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		<title>Flüchtlingsrat Brandenburg appelliert zum GEAS-Start an Landesregierung: Schutz gewähren statt Haft ausbauen</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Jun 2026 08:00:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ab heute, den 12. Juni 2026, findet die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) überall in der Europäischen Union Anwendung. Bei der Umsetzung hat die deutsche Bundespolitik einen restriktiven Kurs eingeschlagen, trotzdem verbleiben Spielräume auf der Ebene der Länder. Der Flüchtlingsrat Brandenburg appelliert an die brandenburgische Landesregierung, diese Spielräume im Sinne einer humanitären Flüchtlingspolitik zu [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ab heute, den 12. Juni 2026, findet die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) überall in der Europäischen Union Anwendung.</p>
<p><b>Bei der Umsetzung hat die deutsche Bundespolitik einen restriktiven Kurs eingeschlagen, trotzdem verbleiben Spielräume auf der Ebene der Länder. Der Flüchtlingsrat Brandenburg appelliert an die brandenburgische Landesregierung, diese Spielräume im Sinne einer humanitären Flüchtlingspolitik zu nutzen. Statt die Bewegungsfreiheit geflüchteter Menschen weiter einzuschränken und neue Hafteinrichtungen zu bauen, sollte der Fokus auf dem Schutz vulnerabler Personen liegen. </b></p>
<p>Die GEAS-Reform schränkt in der Praxis an vielen Stellen die Rechte geflüchteter Menschen ein. Seit Monaten warnen Menschenrechtsorganisationen vor beschleunigten Grenzverfahren, haftähnlicher Unterbringung und höheren Hürden beim Rechtsschutz. Trotz der europäischen Texte und der nationalen Anpassungsgesetze verbleiben Spielräume bei der Umsetzung und Anwendung der Reform in den Bundesländern. „Wir fordern die Landesregierung dazu auf, verbleibende Spielräume dafür zu nutzen, Schaden zu begrenzen und bei der Umsetzung Grund- und Menschenrechte ernst zu nehmen“, betont Rola Saleh vom Flüchtlingsrat Brandenburg.</p>
<p>Das GEAS-Anpassungsgesetz ermöglicht es den Ländern, sogenannte „Sekundärmigrationszentren“ einzurichten. Dort sollen Menschen festgehalten werden, für deren Asylantrag eigentlich ein anderer Mitgliedstaat zuständig ist. Außerdem gibt es mit der Reform weitreichende Möglichkeiten, Menschen in Erstaufnahmeeinrichtungen in ihrer Bewegungsfreiheit noch weiter einzuschränken, als dies in Deutschland ohnehin schon der Fall ist, zum Beispiel durch das Verhängen von sogenannten Nacht- und Tagzeitverfügungen. „Wir fordern die Landesregierung auf, von der Einrichtung von Sekundärmigrationszentren abzusehen – weder in Form eigenständiger Einrichtungen noch durch die Hintertüre in bereits bestehenden Erstaufnahmeeinrichtungen“, so Rola Saleh vom Flüchtlingsrat Brandenburg.</p>
<p>Die GEAS-Reform schafft zudem neue Asylverfahren an der Grenze – auch in Deutschland. Ähnlich wie aktuell beim Flughafenverfahren sollen Menschen hierbei in haftähnlichen Einrichtungen festgehalten werden, wobei juristisch so getan wird, als seien die Betroffenen gar nicht eingereist („Fiktion der Nichteinreise“). Brandenburg hat bereits Plätze dafür eingerichtet und wird die Kapazitäten noch ausweiten. „Es ist und bleibt falsch, Menschen aus aufenthaltsrechtlichen Gründen einzusperren. Wir fordern die Landesregierung auf, GEAS nicht zum Anlass zu nehmen, noch weitere Haftkapazitäten zu schaffen&#8220;, so Rola Saleh vom Flüchtlingsrat.</p>
<p>Bislang hat die Brandenburgische Landesregierung noch kaum zur GEAS-Umsetzung im Bundesland kommuniziert. Der Flüchtlingsrat fordert mehr Transparenz bei der Umsetzung der Reform sowie eine Einbindung relevanter Akteur:innen, wie zivilgesellschaftlicher Organisationen, Verbänden oder Selbstorganisationen.</p>
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		<title>Geflüchteten wird mit Obdachlosigkeit gedroht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Client Default]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 May 2026 07:04:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Flüchtlingsrat Brandenburg kritisiert den zunehmenden Druck auf anerkannte Geflüchtete in den Sammelunterkünften der Kreise. Obwohl viele seit Monaten oder gar Jahren erfolglos nach Wohnraum suchen, werden sie mit hohen Gebühren, Auszugsaufforderungen und drohender Obdachlosigkeit konfrontiert. In Oberhavel sollen Bewohner:innen von Gemeinschaftsunterkünften 550 Euro monatlich für ein Gemeinschaftszimmer zahlen. Teilweise leben dort vier Personen in [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Der Flüchtlingsrat Brandenburg kritisiert den zunehmenden Druck auf anerkannte Geflüchtete in den Sammelunterkünften der Kreise. Obwohl viele seit Monaten oder gar Jahren erfolglos nach Wohnraum suchen, werden sie mit hohen Gebühren, Auszugsaufforderungen und drohender Obdachlosigkeit konfrontiert.</em></p>
<p>In Oberhavel sollen Bewohner:innen von Gemeinschaftsunterkünften 550 Euro monatlich für ein Gemeinschaftszimmer zahlen. Teilweise leben dort vier Personen in einem Raum – pro Person bleiben etwa sechs Quadratmeter, ohne Privatsphäre, mit Gemeinschaftsküche und Gemeinschaftsbad.<br />
„Diese Preise stehen in keinem Verhältnis zu den tatsächlichen Wohnbedingungen. Niemand bleibt freiwillig in solchen Unterkünften. Die Menschen bleiben dort, weil sie auf dem Wohnungsmarkt keine Chance haben“, erklärt Rola Saleh vom Flüchtlingsrat Brandenburg.</p>
<p><strong>Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt</strong></p>
<p>Geflüchtete Menschen sind auf dem Wohnungsmarkt massiv benachteiligt: Es fehlt an bezahlbarem Wohnraum, viele Vermieter:innen und kommunale Wohnungsbaugesellschaften lehnen Menschen mit befristetem Aufenthaltstitel pauschal ab. Hinzu kommen rassistische Diskriminierung und langwierige behördliche Verfahren.<br />
Gleichzeitig erhalten viele erst dann einen unbefristeten Aufenthalt, wenn sie eigenen Wohnraum nachweisen können – ein absurder Teufelskreis.</p>
<p><strong>Hohe Gebühren statt langfristiger Lösungen</strong></p>
