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Erreichbarkeit des Flüchtlingsrats

Liebe FreundInnen, KollegInnen und in der Flüchtlingsarbeit Aktive,

in den kommenden 3 Monaten wird die Geschäftsstelle des Flüchtlingsrats Brandenburg nur begrenzt erreichbar sein. Zum einen hat Gabi Jaschke zu Ende Juni ihre Arbeit in der Geschäftsstelle beendet. Zum anderen haben wir eine wichtige Finanzierung im Bereich der Aufnahme besonders schutzbedürftiger Flüchtlinge nicht erhalten. In den kommenden Monaten werden wir uns um eine ausreichende Finanzierung der Geschäftsstelle kümmern und die Arbeit der Geschäftsstelle strukturell neu aufstellen. Daher sind wir in dieser Zeit begrenzt arbeitsfähig und nur zu bestimmten Zeiten erreichbar.

In der Geschäftsstelle sind wir dienstags und donnerstags von 11 bis 13 Uhr telefonisch erreichbar und darüber hinaus über E-Mail. Über den Sommer werden wir auch das Verschicken des Newsletters pausieren, bis wir im Herbst wieder voll arbeitsfähig sind. In Notfällen sind wir selbstverständlich weiterhin erreichbar und werden ggf. dringende Informationen weiter leiten.

Wir danken Ihnen/Euch für die engagierte Zusammenarbeit und freuen uns, im Herbst wieder mit neuer Kraft mit Ihnen/Euch für eine menschenwürdige Aufnahme und die Rechte von Flüchtlingen in Brandenburg zu streiten.

Wir wünschen Euch und Ihnen einen schönen und erholsamen Sommer!

Die Geschäftsstelle des Flüchtlingsrats Brandenburg

MitarbeiterIn beim Flüchtlingsrat Brandenburg gesucht

Liebe FreundInnen, KollegInnen und Interessierte,

Der Förderverein des Flüchtlingsrates Brandenburg e.V. sucht zum 01.Oktober 2015 eine/n MitarbeiterIn für

Flüchtlingspolitische Öffentlichkeits-, Netzwerk- und Lobbyarbeit / Recherche und Dokumentation / Organisation von Veranstaltungen und Fortbildungen

Es handelt sich um eine 80% Stelle, Bezahlung ist angelehnt an TVÖD 11.1 im ersten Jahr. Die Stelle ist zunächst befristet auf 3 Jahre. Aus finanztechnischen Gründen ist ein (Fach-)Hochschulabschluss oder einschlägige Berufserfahrung Voraussetzung.

Die Arbeit erfordert

* (flüchtlings-)politische Erfahrung

* asylpolitische Kenntnisse

* Fremdsprachenkenntnisse

* die Fähigkeit, sich schnell in verschiedene (auch rechtliche) Themen einarbeiten zu können

* die Bereitschaft und Fahigkeit auf sehr unterschiedliche Menschen zu zugehen sowie unterschiedliche Interessenlagen wahrnehmen und analysieren zu können

* ein hohes Maß an Kommunikations- und Konfliktfähigkeit

* Koordinations- und Organisationskompetenzen

* sichere und schnelle Textproduktion für unterschiedliche LeserInnengruppen

* sicheres Auftreten in der Öffentlichkeit

* Selbstständige Arbeitsweise und Erfahrung in der Strukturierung von Teamarbeit

* Erfahrung in Projektabwicklung und Mittelakquise

Erwünscht sind

* Kenntnisse der landesspezifischen Begebenheiten Brandenburgs

* Fahrerlaubnis

* Kenntnisse im Bereich Kita und Schule für junge Flüchtlinge

Wir bieten

Vielseitige, abwechslungsreiche, (meist) politisch sinnvolle Tätigkeit, ein nettes Team und Arbeitsstrukturen mit viel Gestaltungsspielraum Aufgrund der vielfältigen Anforderungen ist diese Stelle nicht für BerufsanfängerInnen geeignet. Bei gleicher Eignung werden Menschen mit Migrations- bzw. Fluchterfahrung bevorzugt eingestellt.

