und Ministerin Golze zur Perspektive der Migrationssozialarbeit als Fachberatungsdienst in Brandenburg veröffentlicht. Der Brief wurde bisher von 43 Willkommensinitiativen und engagierten Einzelpersonen mitgezeichnet.

Auch Sie wollen/Ihr wollt das Anliegen unterstützen und den Brief mitzeichnen? Schreiben Sie uns/Schreibt uns eine e-Mail an info[at]fluechtlingsrat-brandenburg.de

zur pdf Version


Offener Brief zur Perspektive der Migrationssozialarbeit als Fachberatungsdienst in Brandenburg

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Dr. Woidke,
sehr geehrte Frau Ministerin Golze,

wir unterstützen nachdrücklich die mit dem Landesaufnahmegesetz beschlossene Ausweitung der Migrationssozialarbeit. Schutzsuchende Menschen sind in vielen Lebenslagen auf eine kompetente Beratung angewiesen, die sie dabei unterstützt, ihre Interessen und Bedürfnisse durchzusetzen. Die überregionalen und auch einzelne regionale Flüchtlingsberatungsstellen in Brandenburg bringen diese Kompetenzen mit und haben in ihrer langjährigen Arbeit eine sehr gute Vernetzung vor Ort aufgebaut. Das Landesaufnahmegesetz übergibt die Bereitstellung der Migrationssozialarbeit als Fachberatungsdienst allerdings in die Hände der Landkreise und kreisfreien Städte, womit aus unserer Sicht einige Probleme verbunden sind. Weiterlesen →

Offener Brief zur Einstufung der Maghreb-Staaten als «sichere Herkunftsstaaten»

Der Flüchtlingsrat hat heute einen offenen Brief an Brandenburgs Ministerpräsidenten Dr. Woidke zur Einstufung der Maghreb-Staaten als “sichere Herkunftsstaaten” veröffentlicht.
Offener Brief als pdf

Offener Brief zur Einstufung der Maghreb-Staaten als «sichere Herkunftsstaaten»

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Dr. Woidke,

sehr geehrter Herr stellvertretender Ministerpräsident Görke,

voraussichtlich am 17. Juni 2016 steht im Bundesrat die Zustimmung zum Gesetz über die Einstufung von Algerien, Marokko und Tunesien als «sichere Herkunftsstaaten» (Bundestagsdrucksache 18/8039) im Sinne des § 29a AsylG auf der Tagesordnung. Wir richten den dringenden Appell an Sie, mit den vier Stimmen des Landes Brandenburg der erneuten Ausweitung der Liste der «sicheren Herkunftsstaaten» die Zustimmung zu verweigern. Diese Einstufung eines Staates hat für Asylsuchende aus diesen Ländern gravierende Konsequenzen. Weiterlesen →