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	<title>Märkisch-Oderland Archive - Flüchtlingsrat Brandenburg</title>
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	<title>Märkisch-Oderland Archive - Flüchtlingsrat Brandenburg</title>
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	<item>
		<title>Gericht stellt Anspruch auf Einzelunterbringung in Gemeinschaftsunterkünften fest</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Jul 2020 13:04:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Corona]]></category>
		<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The post <a href="https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/gericht-stellt-anspruch-auf-einzelunterbringung-in-gemeinschaftsunterkuenften-fest/">Gericht stellt Anspruch auf Einzelunterbringung in Gemeinschaftsunterkünften fest</a> appeared first on <a href="https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de">Flüchtlingsrat Brandenburg</a>.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Wir möchten Sie und euch auf die <a href="https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/wp-content/uploads/2020/07/200702PM-Einzelzimmerunterbringung-OffenesMOL.pdf" rel="attachment wp-att-25503">Pressemitteilung des Aktionsbündnis Offenes Märkisch-Oderland</a> hinweisen.</p>
<p>In seiner Pressemitteilung bezieht sich das Bündnis auf einen <a href="https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/wp-content/uploads/2020/08/Beschluss-VG-FfO.-30.6.2020.pdf">Beschluss des Verwaltungsgerichts Frankfurt (Oder) zur Unterbringung von Geflüchteten in Pandemie-Zeiten</a>.<br />Das Gericht hat einen generellen Anspruch auf Einzelunterbringung in Gemeinschaftsunterkünften festgestellt.</p>
<p>Laut Beschluss des Gerichts stellt die Unterbringung in Mehrbettzimmern durch eine mögliche Infizierung mit dem Coronavirus für Betroffenen ein Gesundheitsrisiko dar.<br />Durch Geltendmachung eines Anspruchs auf Einzelunterbringung auf Grundlage von § 53 Abs. 1 AsylG sei dieser Umstand abwendbar.</p>
<h3>1) Wohnverhältnisse stehen nicht in Einklang mit der aktuellen brandenburgischen SARS-Cov-2-UmgV, insbesondere wegen des nicht einzuhaltenden Mindestabstands von 1,5 m</h3>
<p><em>&#8222;Die Unterbringung des Antragstellers in einem gemeinsamen Zimmer mit zwei weiteren Personen widerspricht jedoch den Vorgaben der SARS-CoV-2-UmgV, da der gemäß § 2 Abs. 1 Satz 1 SARS-CoV-2-UmgV grundsätzlich einzuhaltende Mindestabstand von 1,5 Metern in diesen Verhältnissen nicht gewahrt werden kann.&#8220;</em></p>
<h3>2) Gemeinsame Unterbringung in einem Zimmer mit zwei weiteren Personen steht im Widerspruch zur brandenburgischen SARS-CoV-2-Umgangsverordnung</h3>
<p><em>&#8222;Das Gericht hat während des Ortstermins am 27. Mai 2020 im Verfahren VG 4 L 238/20 die Wohnverhältnisse des Antragstellers in der Gemeinschaftsunterkunft in Augenschein genommen. &#8230; Das Zimmer des Antragstellers wird außer von ihm auch von zwei weiteren Personen bewohnt.“ Die Wohnverhältnisse des Antragstellers stehen deshalb nach Auffassung der Gerichts nicht in Einklang mit der der aktuellen brandenburgischen SARS-CoV-2-Umgangsverordnung (SARS-CoV-2-UmgV) vom 12. Juni 2020.</em></p>
<h3>3) Bei Unterbringung in Mehrbettzimmern ist nicht von einem gemeinsamen Haushalt im Sinne der Verordnung auszugehen, keine gemeinsame Wirtschaftsführung und keinerlei familiäre bzw. sonstige persönliche Verbindung und insbesondere keine Freiwilligkeit.</h3>