<p>Gemeinschaftsunterkünfte sind auch deshalb teuer, weil Landkreise weiterhin auf Massenunterbringung statt langfristiger Wohnkonzepte setzen. Sicherheitsdienste, externe Reinigungsfirmen und aufwendige Verwaltungsstrukturen verursachen hohe Kosten. Stattdessen braucht es endlich bezahlbaren Wohnraum und den Umbau bestehender Unterkünfte in reguläre Wohnungen. Menschen könnten so selbstständig wohnen und langfristige Mietverhältnisse übernehmen.</p>
<p>Besonders widersprüchlich ist dabei die Rolle des Jobcenters: Während bei anderen Leistungsbeziehenden Unterkunftskosten oft streng geprüft und begrenzt werden, werden die extrem hohen Gebühren für Gemeinschaftsunterkünfte teilweise übernommen – obwohl die Wohnbedingungen weder angemessen noch nachhaltig sind.</p>
<p><strong>Räumungsdrohungen verschärfen die Krise</strong></p>
<p>Besonders alarmierend ist der Umgang mit Menschen, die die geforderten Gebühren nicht zahlen können. In Oberhavel wird ihnen inzwischen mit Räumung und Obdachlosigkeit gedroht. Aber auch in Märkisch-Oderland sollten unlängst 50 Familien mit knapp 150 Familien vor die Tür gesetzt werden. Ihnen drohte man mit der Trennung der Familien, wobei die Eltern in Obdachlosenunterkünften und die Kinder getrennt davon in Jugendhilfeeinrichtungen untergebracht werden sollten.</p>
<p>Die Verantwortung würde dann auf die Kommunen abgeschoben: In Hennigsdorf etwa stehen in der Obdachlosenunterkunft lediglich vier Plätze zur Verfügung. Die Stadt ist auf diese Entwicklung weder vorbereitet noch gibt es ausreichende Kapazitäten. Das Problem wird lediglich verschoben – von der Gemeinschaftsunterkunft in die Obdachlosenunterbringung.</p>
<p>Teilweise werden Gebühren zudem rückwirkend erhoben. Dadurch entstehen Schulden von mehreren tausend Euro – Summen, die viele Betroffene unmöglich begleichen können. Wer mit Schulden belastet ist, hat auf dem Wohnungsmarkt erst recht kaum noch Chancen.</p>
<p>„Wer keine Wohnung findet, darf nicht bestraft werden. Viele Familien und Einzelpersonen suchen seit Monaten erfolglos nach Wohnraum. Sie brauchen Unterstützung statt zusätzlichen Druck“, so Saleh.</p>
<p><strong>Soll das die Zukunft sein?</strong></p>
<p>Die aktuelle Praxis verschärft soziale Notlagen, statt sie zu lösen. Menschen, die arbeiten, Kinder großziehen und längst Teil der Gesellschaft sind, drohen künftig in Obdachlosenunterkünften zu landen, weil bezahlbarer Wohnraum fehlt und Landkreise keine Perspektiven schaffen.</p>
<p>Wer Menschen dauerhaft in Sammelunterkünften festhält, überhöhte Gebühren verlangt und gleichzeitig den Zugang zum Wohnungsmarkt blockiert, produziert Wohnungslosigkeit politisch mit.</p>
<p><strong>Handlungsempfehlungen der Strategiegruppe Wohnen</strong></p>
<p>Zum Abschluss des VASiB-Projekts (Verbesserung der Aufnahmebedingungen Schutzsuchender in Brandenburg) der Kooperation für Flüchtlinge (KFB) hat die Strategiegruppe Wohnen <a href="https://www.kooperation-für-flüchtlinge-in-brandenburg.de/wp-content/uploads/2026/05/Handlungsempfehlungen-Strategiegruppen-Wohnen-FINAL_final.pdf">Handlungsempfehlungen an Kommunen, Wohnungsunternehmen und Politik</a> veröffentlicht. Gefordert werden unter anderem</p>
<ul>
<li>eine aktive kommunale Wohnraumpolitik zum Ausbau bezahlbaren Wohnraums,</li>
<li>Wohnungsunterbringung als Regelfall – ggf. Umbau von Gemeinschaftsunterkünften in reguläre Wohnungen,</li>
<li>unabhängige Beschwerdestrukturen,</li>
<li>ein Ende diskriminierender Vergabepraxen und existenzgefährdender Räumungsdrohungen.</li>
</ul>
<p>Im Rahmen des Projektes besuchten Multiplikator:innen regelmäßig Gemeinschaftsunterkünfte in Brandenburg. Ziel der aufsuchenden Arbeit war es, geflüchtete Menschen direkt vor Ort über ihre Rechte im Kontext der Unterbringung zu informieren sowie aktuelle Problemlagen und Lebensbedingungen in den Unterkünften zu dokumentieren. <a href="https://www.kooperation-für-flüchtlinge-in-brandenburg.de/wp-content/uploads/2026/05/Abschlussbericht-Multiplikator_innen.pdf">Ihr Bericht</a> zeigt strukturelle Problemlagen auf und ihre Erfahrungen verdeutlichen, dass menschenwürdige Unterbringung sowie gesellschaftliche Teilhabe und Integration langfristig nur durch dezentrale Unterbringung in privatem Wohnraum gewährleistet werden können.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Einladung zur offenen Sitzung DONNERSTAG, 28.05.2026 &#124; online</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Client Default]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 May 2026 13:06:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Termine]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>OFFENE SITZUNG MAI 10+1 Jahre Sommer der Migration: Und jetzt? DONNERSTAG, 28.05.2026 &#124; 17 &#8211; 19:00 Uhr &#124; Online ***Diese offene Sitzung findet ausnahmsweise am Donnerstag statt*** Vor über zehn Jahren änderte der Sommer der Migration das Leben für tausende Menschen (auf der Flucht oder nicht) und prägte die Debatten über Flucht, Grenzen und Solidarität [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><strong>OFFENE SITZUNG MAI</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>10+1 Jahre Sommer der Migration: Und jetzt?</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>DONNERSTAG, 28.05.2026 | 17 &#8211; 19:00 Uhr | Online</strong></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #ff9900;"><strong>***<em>Diese offene Sitzung findet</em></strong><strong><em> ausnahmsweise am Donnerstag statt</em>***</strong></span></p>
<p>Vor über zehn Jahren änderte der Sommer der Migration das Leben für tausende Menschen (auf der Flucht oder nicht) und prägte die Debatten über Flucht, Grenzen und Solidarität in Deutschland und Europa. Seitdem waren Grenzregime in Bewegung, Spielräume wurden geöffnet und wieder begrenzt, Gesetze wurden verschärft, Grenzen stärker kontrolliert. Gleichzeitig gibt es überall in Brandenburg Initiativen, die sich Freiräume erstreiten und solidarische Praxis leben. Die Website <a href="https://2015remembered.org/">2015remembered.org</a> versammelt verschiedene persönliche Perspektiven aus Brandenburg auf den „Sommer der Migration“. Am 28. Mai bringen wir Migrationsforschung und Initiativen aus Brandenburg miteinander ins Gespräch.</p>
<p>Der Migrationswissenschaftler Bernd Kasparek (TU Delft) nimmt uns mit auf eine Reise durch die letzten elf Jahre in Deutschland und Europa, von Aufbruch-stimmung während des Sommers der Migration bis zu Asylrechtsverschärfungen und dem Gemeinsame Europäische Asylsystem (GEAS). Wie kommt es zur zunehmend restriktiven Asylpolitik und wie würde es anders gehen?</p>