Aussagekräftige Bewerbungen ohne Foto nur in elektronischer Form bis zum 31. August an: info@fluechtlingsrat-brandenburg.de

Oberhavel: Flüchtling aus Verzweiflung aus dem Fenster gesprungen

Pressemitteilung der Initiative Willkommen in Oberhavel vom 09. Juli 2015

Am Morgen des 8. Juli sprang ein Flüchtling im Übergangswohnheim Stolpe-Süd in Hennigsdorf aus dem Fenster des 2. Stocks. Zunächst lag er auf der Intensivstation eines Berliner Krankenhauses, konnte jetzt aber glücklicherweise auf eine andere Station verlegt werden.

Ein Mitbewohner berichtet, dass der Verzweifelte vor seinem Haus einen Polizeiwagen habe halten sehen. Aus Angst vor einer Abschiebung habe er panikartig sein Zimmer verlassen. Er habe mehrfach gesagt, dass er sich eher umbringen würde als abgeschoben zu werden. Bereits dreimal zuvor sei die Polizei gekommen, um ihn abzuholen, zuletzt am 22. Juni um 4 Uhr morgens. Und dies, obwohl nach Aussagen der Rechtsanwältin die Frist für eine Abschiebung nach Spanien Anfang Juni dieses Jahres abgelaufen sei. Mit solchen unrechtmäßigen Aktionen nimmt die Ausländerbehörde in Kauf, dass Menschen aus Verzweiflung ihr Leben aufs Spiel setzen. Darüber hinaus versetzt die permanente Polizeipräsenz die zum Teil traumatisierten Bewohnerinnen und Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft unnötig in Angst und Panik und steht in eklatantem Widerspruch zu einer Willkommenskultur, die viele Engagierte in Hennigsdorf aufzubauen versuchen. Weiterlesen →

Dublin-III-Abschiebungen unterminieren Willkommenskultur

Offener Brief des Willkommensteams Groß Schönebeck/Schorfheide an Ministerpräsident Woidke

Wir dokumentieren hier einen Offenen Brief des Willkommensteams Groß Schönebeck/Schorfheide an Ministerpräsident Woidke, Bundesinnenminister De Maizière und die Bundesbeauftragte für Migration und Flüchtlinge Aydan Özoguz, der bereits am 9. Juni verschickt wurde. Sie weisen auf den Widerspruch zwischen der von der Politik propagierten und vor Ort gelebten Willkommenskultur und der staatlichen Abschiebepraxis hin.

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident!

Die Landesregierung hat dazu aufgerufen, eine Willkommenskultur für die Aufnahme von Flüchtlingen zu entwickeln. Wir haben diesen Aufruf ernst genommen und bei uns als einem der ersten Dörfer im Land Brandenburg ein 28köpfiges Willkommensteam gebildet, dem auch Bürgerinnen und Bürger umliegender Ortsteile angehören, um unsere Einwohner mit Rundschreiben und Dorfgesprächen für die Aufnahme von Flüchtlingen vorzubereiten. Weiterlesen →

Offener Brief an die Landesregierung: Stoppen Sie die Asylrechtsverschärfung!

Gestern hat der Bundestag das „Gesetz zur Neubestimmung des Bleiberechts und der Aufenthaltsbeendigung“ beschlossen. Dieses Gesetz wird zu einer massenhaften Inhaftierung von Schutzsuchenden führen, es untergräbt die Willkommenskultur in Brandenburg. Mit einem Offenen Brief appelliert der Flüchtlingsrat Brandenburg an die Landesregierung: ›Sprechen Sie sich im Bundesrat gegen den vorliegenden Gesetzesentwurf aus, wenn Sie Ihr Bekenntnis zur Willkommenskultur ernst meinen.‹ Noch hat der Bundesrat die Möglichkeit, den Vermittlungsausschuss anzurufen, mit dem Ziel einer grundlegenden Überarbeitung des Gesetzesentwurfs.

Offener Brief an die Landesregierung

Debatte: Kommunale Flüchtlingspolitik

Die Bundeszentrale für politische Bildung hat den Flüchtlingsrat Brandenburg um einen Debattenbeitag zur kommunalen Flüchtlingsunterbringungspolitik gebeten, den Beate Selders und Kay Wendel verfasst haben. Der Text mit dem Titel “Die Probleme waren schon vor den Flüchtlingen da” findet sich hier
Die anderen Beiträge sind zu finden: hier

Jetzt aktiv werden: Massenhafte Inhaftierung von Geflüchteten droht!