<p><em>„Mit der Wohnungsgewährung in einer Gemeinschaftsunterkunft entsteht jedoch auch eine Fürsorgepflicht des Antragsgegners [der Landkreis MOL] gegenüber dem Antragsteller; … Entgegen der Auffassung des Antragsgegners können der Antragsteller und die weiteren Bewohner des Zimmers auch nicht als gemeinsamer Haushalt angesehen werden, für den gemäß § 1 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 SARS-CoV-2-UmgV die Abstandsregelung nicht gilt.&#8220;</em></p>
<p>(Zitate aus dem Beschluss des Verwaltungsgerichts Frankfurt / Oder im Verfahren VG 4 L 240/20 vom 30.06.2020)</p>
<p>Das Aktionsbündnis Offenes Märkisch-Oderland hat das Verfahren intensiv begleitetet.</p>
<p><strong>Wir schließen uns der Forderung des Aktionsbündnis an, die Zwangsgemeinschaften in Mehrbettzimmern aufzulösen, um die akuten Infektionsrisiken zu beenden.</strong></p></div>
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		<title>Pressemitteilung: &#8222;Gleiche Rechte für alle Menschen &#8211; auch in Märkisch-Oderland!&#8220;</title>
		<link>https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/pressemitteilung-gleiche-rechte-fuer-alle-menschen-auch-in-maerkisch-oderland/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=pressemitteilung-gleiche-rechte-fuer-alle-menschen-auch-in-maerkisch-oderland</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Client Default]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Nov 2019 10:59:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The post <a href="https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/pressemitteilung-gleiche-rechte-fuer-alle-menschen-auch-in-maerkisch-oderland/">Pressemitteilung: &#8222;Gleiche Rechte für alle Menschen &#8211; auch in Märkisch-Oderland!&#8220;</a> appeared first on <a href="https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de">Flüchtlingsrat Brandenburg</a>.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>​Gerne machen wir folgende Pressemitteilung bekannt. Der Flüchtlingsrat Brandenburg unterstützt den Protest vor Ort:</p>
<p><strong>PRESSEMITTEILUNG</strong></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Am 2.12.2019 von 8.00–16.00 Uhr wird anlässlich eines Polizeiübergriffes im Sozialamt Märkisch-Oderland demonstriert. Unter dem Motto »Gleiche Rechte für alle Menschen – auch in Märkisch-Oderland! – Warum verweigert der Landrat Gesundheitskarte und Geldüberweisungen?« rufen zahlreiche Brandenburger und Berliner Initiativen und Einzelpersonen zum Protest vor der Behörde auf. Darunter der Flüchtlingsrat Brandenburg, Women in Exile und Refugee Assembly Doberlug-Kirchheim, sowie Menschen aus Gemeinschaftsunterkünften und Willkommensinitiativen in Märkisch-Oderland. </span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Der Übergriff der Sicherheitsbehörden wurde durch ein Internet-Video Anfang November bekannt. Es zeigt, wie mehrere Beamte einen Geflüchteten schlagen und gewaltsam zu Boden drücken, während andere Beamte die Situation abschirmen. </span></p>
<p>„<span style="font-family: Arial, sans-serif;">Gewalt erfahren wir jeden Tag. Es gehören nicht nur Schläge dazu. Auch die ständigen Schikanen der Behörden sind ein Teil davon. Zum Beispiel, dass wir für unser monatliches Geld oder für einen Krankenschein den ganzen Tag unterwegs sind.