<p>Im zweiten Teil zoomen wir nach Brandenburg: Wo stehen wir heute, mehr als ein Jahrzehnt später? Welche Schritte bringen uns trotz allem einer solidarischen Migrationsgesellschaft in Brandenburg näher? Brandenburger Selbstorganisationen geflüchteter Menschen, Initiativen und Projekte berichten von aktuellen Kämpfen, neuen Projekten und ihrer Sicht auf die Lage.</p>
<p>Herzlich eingeladen sind alle, die sich politisch, ehrenamtlich, wissenschaftlich oder beruflich mit Asyl und gutem Ankommen in Brandenburg (oder darüber hinaus) beschäftigen.</p>
<p><strong>Wir freuen uns auf Euer Kommen!</strong></p>
<p><strong>Anmeldung:</strong><br />
Die Sitzung findet online via Zoom statt.<br />
Die Zugangsdaten schicken wir auf Anfrage gerne zu.<br />
Kontakt: <a href="mailto:info@fluechtlingsrat-brandenburg.de">info(at)fluechtlingsrat-brandenburg.de</a> oder<a href="mailto:fg-soziologie@b-tu.de"><u> fg-soziologie(at)b-tu.de</u></a><br />
(Hinweis: Eine Aufzeichnung der Sitzung ist nicht gestattet.)</p>
<p><strong>Veranstaltet von:</strong><br />
<em>Flüchtlingsrat Brandenburg, Cluster „Konflikte um Demokratie und Migration“ im Zentrum für Strukturwandel und Regionalentwicklung (ZeStuR) und Projekt VASiB an der BTU Cottbus-Senftenberg</em></p>
<p>Diese Veranstaltung wird gefördert durch:</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-57100" src="https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/wp-content/uploads/2026/05/logo1-300x132.png" alt="" width="223" height="98" srcset="https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/wp-content/uploads/2026/05/logo1-300x132.png 300w, https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/wp-content/uploads/2026/05/logo1.png 342w" sizes="(max-width: 223px) 100vw, 223px" /><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-56977" src="https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/wp-content/uploads/2026/04/masgz-logo-rgb-1-261x300.png" alt="" width="93" height="107" /><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-57101" src="https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/wp-content/uploads/2026/05/logo2-300x120.png" alt="" width="300" height="120" /></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Schmerlenbacher Erklärung zum Flüchtlingsschutz</title>
		<link>https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/schmerlenbacher-erklaerung-zum-fluechtlingsschutz/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=schmerlenbacher-erklaerung-zum-fluechtlingsschutz</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Client Default]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Apr 2026 11:12:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vom 22. bis 24. April trafen sich mehr als 60 Mitglieder der Bundesarbeitsgemeinschaft PRO ASYL in Schmerlenbach und diskutierten über die Angriffe auf Menschenrechte, Flüchtlingsrechte und den Rechtsstaat und entwickelten wirksame Handlungsstrategien. Dabei entstand außerdem die Schmerlenbacher Erklärung zum Flüchtlingsschutz, veröffentlich von Pro Asyl. Schmerlenbacher Erklärung zum Flüchtlingsschutz Der Flüchtlingsschutz wird heute in Deutschland und [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vom 22. bis 24. April trafen sich mehr als 60 Mitglieder der Bundesarbeitsgemeinschaft PRO ASYL in Schmerlenbach und diskutierten über die Angriffe auf Menschenrechte, Flüchtlingsrechte und den Rechtsstaat und entwickelten wirksame Handlungsstrategien.</p>
<p>Dabei entstand außerdem die <a href="https://www.proasyl.de/news/schmerlenbacher-erklaerung-zum-fluechtlingsschutz/">Schmerlenbacher Erklärung zum Flüchtlingsschutz,</a> veröffentlich von Pro Asyl.</p>
<p><strong>Schmerlenbacher Erklärung zum Flüchtlingsschutz</strong></p>
<p>Der Flüchtlingsschutz wird heute in Deutschland und Europa in seinen Grundfesten angegriffen und Stück für Stück demontiert. Menschenrechte, die als völkerrechtliche Errungenschaft erkämpft wurden, werden politisch relativiert, administrativ ausgehöhlt und an den Grenzen gebrochen. Schutzsuchende werden nicht mehr als Menschen mit Rechten behandelt, sondern zunehmend als Sicherheitsproblem, das abgewehrt und ausgelagert werden soll. Lagerunterbringung, Drittstaatsmodelle, alltägliche Gewalt an den Grenzen und eine Politik der Härte verschieben die Maßstäbe. Staatliche Kontrolle wird sichtbar inszeniert, während der Schutz der Menschenwürde zurücktritt.</p>
<p>Wir halten dagegen: Das Recht auf Asyl und der Schutz vor Zurückweisung sind nicht verhandelbar. Non-Refoulement, der Zugang zu einem fairen Verfahren, der Schutz vor Entrechtung an den Grenzen sowie die Bindung staatlichen Handelns an Recht und Menschenwürde gehören zum Fundament eines demokratischen Rechtsstaats.<br />
Menschenrechte kennen keine Herkunft; sie sind unteilbar. Wer sie unter dem Vorwand vermeintlicher Krisen aushebelt, um kurzfristige politische Vorteile zu erzielen, beschädigt die Demokratie und das europäische Projekt.</p>
<p>Wir weigern uns, die Entrechtung Schutzsuchender als neue Normalität hinzunehmen. Wir widersprechen einer Politik, die Leid und Tod an den Grenzen hinnimmt und die Aushöhlung von Recht als Handlungsfähigkeit verkauft. Rechtsbindung ist kein Hindernis. Flüchtlingsschutz ist kein Gnadenakt, sondern eine rechtliche, politische und moralische Verpflichtung.</p>
<p>Europa beschädigt seine eigene Legitimität, wenn es die Fundamente preisgibt, auf denen es nach 1945 errichtet wurde. Artikel 2 des EU-Vertrags ist keine bloße Dekoration, sondern bildet den normativen Kern der Europäischen Union: Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte. Diese Prinzipien sind die unveräußerlichen Leitplanken unseres Handelns. Dazu gehören die Charta der Grundrechte der Europäischen Union, die Genfer Flüchtlingskonvention, die Europäische Menschenrechtskonvention sowie weitere internationale Menschenrechtsabkommen, etwa im Bereich der Frauen- und Kinderrechte.</p>