Derzeit wird im Bundestag das Gesetz zur “Neuregelung des Bleiberechts und der Aufenthaltsbeendigung” verhandelt. Die erste Lesung hat bereits stattgefunden, die zweite und dritte Lesung könnten schon in den nächsten Tagen sein. Der Gesetzesentwurf enthält absolut inakzeptable Verschärfungen im Aufenthaltsrecht, die die massive Ausweitung der Inhaftierung Schutzsuchender zur Folge haben könnten.

Wir befürchten, dass ein Großteil der Abgeordneten, die über dieses Gesetz abstimmen werden, die Tragweite des Gesetzes nicht überblickt oder dessen Inhalt überhaupt gar nicht erst zu verstehen sucht. DESWEGEN BITTEN WIR ALLE, IN DER KÜRZE DER ZEIT LOKALE ABGEORDNETE ANZUSPRECHEN, PERSÖNLICH, PER MAIL, PER TELEFON, PER FAX, UND SIE AUFZUFORDERN ZUMINDEST AUF EINE VERÄNDERUNG DES GESETZENTWURFES ZU DRÄNGEN.

Hier ein Briefentwurf an die Abgeordneten, der dafür gerne verwendet (und verändert) werden kann, ausserdem hier eine kurze Zusammenfassung unserer Hauptkritikpunkte an dem Gesetzentwurf, die als Argumentationshilfe dienen kann. Die Namen und Kontaktdaten der BT-Abgeordneten finden sich hier.

Außerdem als Hintergrundmaterial interessant sind zwei längere (juristische) Stellungnahmen für die Innenausschusssitzung zum Gesetzentwurf von der evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und vom Jesuitenflüchtlingsdienst, sowie für juristisch Interessierte und zum Nachschlagen die geplanten Neuregelungen des Gesetzestextes, zusammengestellt von der GGUA.

Hoffen wir, dass einige Abgeordnete noch nachdenken und dass dieser Gesetzentwurf in der derzeitigen Form nicht durchkommt.

Beste Grüße,
Flüchtlingsrat Brandenburg

Lehnitz: 30 Menschen protestieren gegen Italien-Abschiebung

Heute (27. Mai) sollte M.H., ein junger Eritreer, um 8 Uhr morgens aus dem “Übergangswohnheim” in Lehnitz (Brandenburg, LK Oberhavel) abgeholt und nach Italien abgeschoben werden. Zum angekündigten Zeitpunkt fanden sich etwa 30 Menschen aus dem Landkreis vor dem Heim ein, um gegen diese Abschiebung und gegen die sinnlose Abschiebungspolitik innerhalb der EU zu protestieren.
Und siehe da: Kein Behördenmitarbeiter erschien, um M.H. zum Flughafen zu bringen.

M.H. war als Jugendlicher aus Eritrea geflohen, um dem bevorstehenden Kriegsdienst zu entkommen. Es folgte eine 2-jährige Flucht. Über den Sudan gelangte M.H. nach Lybien. Als er auch dort vertrieben wurde, wagte er die Überfahrt nach Italien und überlebte. In Italien war er obdachlos und hatte wieder keine Chance anzukommen, also floh er weiter nach Deutschland. Doch auch hier interessieren sich die Behörden nicht für seine Fluchtgründe. Es gab lediglich eine formale Zuständigkeitsprüfung mit dem Ziel ihn schnell wieder loswerden zu können – nach Italien. Das menschliche Interesse endlich irgendwo anzukommen gilt nicht, wenn ein anderes “zuständiges” Land gefunden werden kann; selbst dann nicht, wenn diese Länder sichtbar überfordert sind und zahlreiche Gerichte bereits Abschiebungen dorhin untersagen.

Umso erfreulicher ist es, dass immer mehr Menschen die Sache selbst in die Hand nehmen und gegen unmenschliche Verordnungen wie jene Dublin-Verordnung protestieren und sich mit Geflüchteten solidarisieren, weil sie es nicht richtig finden, dass die EU aus Menschen Probleme macht, die hin- und hergeschoben werden dürfen.