“ So Omer, ein Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft Müncheberg. </span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Die Kundgebung richtet sich gegen die repressive Behandlung von Geflüchteten in Märkisch-Oderland durch Politik, Polizei und Verwaltung und fordert gleiche Rechte sowie ein menschenwürdiges Leben für alle Menschen in Märkisch-Oderland. Noch immer verweigert Landrat Gernot Schmidt Asylsuchenden die Krankenversicherungskarte ab Ankunft in MOL und die Auszahlung ihrer monatlichen Unterstützung auf ein Konto. MOL ist die einzige Landkreis in Brandenburg, der an dieser Form entwürdigender Kontrolle festhält. </span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;"><u><b>Wo:</b></u> <b>Sozialamt Märkisch-Oderland in der Waldsiedlung,</b></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;"><b>Eichendamm 14, Ortsteil Diedersdorf, 15306 Vierlinden</b></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;"><u><b>Wann:</b></u> <b>Montag, 2.12.2019, 8.00-16.00 Uhr</b></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;"><u><b>Kontakt: </b></u><b>Janno Himpel: 01634603953</b></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Presse- und Medienvertreter sind herzlich willkommen. Vor Ort stehen Betroffene und Unterstützer*innen mit O-Tönen zur Verfügung. Über eine Berichterstattung würde wir uns sehr freuen. </span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><b>Aktuelles: </b></span></p>
<p><a href="https://facebook.com/events/280314142889181/?ti=icl" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">https://facebook.com/events/280314142889181/?ti=icl</span></a></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><b>Aufrufende: </b></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Bewohner*innen von Gemeinschaftsunterkünften in MOL, Flüchtlingsrat Brandenburg, Women in Exile, International Women Space, Refugee Assembly Doberlug-Kirchhein, Asylsuchende und Geflüchtete in Doberlug-Kirchhain, Initiative Familienleben für Alle Berlin/Brandenburg &#8211; Afri Pa Gemeinsam Stark, Welcome United Berlin-Brandenburg, Mitglieder der Willkommensinitiative Müncheberg. </span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><b>Weitere Informationen: </b></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;">&gt; Brief von Willkommensinitativen an die Kreistagsabgeordneten zur Behandlung von Geflüchteten in MOL</span></p>
<p><a href="https://xn--brgerdialogbuckow-22b.de/mol-integration-und-hilfsbereitschaft-sieht-anders-aus/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">https://bürgerdialogbuckow.de/mol-integration-und-hilfsbereitschaft-sieht-anders-aus/</span></a></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;">&gt; Studie zu Polizeigewalt: </span></p>
<p><a href="https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2019-09/polizeigewalt-studie-ruhr-universitaet-bochum-betroffene-koerperverletzung-polizei" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2019-09/polizeigewalt-studie-ruhr-universitaet-bochum-betroffene-koerperverletzung-polizei</span></a></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><b>Medienberichte</b></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;">&gt; Bericht RBB: </span></p>
<p><a href="https://www.rbb24.de/studiofrankfurt/politik/2019/11/polizei-video-fluechtling-maerkisch-oderland-seelow.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">https://www.rbb24.de/studiofrankfurt/politik/2019/11/polizei-video-fluechtling-maerkisch-oderland-seelow.html</span></a></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;">&gt; Bericht TAZ: </span></p>
<p><a href="https://taz.de/Rassistischer-Uebergriff-durch-Beamte/!5636707/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">https://taz.de/Rassistischer-Uebergriff-durch-Beamte/!5636707/</span></a></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;">&gt; Bericht Neues Deutschland: </span></p>