<p>Mit der wachsenden Härte gegenüber Schutzsuchenden nehmen auch die Angriffe auf jene zu, die Rechte verteidigen, humanitäre Hilfe leisten und Rechtsverstöße dokumentieren. Zivilgesellschaftliche Organisationen, Ehrenamtliche und Seenotretter*innen geraten zunehmend unter Druck. Solidarität wird unter Verdacht gestellt, Hilfe kriminalisiert, Engagement diffamiert. Das sind Angriffe auf zivilgesellschaftliches Handeln und auf den lebendigen Kern demokratischer Gesellschaften.</p>
<p>Diesen Angriffen stellen wir uns bewusst, konsequent und solidarisch entgegen. Wir kämpfen für das Recht auf Schutz, ein Leben in Würde und Glück. Wir benennen Rechtsbrüche, verteidigen Schutzrechte, unterstützen Betroffene, schaffen Öffentlichkeit und wenden uns gegen jede Politik, die auf Abschreckung, Ausgrenzung und Entwürdigung setzt. Wir sind dort präsent, wo Schutz verweigert wird. Und wir handeln solidarisch, wo Angst und politische Härte Menschen zum Schweigen bringen sollen.</p>
<p>Unsere Antwort auf autoritäre Anmaßungen, Entsolidarisierung und Härte lautet: Vernetzung in Deutschland und Europa statt Vereinzelung. Gemeinsame Handlungskraft statt Resignation. Wir benennen die Realität, wie sie ist: Es geht um Menschenleben, um reales Leid und um die Verteidigung einer offenen und demokratischen Gesellschaft. Gerade wenn politisch Verantwortliche versagen und Menschenrechte opportunistisch aushöhlen, braucht es eine starke und unüberhörbare Zivilgesellschaft.</p>
<p>Schmerlenbach, 24. April 2026</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Pressestatement: Abschiebung Afghanistan</title>
		<link>https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/pressestatement-abschiebung-afghanistan/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=pressestatement-abschiebung-afghanistan</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Client Default]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Apr 2026 15:19:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als unterzeichnende Flüchtlingsräte sind wir erneut entsetzt über die nunmehr unverhohlene direkte Zusammenarbeit zwischen den deutschen Behörden und dem Taliban Regime.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div id="isPasted" data-page="1">
<div>
<div>
<div id="isPasted">
<p>Potsdam, den 28.04.2026</p>
<p class="default">Als unterzeichnende Flüchtlingsräte sind wir erneut entsetzt über die nunmehr unverhohlene <strong>direkte Zusammenarbeit</strong> <strong>zwischen den deutschen Behörden und dem Taliban Regime.</strong></p>
<p class="default">Die heutige Abschiebung aus insgesamt 13 Bundesländern sowie die geplante Vorführung vor &#8222;Botschaftspersonal&#8220; der Taliban von Menschen aus Afghanistan in einer BAMF Außenstelle beweisen, wovor wir lange gewarnt haben: <strong>die deutsche Bundesregierung erkennt die Taliban als legitime Regierung und Gesprächspartner an. </strong></p>
</div>
<div>
<p class="default"><strong>Wir fordern ein Ende der direkten und auch indirekten Kooperation mit den Taliban sowie ein bundesweites Abschiebeverbot nach Afghanistan. </strong></p>
<p class="default">Bayerischer Flüchtlingsrat<br />
Hessischer Flüchtlingsrat<br />
Flüchtlingsrat Baden-Württemberg<br />
Flüchtlingsrat Berlin<br />
Flüchtlingsrat Bremen<br />
Flüchtlingsrat Hamburg<br />
Flüchtlingsrat Niedersachsen<br />
Flüchtlingsrat Nordrhein- Westfalen<br />
Flüchtlingsrat Rheinland-Pfalz<br />
Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt<br />
Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein<br />
Förderverein des Brandenburgischen Flüchtlingsrates<br />
Sächsischer Flüchtlingsrat</p>
<div id="isPasted" data-page="1">
<div>
<div>
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</div>
</div>
</div>
<div data-page="2">
<div>
<div>
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</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
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<div>
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</div>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Stellungnahme zum geplanten Landesintegrationsgesetz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Client Default]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Apr 2026 13:12:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist ein laufendes Projekt der Landesregierung, auf der Grundlage der Evaluierung des bestehenden Landesaufnahmegesetzes ein neues Landesintegrationsgesetz zu erarbeiten. Dabei gilt: Brandenburg ist eine Migrationsgesellschaft. Migration prägt dauerhaft gesellschaftliche Realität und demokratisches Zusammenleben – ein zeitgemäßes Gesetz muss dieser Realität gerecht werden. Die neue Gesetzesinitiative bietet insofern zugleich die Herausforderung als auch die Chance, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p align="justify">Es ist ein laufendes Projekt der Landesregierung, auf der Grundlage der Evaluierung des bestehenden Landesaufnahmegesetzes ein neues Landesintegrationsgesetz zu erarbeiten.<br />
Dabei gilt: <strong>Brandenburg ist eine Migrationsgesellschaft. Migration prägt dauerhaft gesellschaftliche Realität und demokratisches Zusammenleben – ein zeitgemäßes Gesetz muss dieser Realität gerecht werden.</strong> Die neue Gesetzesinitiative bietet insofern zugleich die Herausforderung als auch die Chance, die integrationspolitische Ausrichtung des Landes grundlegend neu auszurichten.</p>
<p align="justify">Wir nehmen diese Ausgangslage zum Anlass, einen konstruktiven Impuls in die laufende Debatte einzubringen und auf ein <strong>progressives, weltoffenes Integrations- und Partizipationsgesetz für das Land Brandenburg</strong> hinzuwirken</p>
<p align="justify">Unsere vollständige Stellungnahme zu dem Gesetzesvorhaben gibt es <a href="https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/wp-content/uploads/2026/04/Stellungnahme-des-Fluechtlingsrates-zum-Integrationsgesetz.pdf">hier.</a></p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Einladung zur offenen Sitzung Mittwoch, 29.04.2026 &#124; online</title>
		<link>https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/einladung-zur-offenen-sitzung-mittwoch-29-04-2026-online/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=einladung-zur-offenen-sitzung-mittwoch-29-04-2026-online</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Client Default]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Apr 2026 07:33:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Termine]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Medizinische Versorgung geflüchteter /migrierter Menschen ohne bzw. mit eingeschränktem Krankenversicherungsschutz: Einladung zur offenen Sitzung am Mittwoch, 29.04.2026 von 16:00 - 18:00 Uhr &#124; online</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;" data-original-font-size="18px"><strong>OFFENE SITZUNG April</strong></p>