Kundgebung: Flüchtlinge willkommen – keine Massenunterkünfte im Barnim!

Video über die Unterbringung von Flüchtlingen im Landkreis Barnim

refugees welcome – no lager in barnim!
Flüchtlinge willkommen – keine Massenunterkünfte im Barnim!

Kundgebung
am 20.05.2015 um 16 Uhr
Marktplatz Eberswalde

Wir begrüßen die Aufnahme Schutz suchender Menschen im Barnim.
Wir fordern eine solidarische und an den Bedürfnissen der Geflüchteten orientierte Aufnahme, Unterbringung und Begleitung im Landkreis Barnim.
• DEZENTRALES WOHNEN IN EIGENSTÄNDIGEN WOHNUNGEN
• KEINE UNTERBRINGUNG IN MASSENUNTERKÜNFTEN
• KEINE MASSENUNTERKUNFT IN DER KASERNE LADEBURG
• ENDGÜLTIGE SCHLIESSUNG DER MASSENUNTERKUNFT IN ALTHÜTTENDORF IM JULI 2015
• FINANZIERUNG VON PROFESSIONELLER BERATUNG UND BEGLEITUNG
Wir unterstützen die Erklärung der Barnimer Willkommensinitiativen vom 19.04.2015

gegenseitig.blogsport.de

Presse zur Kundgebung: hier

Flüchtlinge Willkommen – Keine Massenunterkünfte im Barnim!

Flüchtlinge Willkommen – Keine Massenunterkünfte im Barnim!

نيئجئللاب بيحرتلا
Barnim يف يعامجلا نكسلل ل

Réfugiés bienvenus – pas d‘hébergements collectifs dans le Barnim!

Wir fordern eine solidarische und an den Bedürfnissen der Flüchtlinge orientierte Aufnahme, Unterbringung und Begleitung im Landkreis Barnim.

Nach der aktuellen Prognose des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge muss das Land Brandenburg im Jahr 2015 über 9.200 Flüchtlinge aufnehmen (Stand: Februar 2015) – im Landkreis Barnim werden daher mindestens 800 Menschen aus unterschiedlichen Krisenregionen erwartet. Die Barnimer Willkommensinitiativen begrüßen die Aufnahme Schutz suchender Menschen im Barnim. Wir freuen uns, dass es dabei zunehmend praktische Unterstützung gibt: viele Menschen im Barnim sorgen für eine vielfältige Willkommenskultur. So haben sich mittlerweile in vielen Städten und Gemeinden Initiativen gebildet, die sich für die im Barnim lebenden Flüchtlinge einsetzen und untereinander austauschen.

Seit 2014 wird im gesamten Landkreis verstärkt nach Unterbringungsmöglichkeiten gesucht. Die Suche nach kurzatmigen Lösungen mit der Fokussierung auf
Massenunterkünfte kritisieren wir und fordern ein Konzept für den Landkreis, um eine dauerhafte Integration und Perspektiven für die Zukunft zu ermöglichen.
Folgende Grundvoraussetzungen sollten in den kommenden Jahren geschaffen werden und den Tenor der Flüchtlingspolitik im Barnim bestimmen:

• DEZENTRALES WOHNEN IN EIGENSTÄNDIGEN WOHNUNGEN
in Orten mit regelmäßiger Bus- und Bahnanbindung, psychologischer und juristischer Beratungsmöglichkeit, Schule, Kita, medizinischer Versorgung, Einkaufsstätten, Beschäftigungsmöglichkeiten, Begegnungsorten und Kontakt zu einheimischen Unterstützer*innen

• KEINE UNTERBRINGUNG IN MASSENUNTERKÜNFTEN
Übergangswohnheime (ÜWH) mit abgetrennten Wohneinheiten nur auf Kreis eigenen Grundstücken (nicht zur Gewinnmaximierung von Privatinvestor*innen), durch gemeinnützigen Träger oder Landkreis betrieben, Belegungskapazität max. 50 Personen, max. 3km vom Bahnhof entfernt

• ENDGÜLTIGE SCHLIEßUNG DER MASSENUNTERKUNFT IN ALTHÜTTENDORF im Juli 2015

• FINANZIERUNG VON PROFESSIONELLER BERATUNG UND BEGLEITUNG Weiterlesen →