<p><a href="https://www.neues-deutschland.de/artikel/1128287.diedersdorf-polizisten-schlagen-kameruner.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">https://www.neues-deutschland.de/artikel/1128287.diedersdorf-polizisten-schlagen-kameruner.html</span></a></p>
<p><a href="https://www.neues-deutschland.de/artikel/1128312.maerkisch-oderland-vermeidbare-polizeigewalt.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">https://www.neues-deutschland.de/artikel/1128312.maerkisch-oderland-vermeidbare-polizeigewalt.html</span></a></p></div>
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		<title>Pressemitteilung: Polizeigewalt in Ausländerbehörde in Märkisch-Oderland</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Client Default]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Nov 2019 15:26:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute berichtete die TAZ über einen Fall von Polizeigewalt im Sozialamt im Landkreis Märkisch-Oderland, der am vergangenen Montag stattgefunden haben soll. Ein Video zeigt, wie mehrere Beamte einen Geflüchteten mit Gewalt zum Verlassen der Behörde zwingen wollen. Auf dem Video ist zu sehen, wie mindestens drei Beamte versuchen, den Mann gewaltsam zu Boden zu drücken, [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/pressemitteilung-polizeigewalt-in-auslaenderbehoerde-in-maerkisch-oderland/">Pressemitteilung: Polizeigewalt in Ausländerbehörde in Märkisch-Oderland</a> appeared first on <a href="https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de">Flüchtlingsrat Brandenburg</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute<a href="https://taz.de/Rassistischer-Uebergriff-durch-Beamte/!5636707/"> berichtete die TAZ</a> über einen Fall von Polizeigewalt im Sozialamt im Landkreis Märkisch-Oderland, der am vergangenen Montag stattgefunden haben soll. Ein Video zeigt, wie mehrere Beamte einen Geflüchteten mit Gewalt zum Verlassen der Behörde zwingen wollen. Auf dem Video ist zu sehen, wie mindestens drei Beamte versuchen, den Mann gewaltsam zu Boden zu drücken, an seinen Armen und seinem Kopf zerren, im Verlauf sieht man Schläge, die offenbar Rücken und Kopf treffen. Während des Übergriffes schirmen andere Beamte die Situation ab, Zeug_innen werden in den Flur gedrängt.</p>
<p>Laut Bericht der TAZ sei der Mann von den Beamten bewusstlos geschlagen und später ein Krankenwagen gerufen worden. <em>&#8222;Der Flüchtlingsrat ist bestürzt angesichts der massiven Gewalt, die hier durch Polizeibeamte gegen einen Menschen angewendet wurde&#8220;</em>, sagte Lotta Schwedler vom Flüchtlingsrat Brandenburg.</p>
<h3>Selten Konsequenzen für die Polizei</h3>
<p>Menschen, die in das rassistische Raster der Polizei durch vermeintliche Herkunft oder Merkmale wie Hautfarbe und Sprache fallen, erleben immer wieder ähnliche Szenarien. Aggressionen der Beamt_innen, diskriminierende Beschimpfungen und Beleidigungen, gewaltsame Festnahmen, Misshandlungen und Übergriffe bleiben jedoch in der Regel ohne Konsequenzen. Eine <a href="https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2019-09/polizeigewalt-studie-ruhr-universitaet-bochum-betroffene-koerperverletzung-polizei/seite-2">aktuelle Studie</a> zeigt, dass Polizeigewalt in 80 Prozent der Fälle nicht zur Anzeige gebracht wird. Betroffene haben Angst vor solchen Anzeigen, in den allermeisten Fällen werden die Ermittlungen eingestellt. Das liegt vor allem daran, dass es keine unabhängige Ermittlungsinstanz gibt, sondern Polizist_innen gegen die eigenen Kolleg_innen ermitteln und aussagen müssen. Außerdem müssen die Betroffenen mit Gegenanzeigen rechnen. So offensichtlich auch im Fall des Geflüchteten aus Märkisch-Oderland: Direkt nach dem Übergriff soll laut TAZ gegen den Mann Anzeige wegen Hausfriedensbruch, Widerstand und Körperverletzung erstattet worden sein.</p>