<p style="text-align: center;" data-original-font-size="18px"><strong>Medizinische Versorgung geflüchteter /migrierter Menschen </strong><strong>ohne bzw. mit eingeschränktem Krankenversicherungsschutz</strong></p>
<p style="text-align: center;" data-original-font-size="18px"><strong>Mittwoch, 29.04.2026 | 16–18 Uhr | online</strong></p>
<p style="text-align: center;" data-original-font-size="18px"><span style="color: #ff8000;"><span style="font-family: Calibri, sans-serif;"><span style="font-size: large;"><b>***<i>Achtung: Diese offene Sitzung beginnt ausnahmsweise bereits um 16 Uhr</i>***</b></span></span></span></p>
<p>Viele Menschen, darunter auch Geflüchtete und Migrant:innen, leben in Deutschland ohne bzw. mit eingeschränktem Krankenversicherungsschutz. Rechtliche Regelungen, bürokratische Hürden und finanzielle Notlagen – die Gründe hierfür sind vielfältig. Rassismus im Gesundheitssystem verschärft die Situation zusätzlich. In der Praxis zeigt sich dadurch immer wieder, dass Geflüchtete und Migrant:innen ihr Recht auf gesundheitliche Versorgung nicht verlässlich in Anspruch nehmen können. Insbesondere für Menschen ohne geregelten Aufenthaltsstatus sind Zugänge zu Gesundheitsleistungen stark erschwert, mitunter gar nicht gegeben. Sozialämter, zuständig für die Ausstellung eines Behandlungsscheins, sind für sie keine passende Anlaufstelle. Aufgrund der geltenden Übermittlungspflichten für öffentliche Stellen sind diese verpflichtet, ratsuchende Personen ohne gültige Aufenthaltspapiere an die Ausländerbehörde zu melden.</p>
<p>Erschwerend kommt hinzu: Im Gegensatz zu anderen Bundesländern gibt es in Brandenburg keine andere niedrigschwellige Anlaufstelle für Menschen, die keinen Zugang zur Regelversorgung haben.</p>
<p>Wir möchten diese offene Sitzung nutzen, um zu klären, wieso Menschen ohne Krankenversicherungsschutz leben und wie sichergestellt werden kann, dass sie medizinisch gut versorgt werden. Weiter wollen wir zur rechtlichen Lage für involvierte Fachkräfte (Ärzt:innen, Verwaltungsmitarbeitende, Sozialarbeitende, etc.) informieren und darlegen, welche Möglichkeiten es gibt, um Ratsuchende direkt zu unterstützen.</p>
<p>Als Inputgeberin haben wir hierzu Carolin Ochs von KV-Fragen* eingeladen. Sie wird mit uns den rechtlichen Kontext beleuchten, Praxiswissen teilen sowie aktuelle Schwierigkeiten darlegen.</p>
<p>Gerne möchten wir auch eure Berichte und Erfahrungen aus den Landkreisen hören und darüber ins Gespräch kommen, wie häufig sich Menschen aus Brandenburg ohne gesicherte medizinische Versorgung an euch wenden und mit welchen Problemen sie in die Beratung kommen.</p>
<p>Bringt gerne eure Fragen zum Thema mit oder sendet sie vorab an <a href="mailto:info@fluechtlingsrat-brandenburg.de">info@fluechtlingsrat-brandenburg.de</a></p>
<p>Wir freuen uns auf den Austausch!</p>
<p>* KV Fragen ist ein <a href="http://www.kv-fragen.de/">Informationsportal</a> für Menschen ohne Krankenversicherung und deren Berater:innen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p data-original-font-size="18px"><strong>Anmeldung:</strong><br />
Die Sitzung findet online via Zoom statt.<br />
Die Zugangsdaten schicken wir auf Anfrage gerne zu.<br />
Kontakt: <a>info@fluechtlingsrat-brandenburg.de</a><br />
(Hinweis: Eine Aufzeichnung der Sitzung ist nicht gestattet.)</p>
<p data-original-font-size="18px">Gefördert durch:</p>
<p data-original-font-size="18px"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone  wp-image-56977" src="https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/wp-content/uploads/2026/04/masgz-logo-rgb-1-261x300.png" alt="" width="112" height="129" /></p>
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			</item>
		<item>
		<title>PRO ASYL und Flüchtlingsräte der Bundesländer zum Besuch von Ahmed al-Scharaa: Keine Abschiebedeals auf dem Rücken von Menschenrechten!</title>
		<link>https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/pro-asyl-und-fluechtlingsraete-der-bundeslaender-zum-besuch-von-ahmed-al-scharaa-keine-abschiebedeals-auf-dem-ruecken-von-menschenrechten/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=pro-asyl-und-fluechtlingsraete-der-bundeslaender-zum-besuch-von-ahmed-al-scharaa-keine-abschiebedeals-auf-dem-ruecken-von-menschenrechten</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Client Default]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Mar 2026 13:47:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/?p=56952</guid>

					<description><![CDATA[<p>PRO ASYL und Landesflüchtlingsräte kritisieren den für den heutigen Montag geplanten Empfang des syrischen Machthabers Ahmed al-Scharaa durch die Bundesregierung scharf. Selbst nach den Massakern in Syrien an Alawit*innen, Drus*innen, Kurd*innen und anderen Minderheiten empfängt die Bundesregierung einen Mann, dessen Truppen an schwersten Menschenrechtsverbrechen beteiligt sind. „Es ist ein fataler Widerspruch, wenn sich deutsche Politikerinnen [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="postdate">
<p><strong>PRO ASYL und Landesflüchtlingsräte kritisieren den für den heutigen Montag geplanten Empfang des syrischen Machthabers Ahmed al-Scharaa durch die Bundesregierung scharf. Selbst nach den Massakern in Syrien an Alawit*innen, Drus*innen, Kurd*innen und anderen Minderheiten empfängt die Bundesregierung einen Mann, dessen Truppen an schwersten Menschenrechtsverbrechen beteiligt sind.</strong></p>
<blockquote><p>„<em>Es ist ein fataler Widerspruch, wenn sich deutsche Politikerinnen und Politiker auf Menschenrechte berufen, gleichzeitig aber mit Akteuren kooperieren, die schwere Menschenrechtsverletzungen zu verantworten haben“, </em>erklärt Emily Barnickel vom Flüchtlingsrat Berlin. <em>„Eine solche Politik trägt zur Normalisierung von Gewaltregimen bei und untergräbt den Schutz von Geflüchteten</em>.“</p>