<p><em>&#8222;Geflüchtete befinden sich gegenüber Behörden in einer besonders vulnerablen Situation. Ihr Aufenthaltsstatus und ihre Zukunft sind von den Entscheidungen von Behördenmitarbeiter_innen abhängig. Das macht es für sie umso schwieriger, sich gegen Übergriffe und Gewalt zu wehren. Die Dunkelziffer im Fall von Polizeigewalt ist groß&#8220;</em>, erklärt Lotta Schwedler weiter.</p>
<p><strong>Der Flüchtlingsrat fordert eine Untersuchung und die Aufklärung des polizeilichen Übergriffes. Das bekannt gewordene Video weist darauf hin, dass es sich um Körperverletzung im Amt handeln könnte. Dafür müssen die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.<em> &#8222;Wir begrüßen, dass der Vorfall auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Innenausschusses im Landtag gesetzt werden soll. Auch die im Koalitionsvertrag vorgesehene Beschwerdestelle könnte zu der Aufklärung solcher Fälle beitragen</em>“, so Lotta Schwedler. Dem Betroffenen muss eine Entschädigung zukommen. Die vorgenommenen Leistungskürzungen müssen rechtlich überprüft werden.</strong></p>
<h3>Der Hintergrund: Leistungskürzungen häufig rechtswidrig und existenzbedrohend</h3>
<p>Der Geflüchtete war nach Medienberichten am vergangenen Montag in die Behörde gekommen, um seine Sozialleistungen abzuholen. Diese seien ihm gekürzt worden, worüber er sich beschwert habe. Der<a href="https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/flucht-asyl/sozialeistungen-und-medizinische-versorgung/#AnkerLeistungsk%C3%BCrzungen"> Flüchtlingsrat beobachtet</a> seit einigen Monaten, dass Leistungskürzungen zunehmend genutzt werden, um Menschen unter Druck zu setzen und sie zur Ausreise zu zwingen. Diese zum Teil willkürlich scheinende und aufenthaltsrechtlich motivierte Praxis der kommunalen Ausländerbehörden sowie der Zentralen Ausländerbehörde wird flankiert durch Gesetzesverschärfungen, die auf Bundesebene in diesem Sommer verabschiedet worden sind. Häufig werden Betroffene unzureichend darüber aufgeklärt, aus welchen Gründen ihnen Leistungen gekürzt werden. Leistungskürzungen erweisen sich regelmäßig als rechtswidrig und wirken existenzbedrohend für die Betroffenen.<br />
Der Landkreis Märkisch-Oderland fiel in der Vergangenheit immer wieder durch seine restriktive Handhabung auf: Der Flüchtlingsrat, Ehrenamtsinitiativen und andere Akteure im Landkreis <a href="https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/pm-des-willkommenskreises-neuhardenberg-rechtswidrige-verwaltungspraxis-des-sozialamtes-maerkisch-oderland-gegenueber-gefluechteten/">kritisieren seit Jahren</a> die regelmäßig rechtswidrigen Leistungskürzungen und das Nichtgewähren von Leistungen durch das Sozialamt. Auch dass die Empfänger_innen ihre Leistungen bei der Behörde persönlich abholen müssen und diese ihnen nicht auf ihr Konto überwiesen werden,<a href="https://www.neues-deutschland.de/artikel/1128287.diedersdorf-polizisten-schlagen-kameruner.html"> bezeichnen Initiativen</a> als „umständlich und demütigend“.</p>
<p>Leistungskürzungen sind grundsätzlich abzulehnen, da hier die erforderliche Versorgung zugunsten aufenthaltsrechtlicher Überlegungen zurückgestellt wird. Die Verweigerung sozialer Rechte ist rechtlich fragwürdig und verstößt bei besonders schutzbedürftigen Personen gegen die EU-Aufnahmerichtlinie.</p>