<p>„<em>Die Gespräche mit dem islamistischen Übergangspräsidenten drohen vor allem, eine zynische und völlig realitätsferne Rückführungsdebatte in Deutschland zu befeuern. Notwendige Kooperationen beim Wiederaufbau in Syrien müssen an klare menschenrechtliche Standards und den wirksamen Schutz von Minderheiten geknüpft werden</em>“, so Karl Kopp, Geschäftsführer von PRO ASYL.</p></blockquote>
<p><strong>Empfang von al-Scharaa legitimiert dessen Herrschaft</strong><br />
Während in Berlin über den Wiederaufbau Syriens und die Abschiebung von geflüchteten Syrer*innen verhandelt wird, wächst die Gewalt gegen marginalisierte Bevölkerungsgruppen in dem Land: Kurd*innen, Jesid*innen, Drus*innen, Alawit*innen und LGBTQIA+-Personen sind von Vertreibung, Gewalt und Zerstörung ziviler Infrastruktur betroffen. Auch wenn Teile der Bundesregierung krampfhaft versuchen, ein anderes Bild zu zeichnen: Syrien ist auch über ein Jahr nach dem Sturz des Assad-Regimes <a href="https://www.proasyl.de/material/positionspapier-syrien/" target="_blank" rel="nofollow noopener">nicht sicher</a>.</p>
<p>Die Landesflüchtlingsräte und PRO ASYL warnen vor einer solchen Zusammenarbeit ohne wirksame menschenrechtliche Bedingungen: Sie führt zur politischen Legitimation eines Regimes, welches weiterhin für Gewalt und Vertreibung von religiösen oder ethnischen Gruppen sowie LGBTQIA+-Personen steht.</p>
<p>Das Signal, das die Bundesregierung mit ihren Bemühungen um Abschiebungen und mit dem Empfang von al-Scharaa an die syrische Community in Deutschland sendet, ist fatal und ausgrenzend: „Um euch loszuwerden, ist uns jedes Mittel recht.“ Diese Syrienpolitik beschädigt das Vertrauen bei Hunderttausenden von Menschen, die in Deutschland Schutz gesucht haben und längst Teil dieser Gesellschaft geworden sind.</p>
<p><strong>Die Landesflüchtlingsräte und PRO ASYL fordern von der Bundesregierung:</strong><br />
1. Einen sofortigen und <strong>uneingeschränkten Abschiebestopp nach Syrien</strong>.<br />
Abschiebungen in ein Land, in dem weiterhin Massaker unter Beteiligung der Truppen des Machthabers stattfinden können und die humanitäre Lage katastrophal ist, sind mit den internationalen und europäischen Menschenrechtsverpflichtungen unvereinbar.</p>
<p>2. <strong>Keine Ablehnungen im Asylverfahren</strong> von syrischen Schutzsuchenden und <strong>mindestens Schutz für Angehörige von Minderheiten</strong>.<br />
Das Bundesamt muss bei den Asylanträgen, bei denen Bedrohung oder Verfolgung klar erkennbar sind, zeitnah entscheiden und Schutz zuerkennen. Das gilt für Angehörige ethnischer und religiöser Minderheiten sowie für Menschen weiterer vulnerabler Gruppen. Bei Asylanträgen anderer Personengruppen sollte das Bundesamt abwarten und keine Asylanträge ablehnen, solange die Situation in Syrien so unsicher ist.</p>
<p>3. <strong>Keine Widerrufsverfahren</strong>, solange Unterdrückung, Gewalt und Menschenrechtsverletzungen anhalten.</p>
<p>4. <strong>Keine politische Normalisierung</strong> oder <strong>diplomatische Aufwertung von Akteuren</strong>, die für schwere Menschenrechtsverletzungen verantwortlich sind.</p>
<p>5. Eine Syrien-Politik, <strong>die sich</strong> nicht an kurzfristiger migrationspolitischer Abschreckung, sondern <strong>an Menschenrechten, Schutz und langfristiger Stabilität orientiert</strong>.</p>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Offener Brief von 188 Organisationen an Unionsparteien und EVP: Keine Zusammenarbeit mit der extremen Rechten im Europaparlament</title>
		<link>https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/offener-brief-von-188-organisationen-an-unionsparteien-und-evp-keine-zusammenarbeit-mit-der-extremen-rechten-im-europaparlament/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=offener-brief-von-188-organisationen-an-unionsparteien-und-evp-keine-zusammenarbeit-mit-der-extremen-rechten-im-europaparlament</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Client Default]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Mar 2026 13:38:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/?p=56933</guid>

					<description><![CDATA[<p>In einem Offenen Brief an die Vorsitzenden von CDU, CSU und der EVP-Fraktion fordern 188 Organisationen die Unionsparteien und die Europäische Volkspartei auf, jede Zusammenarbeit mit der extremen Rechten im Europäischen Parlament auszuschließen.</p>
<p>The post <a href="https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/offener-brief-von-188-organisationen-an-unionsparteien-und-evp-keine-zusammenarbeit-mit-der-extremen-rechten-im-europaparlament/">Offener Brief von 188 Organisationen an Unionsparteien und EVP: Keine Zusammenarbeit mit der extremen Rechten im Europaparlament</a> appeared first on <a href="https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de">Flüchtlingsrat Brandenburg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrter Herr CDU-Bundesvorsitzender, sehr geehrter Herr Merz, sehr geehrter Herr CSU-Parteivorsitzender, sehr geehrter Herr Dr. Söder, sehr geehrter Herr EVP-Fraktionsvorsitzender, sehr geehrter Herr Weber,</p>
<p>mit großer Sorge lesen wir die Berichte über die enge inhaltliche Abstimmung der EVP-Fraktion mit Abgeordneten rechtsextremer Fraktionen im Innenausschuss des<br />
Europäischen Parlaments.</p>
<p>Die Vorgänge unterlaufen die von CDU und CSU betonte klare Abgrenzung gegenüber der extremen Rechten in der parlamentarischen Praxis. Die von Ihnen selbst gesetzte rote Linie, keine Absprachen mit rechtsextremen Kräften zu treffen, wurde hier eindeutig überschritten. Wir erinnern eindringlich an Ihre eigenen Versprechen: Wahren Sie demokratische Grundsätze – Europa zuliebe und mit Blick auf die innenpolitischen Herausforderungen.</p>
<p>Mit der extremen Rechten ist ein Europa der Freiheit, der Menschenwürde und der Rechtsstaatlichkeit nicht zu haben. Mit ihrer Programmatik eines nationalen „Europas der Vaterländer” legt die extreme Rechte die Lunte an das europäische Projekt, für das christlich-demokratische Kräfte nach 1945 eingehend geworben und das sie mit aufgebaut haben.</p>
<p>Wir begrüßen Ihre öffentliche Kritik an den bekannt gewordenen Vorgängen ausdrücklich. Entscheidend ist nun, daraus die richtigen politischen Konsequenzen zu ziehen.</p>
<p>Am 26. März haben Sie die Möglichkeit, ein klares Signal zu setzen: Die EVP kann im Plenum gegen den Beschluss des Innenausschusses zur Rückführungsverordnung stimmen und an den Verhandlungstisch mit den demokratischen Fraktionen zurückkehren.</p>
<p>Demokratie bedeutet Austausch, Verhandlungen und Kompromisse. Dabei muss aber unverrückbar feststehen: Menschenrechte sind nicht teilbar, Rechtsstaatlichkeit gilt für alle. Die europäische Asyl- und Migrationspolitik darf diese Grundsätze nicht unterlaufen.</p>
<p>Genau hier, bei der Achtung der Menschenrechte, liegen jedoch die großen Schwächen des vorliegenden Entwurfs der Rückführungsverordnung. Insbesondere die geplanten Abschiebungszentren außerhalb der EU, selbst für Familien mit Kindern, sowie die Ausweitung der Abschiebungshaft bergen erhebliche Risiken für die Wahrung grundlegender Rechte nach der EU-Grundrechtecharta.</p>
<p>Wir appellieren daher an Sie,<br />
– die Abgrenzung zur extremen Rechten auch im europäischen Kontext klar und verbindlich sicherzustellen,<br />
– den vorliegenden Entwurf der Rückführungsverordnung in seiner jetzigen Form nicht weiterzuverfolgen und<br />
– sich für eine Asyl- und Migrationspolitik einzusetzen, die rechtsstaatlichen und menschenrechtlichen Standards konsequent verpflichtet bleibt.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen<br />
Unterzeichnende Organisationen (24. März 2026)</p>
<p><strong>Bundesorganisationen</strong><br />
ACCICE<br />
Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF)<br />
AWO Bundesverband e. V.<br />
Borderline-Europe -Menschenrechte ohne Grenzen e.V.<br />
Bundes Roma Verband e.V.<br />
Bundesfachverband Minderjährigkeit und Flucht (BuMF) e.V.<br />
Bundesfachverband zur Unterstützung von Menschen in Abschiebehaft (BUMAH)<br />
Der Paritätische Gesamtverband<br />
Deutscher Frauenrat<br />
Flüchtlingshilfe Iran e.V. 2010<br />
FORUM MENSCHENRECHTE. Netzwerk deutscher Menschenrechtsorganisationen<br />
GermanDream<br />
Handicap International e.V.<br />
Hand in Hand #WirSindDieBrandmauer<br />
HÁWAR.help<br />
Jesuiten-Flüchtlingsdienst Deutschland<br />
Kabul Luftbrücke<br />
Kein Bock auf Nazis e.V.<br />
LSVD+ &#8211; Verband Queere Vielfalt<br />
matteo &#8211; Kirche und Asyl e.V.<br />
medica mondiale<br />
medico international<br />
MISSION LIFELINE International<br />
Neue Richter*innenvereinigung<br />
Ökum. Bundesarbeitsgemeinschaft Asyl in der Kirche e.V.<br />
Penager e.V., die bundesweite Online-Beratungsstelle für Geflüchtete<br />
PRO ASYL Bundesarbeitsgemeinschaft BAG<br />
Radikaldemokratisches Bildungswerk e.V.<br />
Republikanischer Anwältinnen &#8211; und Anwälteverein e.V. (RAV)<br />
Roma Center e.V.<br />
Save the Children Deutschland<br />
SOLWODI Deutschland e.V.<br />
SOS Humanity<br />
Stiftung gegen Rassismus<br />
Teachers for Future Germany e.V.<br />
Terre des Hommes<br />
United4Rescue – Gemeinsam Retten e.V.<br />
Verband binationaler Familien und Partnerschaften, iaf e.V.<br />
Yezidisches Forum e.V.<br />
#LeaveNoOneBehind</p>
<p><strong>Landesorganisationen</strong><br />
Abschiebehaftberatung Nord<br />
AWO Landesverband Bayern e.V.<br />
Bayerischer Flüchtlingsrat<br />
Berliner VVN-BdA e.V.<br />
Diakonie Hessen<br />
Elisi Evi e.V.<br />
Etehad e.V.<br />
Flüchtlingsrat Berlin e.V.<br />
Flüchtlingsrat Brandenburg e.V.<br />
Flüchtlingsrat Hamburg e.V.<br />
Flüchtlingsrat Mecklenburg-Vorpommern e.V.<br />
Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V.<br />
Flüchtlingsrat NRW e.V.<br />
Flüchtlingsrat RLP e.V.<br />
Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt e.V.<br />
Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e.V.<br />
Flüchtlingsrat Thüringen e. V.<br />
Förderung der Bewährungshilfe in Hessen e.V.<br />
Hessischer Flüchtlingsrat<br />
Initiativausschuss für Migrationspolitik in Rheinland-Pfalz<br />
Interkulturelles Beratungs- und Begegnungs Centrum IBBC e.V.<br />
kargah e.V.<br />
Landesintegrationsrat NRW<br />
lifeline &#8211; Vormundschaftsverein im Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e.V.<br />
MigraNetz Thüringen e.V.<br />
PASSAGE gemeinnützige Gesellschaft für Arbeit und Integration mbH<br />
PLANB Ruhr gGmbH<br />
Sächsischer Flüchtlingsrat e.V.<br />
SozDia Stiftung Berlin<br />
Teachers for Future Niedersachsen</p>
<p><strong>Lokale Organisationen</strong><br />
AHF – AIDS-Hilfe Frankfurt e.V.<br />
Ak Asyl Friedrichsdorf e.V.<br />
Akademische Bildungsplattform e.V.<br />
Akm Lüdenscheid e.V<br />
Alevitische Gemeinde Hamm &amp; Umgebung e.V.<br />
Angekommen Wiesbaden e.V.<br />
Arbeit und Bildung e.V.<br />
Arbeitskreis Asyl Cuxhaven e. V.<br />
Arbeitskreis Kritische Jurist*innen Bremen<br />
Attac Regionalgruppe Essen<br />
Ausbildung statt Abschiebung (AsA) e.V.<br />
AWO Bezirksverband Niederrhein e.V.<br />
Beirat für Migration und Integration Kusel<br />
Bellevue di Monaco eG<br />
biku gGmbH<br />
Bündnis &#8222;Neunkirchen für Vielfalt&#8220;<br />
Bündnis für Toleranz und Menschenrechte im Landkreis Regensburg e.V.<br />
Bunt statt Braun e.V. Forchheim<br />
Bürgerinitiative ´Cadenberge Hilft`<br />
Café International Büchenbeuren<br />
CEC-Connect e.V.<br />
Demokratie-Werkstadt-RE<br />
Der Kinderschutzbund Herzogtum Lauenburg<br />
Deutsch-Türkischer Verein Köln e.V.<br />
Die AnStifter e.V. Stuttgart<br />
&#8222;die anticapitalistas&#8220; das rote songduo aus der wesermarscher wesermarsch<br />
eine welt netz oberhausen<br />
Ezidische Akademie<br />
FAPRIK<br />
Flüchtlingshilfe Schönkirchen e.V.<br />
Flüchtlingsinitiative Lohmar-Siegburg e.V.<br />
Flüchtlingsrat Düsseldorf<br />
Flüchtlingsrat Krefeld e.V.<br />
Flüchtlingsrat Oberhausen e.V.<br />
Flüchtlingsrat Velbert e.V.<br />
Förderverein Flüchtlingshilfe Andernach e.V.<br />
Frauenzentrum Rüsselsheim e.V.<br />
Freundeskreis Asyl Denzlingen e.V.<br />
Freundeskreis Asyl Schwäbisch Hall<br />
Für ein Buntes Trier &#8211; gemeinsam gegen Rechts e.V.<br />
Gemeinnützige Gesellschaft zur Unterstützung Asylsuchender (GGUA) e. V.<br />
Helferkreis Asyl Worms e.V.<br />
Hürther Brücke der Kulturen e.V.<br />
I Have Rights e.V.<br />
IBIS &#8211; Interkulturelle Arbeitsstelle für Forschung, Dokumentation, Bildung und<br />
Beratung e.V.<br />