<p>Pressekontakt</p>
<p>Lotta Schwedler, Flüchtlingsrat Brandenburg: 0176 21 42 5057</p>
<p>The post <a href="https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/pressemitteilung-polizeigewalt-in-auslaenderbehoerde-in-maerkisch-oderland/">Pressemitteilung: Polizeigewalt in Ausländerbehörde in Märkisch-Oderland</a> appeared first on <a href="https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de">Flüchtlingsrat Brandenburg</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>PM des Willkommenskreises Neuhardenberg: Rechtswidrige Verwaltungspraxis des Sozialamtes Märkisch-Oderland gegenüber Geflüchteten</title>
		<link>https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/pm-des-willkommenskreises-neuhardenberg-rechtswidrige-verwaltungspraxis-des-sozialamtes-maerkisch-oderland-gegenueber-gefluechteten/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=pm-des-willkommenskreises-neuhardenberg-rechtswidrige-verwaltungspraxis-des-sozialamtes-maerkisch-oderland-gegenueber-gefluechteten</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[ivana]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Jun 2017 13:37:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>*Protesttage ab dem 3. Juli 2017 vor dem Sozialamt in 15306 Vierlinden, Eichendamm 14* Seit vielen Monaten verweigert das Sozialamt Märkisch-Oderland zahlreichen Geflüchteten die ihnen gesetzlich zustehenden Leistungen. Schriftliche Leistungsbescheide, gegen die sich die Betroffenen rechtlich wehren könnten, erteilt das Sozialamt seit langem überhaupt nicht mehr. In vielen Fällen wurden die Leistungen über Monate rechtswidrig [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>*Protesttage ab dem 3. Juli 2017 vor dem Sozialamt in 15306 Vierlinden, Eichendamm 14*<br />
Seit vielen Monaten verweigert das Sozialamt Märkisch-Oderland zahlreichen Geflüchteten die ihnen gesetzlich zustehenden Leistungen. Schriftliche Leistungsbescheide, gegen die sich die Betroffenen rechtlich wehren könnten, erteilt das Sozialamt seit langem überhaupt nicht mehr. In vielen Fällen wurden die Leistungen über Monate rechtswidrig auf ein Minimum gekürzt und statt Bargeld nur noch Gutscheine ausgegeben. Dies betraf auch Familien mit kleinen Kindern.<span id="more-16880"></span><br />
Um die geringen Leistungen überhaupt zu erhalten, müssen die Betroffenen jeden Monatsanfang meist stundenlange Fahrten mit sämtlichen Familienangehörigen aus den entlegenen Unterkünften im Landkreis zum Sozialamt Seelow bzw. Diedersdorf auf sich nehmen und dafür erhebliche Fahrtkosten aufwenden. An diesen Tagen ist den Geflüchteten folglich auch die Teilnahme an Deutschkursen und anderen integrativen Maßnahmen nicht möglich. Die Sozialverwaltung besteht auf mindestens einmal monatlicher Vorsprache zur Scheck- oder Gutscheinausgabe, obwohl fast alle Betroffenen Konten haben. Diese Praxis steht im Widerspruch zu der der meisten Sozialbehörden bundesweit, die die deutlich verwaltungskostensparenderen Überweisungen der Leistungen längst eingeführt haben.<br />
Wegen rechtswidriger Leistungskürzungen kam es gegen das Sozialamt Märkisch-Oderland zu mehreren Verfahren vor dem Sozialgericht Frankfurt (Oder). Beschlüsse des Gerichts setzte die Sozialbehörde Seelow mehrfach nur nach Androhung von Vollstreckungsmaßnahmen um – ein für die an Recht und Gesetz gebundene Verwaltung ebenfalls unerhörtes Vorgehen. Das Sozialamt argumentiert vor Gericht, schriftliche Bescheide könnten „aus personellen und organisatorischen Gründen nicht ergehen“. Dabei wäre es ein Leichtes, den Betroffenen menschenwürdige und rechtsstaatliche Verwaltungsverfahren zu gewährleisten und zugleich personelle und finanzielle Ressourcen zu sparen. Nahezu alle anderen Landkreise in Brandenburg agieren in dieser Weise, etwa durch Kontenüberweisungen und elektronische Gesundheitskarten. Das Sozialamt Märkisch-Oderland schikaniert bewusst Geflüchtete und agiert völlig willkürlich und eindeutig rechtsstaatswidrig.<br />