IMAG e.V. &#8211; Initiative für eine menschenfreundliche Aufnahme Geflüchteter<br />
Initiative für Kinder, Jugend und Gemeinwesenarbeit e.V.<br />
Initiative Mehrsprachigkeit e.V.<br />
Initiative Neue Nachbarn Rudolstadt<br />
InitiativGruppe &#8211; Interkulturelle Begegnung und Bildung e.V.<br />
Institut für angewandte Kulturforschung e.V., ifak<br />
INTERKULTURELLES BILDUNGSZENTRUM „UNIVERSUM“ e.V. IBU<br />
Interkulturelles Frauenzentrum SUSI<br />
Internationaler Kulturkreis Moers e.V.<br />
Jugendmigrationsdienst Nordfriesland<br />
Kölner Flüchtlingsrat e.V.<br />
Kölner Verbund der Migrantenorganisationen (KVMO) e.V.<br />
kulturgrenzenlos e.V.<br />
LEADERSHIP RHEIN-MAIN gUG<br />
Lernen fördern e.V., Kreisverband Steinfurt<br />
LIGA &#8211; Leininger Initiative gegen Ausländerfeindlichkeit<br />
Marler Flüchtlingsinitiative (MARLFIN)<br />
MediNetz &#8211; Essen e.V.<br />
Migrantinnentreff Gülistan<br />
MTK gegen Rechts<br />
Multikulturelles Zentrum Trier<br />
Münchner Flüchtlingsrat<br />
Netzwerk Asyl und Integration<br />
Netzwerk Flüchtlingshilfe Freudenberg<br />
Netzwerk für Flüchtlinge Rödermark<br />
Netzwerk Kirchenasyl Sachsen<br />
Nürnberger Menschenrechtszentrum (NMRZ)<br />
Offen! Für eine solidarische Gesellschaft<br />
Ökumenische Flüchtlingshilfe Rhein-Ahr e.V.<br />
Omas gegen Rechts Forchheim<br />
OMAS GEGEN RECHTS Frankfurt Uffbasse<br />
OMAS GEGEN RECHTS SAAR<br />
PAHN – Politische Arbeitsgemeinschaft Helferkreise Region Nürnberg<br />
Parteiübergreifende Initiative JHQ<br />
PaSo gGmbH<br />
Planerladen gGmbH<br />
Queeres Zentrum Wiesbaden e.V.<br />
Refugee Law Clinic Bonn e.V.<br />
Refugee Law Clinic Bremen<br />
Refugee Law Clinic Cologne e. V.<br />
Refugee Law Clinic Hannover e.V.<br />
Refugee Law Clinic Kiel e.V.<br />
Refugee Law Clinic Konstanz e.V.<br />
Refugio München<br />
Refugium e.V. Braunschweig<br />
Rom e.V. &#8211; Roma-Selbstorganisation für Teilhabe, Bildung und Kultur<br />
SC Aleviten Paderborn e.V.<br />
Seebrücke Berlin<br />
Seebrücke Bochum<br />
Seebrücke Brühl<br />
Seebrücke Detmold<br />
Seebrücke Essen<br />
Seebrücke Gronau<br />
Seebrücke Köln<br />
Seebrücke Krefeld<br />
Seebrücke Neustadt/Wstr.<br />
Seebrücke Osnabrück<br />
Signale e.V./polit. Chor<br />
SOFRA Queer Migrants e.V.<br />
Stadtteilarbeit e.V.<br />
STATTwerke e.V.<br />
Sub e.V. &#8211; Schwul-Queeres Zentrum München<br />
Turkuaz e.V.<br />
Türöffner e.V.<br />
Verband der ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer*innen Bayern unserVETO<br />
Verein &#8222;Leben in der Fremde e.V.&#8220; seit 1986<br />
wif e.V. &#8211; Begegnung &amp; Beratung<br />
Willkommen in der Moselstraße<br />
Wir packen&#8217;s an e.V.<br />
WiW &#8211; Bürgerinitiative Willkommen in Wöllstein e.V.<br />
Zaki &#8211; Bildung und Kultur e.V.<br />
Zentrum für Demokratie und Menschenrechte e.V ZDM</p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>PRO ASYL und Landesflüchtlingsräte kritisieren systematische Zerschlagung von Unterstützungsstrukturen für Geflüchtete</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Mar 2026 10:36:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Landesflüchtlingsräte und PRO ASYL warnen vor einer kalkulierten und systematischen Zerstörung von zivilgesellschaftlichen Unterstützungsstrukturen für Geflüchtete. Dazu gehören die Kürzungen bei Integrationskursen ebenso wie die vorgesehene Streichung der unabhängigen Asylverfahrensberatung.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Landesflüchtlingsräte und PRO ASYL warnen vor einer kalkulierten und systematischen Zerstörung von zivilgesellschaftlichen Unterstützungsstrukturen für Geflüchtete. Dazu gehören die Kürzungen bei Integrationskursen ebenso wie die vorgesehene Streichung der unabhängigen Asylverfahrensberatung.<br />
</strong><strong><br />
</strong>Der Abbau unabhängiger Beratungsangebote ist keine zufällige politische Entscheidung. Er ist Ausdruck eines umfassenden Angriffs auf gesellschaftliche Teilhabe und demokratische Strukturen – auf nationaler wie auf europäischer Ebene. Und das bei gleichzeitig wachsendem Beratungsbedarf von Geflüchteten, denn die Schutzquote beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) sinkt deutlich, trotz einer massiven Ausweitung von Konflikten und Kriegen in zahlreichen Herkunftsländern.<br />
<strong><br />
</strong>&#8222;<em>Unabhängige Asylverfahrensberatung ist kein Zusatzangebot, sondern eine zentrale Voraussetzung für faire und funktionierende Verfahren. Wer diese Strukturen abbaut, greift in die Funktionsfähigkeit des Rechtsstaats ein</em>&#8222;, sagt Helen Rezene, Geschäftsführerin von PRO ASYL. Damit werden gezielt die Rechte von Menschen geschwächt, die ohnehin zu den verletzlichsten Gruppen gehören. Der Schutz gesellschaftlicher Minderheiten ist jedoch Teil der demokratischen DNA und unverzichtbar für einen funktionierenden Rechtsstaat.</p>
<p>&#8222;<em>Besonders alarmierend ist, dass der gesetzliche Anspruch auf unabhängige Beratung zwar formal laut Paragraf 12a Asylgesetz besteht, in der Praxis jedoch faktisch auf Null gedreht wird</em>&#8222;, so Leonie Melk vom Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein beim bundesweiten Treffen von Landesflüchtlingsräten und PRO ASYL in Kiel.<br />
<strong><br />
</strong>Diese Entwicklung steht exemplarisch für den systematischen Abbau zivilgesellschaftlicher Infrastruktur. Wenn bei der Vorbereitung auf ein komplexes und existentielles Verfahren und möglicherweise fehlerhaften Bescheiden gleichzeitig die Beratung wegbricht, wird effektiver Rechtsschutz faktisch unmöglich. Hinzu kommen strukturelle Probleme: Chaos im Asylverfahren und eine massive Zunahme von Klagen sind absehbare Konsequenzen.<br />
<strong><br />
</strong>Diese Politik hindert Schutzsuchende zudem daran, an der Gesellschaft teilzuhaben, verschärft Ausgrenzung und Unsicherheit und verursacht individuelles Leid.<br />
<strong><br />
Die Landesflüchtlingsräte und PRO ASYL fordern:</strong></p>
<ul>
<li>eine flächendeckende, unabhängige Asylverfahrensberatung</li>
<li>Integrationskurse für alle Schutzsuchenden</li>
<li>eine dauerhafte finanzielle Absicherung der Beratungs- und Unterstützungsstrukturen</li>
</ul>
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