Gegen diese Praxis des Sozialamtes wird am 3.,4. und 6. Juli 2017 jeweils von 08:00 bis 15:00 Uhr vor dem Sozialamt Seelow in 15306 Vierlinden, OT Diedersdorf/ Waldsiedlung protestiert. Auf den Aktionstagen werden Mitglieder des Willkommenskreis Neuhardenberg e.V. und UnterstützerInnen den Geflüchteten eine Stimme geben. Die Betroffenen können ihre Situation in Märkisch-Oderland in einem Fragebogen bewerten, Anträge auf Kontoüberweisung ausfüllen und weitere Informationen über ihre Rechte gegenüber dem Landratsamt erhalten.<br />
Kontakt und weiteres Material: M. Hollants (Tel.: 0170/5252716) für den Willkommenskreis Neuhardenberg e.V., Rechtsanwältin Anja Lederer (Tel.: 030-39905715)<br />
Mail: <a href="mailto:protesttage.sozialamt.mol@gmail.com">protesttage.sozialamt.mol@gmail.com</a> ;info@rechtsanwaeltin-lederer.de</p>
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		<title>Offener Brief zur Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (eGk) im Landkreis Märkisch-Oderland</title>
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		<dc:creator><![CDATA[ivana]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Feb 2017 12:27:45 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>01.02.2017 Sehr geehrter Herr Landrat, die Diskussion um die Einf&#252;hrung der eGk f&#252;r Asylsuchende und geduldete Fl&#252;chtlinge h&#228;lt an. Die Mehrzahl der Landkreise und kreisfreien St&#228;dte haben sich f&#252;r die eGk entschieden, weil deren Vorteile die Nachteile &#252;berwiegen. Sie haben mehrfach erkl&#228;rt, dass Sie bislang keine Veranlassung sehen der Rahmenvereinbarung zwischen dem Land und den [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>01.02.2017 Sehr geehrter Herr Landrat, die Diskussion um die Einf&uuml;hrung der eGk f&uuml;r Asylsuchende und geduldete Fl&uuml;chtlinge h&auml;lt an. Die Mehrzahl der Landkreise und kreisfreien St&auml;dte haben sich f&uuml;r die eGk entschieden, weil deren Vorteile die Nachteile &uuml;berwiegen. Sie haben mehrfach erkl&auml;rt, dass Sie bislang keine Veranlassung sehen der Rahmenvereinbarung zwischen dem Land und den kassen&auml;rztlichen Vereinigungen beizutreten. Von den 18 Landkreisen und kreisfreien St&auml;dten in Brandenburg sind 12 der Rahmenvereinbarung beigetreten, in 7 wird bereits mit der eGk gearbeitet, 5 werden sp&auml;testens bis zum 01.04.2017 die medizinische Versorgung mit der eGK beginnen. Auch um die Einheitlichkeit der gesundheitlichen Versorgung von Asylsuchenden und geduldeten Fl&uuml;chtlingen zu sichern, m&ouml;chten wir Sie daher bitten, Ihren Standpunkt zu &uuml;berdenken.</p>
<p>Als ehrenamtliche Fl&uuml;chtlingshelferInnen begleiten wir viele Fl&uuml;chtlinge zu Arzt- und Krankenhausterminen und kennen daher die Probleme im jetzigen System der medizinischen Versorgung von Asylsuchenden und geduldeten Fl&uuml;chtlingen. Immer wieder erleben wir wie durch die Praxis der Krankenbehandlungsscheine deren Zugang zur medizinischen Versorgung erschwert oder behindert wird. In der gegenw&auml;rtigen Praxis sind es die SachbearbeiterInnen des Sozialamts, die &uuml;ber die medizinischen Versorgung eines Fl&uuml;chtlings entscheiden. Obzwar in keiner Weise medizinisch ausgebildet, werden sie Situationen ausgesetzt, in denen sie erkennen m&uuml;ssen, ob akute Erkrankungen und/oder Schmerzzust&auml;nde vorliegen, um einen Arztbesuch genehmigen zu k&ouml;nnen. In Zweifelsf&auml;llen muss das Gesundheitsamt hinzugezogen werden. Diese administrativen Umwege f&uuml;hren nicht selten zu zeitlichen Verz&ouml;gerungen, die unn&ouml;tig Leiden verl&auml;ngern und Krankheiten verschleppen und verschlimmern. Dies kann schwerwiegende langfristige gesundheitliche Folgen haben. Auch die Bundes&auml;rztekammer sch&auml;tzt ein, dass &bdquo;/&#8230;/die Tatsache, dass medizinisch nicht sachkundige Personen im Rahmen einer Entscheidung &uuml;ber die Kosten&uuml;bernahme de facto die Behandlungsbed&uuml;rftigkeit bejahen oder verneinen,/&#8230; /zu erheblicher gesundheitlicher Gef&auml;hrdung von Patienten [f&uuml;hrt]. /&#8230;/Die Gefahr, dass gesundheitliche Risiken falsch eingesch&auml;tzt werden, ist hoch, gerade auch bei kranken Kindern. Eigentlich notwendige Behandlungen, die einer Chronifizierung von Krankheitszust&auml;nden vorbeugen k&ouml;nnten, werden ggf. unterlassen, was nicht selten irreparable Folgesch&auml;den sowie sp&auml;tere kostenintensive Behandlungen nach sich zieht.&ldquo; http://www.aerzteblatt.de/archiv/138061 Im Gegensatz zu der jetzigen Regelung bietet die eGK eine einfache und pragmatische M&ouml;glichkeit des Zugangs zu einer schnellen medizinischen Versorgung im Rahmen des Asylbewerberleistungsgesetzes.Da mit der Einf&uuml;hrung der eGk die Genehmigung der Papierkrankenscheine und die Pr&uuml;fung der der &auml;rztlichen Abrechnungen durch (fachfremde) MitarbeiterInnen des Sozialamts entf&auml;llt, ist dar&uuml;ber hinaus mit Personaleinsparungen in der Sozialverwaltung zu rechnen. Die Stadt Hamburg, wo die eGk schon seit Jahren eingef&uuml;hrt ist, spart durch die Einf&uuml;hrung j&auml;hrlich 1,6 Mio. Euro. Die Stadt Potsdam gibt an, mit der Einf&uuml;hrung der eGk f&uuml;r Asylsuchende zwei Personalstellen einsparen zu k&ouml;nnen. Seitens der Verwaltung wird h&auml;ufig auf die M&ouml;glichkeit der missbr&auml;uchlichen Verwendung der eGk hingewiesen. Dem m&ouml;chten wir entgegenhalten, dass die eGk vielmehr die Chance bietet, Missbrauchsf&auml;lle zu reduzieren, da auf dem Behandlungsschein kein Lichtbild ist und dieser viel eher an andere weitergegeben werden kann. Die eGk bef&ouml;rdert ein hohes Ma&szlig; an Normalit&auml;t in den Abl&auml;ufen der medizinischen Versorgung von Fl&uuml;chtlingen. Sie leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Integration von Fl&uuml;chtlingen und damit auch zu einem friedlichen Zusammenleben von einheimischer Bev&ouml;lkerung und Fl&uuml;chtlingen in MOL. Vor diesem Hintergrund bitten wir, die unterzeichnenden ehrenamtlichen Fl&uuml;chtlingshelferinnen und -helfer und B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger in M&auml;rkisch-Oderland, Sie, Herr Schmidt: Unterzeichnen Sie die Rahmenvereinbarung und sorgen Sie daf&uuml;r, dass Asylsuchende und geduldete Fl&uuml;chtlinge in M&auml;rkisch-Oderland nicht benachteiligt werden, sondern auch sie wie die Asylsuchenden in den anderen Landkreisen einen erleichterten Zugang zu den ohnehin schon eingeschr&auml;nkten Gesundheitsleistungen erhalten.</p>
<p>Kontakt: Willkommenskreis Neuhardenberg, Horst Nachtsheim<br />Mail: <a href="mailto:horst.nachtsheim@gmx.de">horst.nachtsheim@gmx.de</a><br />Tel.: 033476606812 Mobil: 016093860065</p>
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