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	<title>Resettlement Archive - Flüchtlingsrat Brandenburg</title>
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		<title>Appell an die Innenminister*innen: Landesaufnahmeprogramme für Flüchtlinge jetzt!</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Jun 2020 08:59:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>PRO ASYL, Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, Jugendliche ohne Grenzen und Landesflüchtlingsräte fordern anlässlich der Innenministerkonferenz vom 17.-19. Juni 2020 die Aufnahme von geflüchteten Menschen aus europäischen und außereuropäischen Flüchtlingslagern Die Aufnahmezusage von bis zu 400 Minderjährigen und ihrer Angehörigen aus den griechischen Elendslagern nach Deutschland – so begrüßenswert sie im Einzelfall ist – ist nichts [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>PRO ASYL, Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, Jugendliche ohne Grenzen und Landesflüchtlingsräte fordern anlässlich der Innenministerkonferenz vom 17.-19. Juni 2020 die Aufnahme von geflüchteten Menschen aus europäischen und außereuropäischen Flüchtlingslagern</strong></p>
<p>Die Aufnahmezusage von bis zu 400 Minderjährigen und ihrer Angehörigen aus den griechischen Elendslagern nach Deutschland – so begrüßenswert sie im Einzelfall ist – ist nichts mehr als ein Tropfen auf dem heißen Stein. Die Kapazitäten der EU-Hotspots sind um ein Vielfaches überschritten (31.891 Schutzsuchende bei einer Kapazität von 6.095 Plätzen, Stand 05.06.2020), es gibt weder ausreichende sanitäre Anlagen noch eine funktionierende Gesundheitsversorgung.</p>
<p>Unter den Schutzsuchenden auf den Inseln befinden sich etliche Menschen mit familiären Beziehungen in Deutschland. Ihre Aufnahme ist kein humanitärer Gnadenakt, sondern eine rechtliche Verpflichtung, der Deutschland und weitere EU-Staaten nachkommen müssen. Zusätzlich bietet die Dublin-III-Verordnung die Möglichkeit, die Aufnahme Schutzsuchender aus humanitären Gründen zu veranlassen. Diese muss auch weiterhin in Griechenland, sowie im zentralen Mittelmeer zur Aufnahme von Bootsflüchtlingen genutzt werden.</p>
<p>Seit zwei Jahren gibt es in Deutschland breit vorgetragene Forderungen um die Aufnahme von Schutzsuchenden. Demonstrationen, zivilgesellschaftliche Initiativen und Regierungsmitglieder verschiedener Bundesländer haben die Aufnahmebereitschaft bestätigt.</p>
<p>Weltweit gibt es laut dem UN-Flüchtlingshilfswerk 1,44 Millionen besonders schutzbedürftige Flüchtlinge, die dringend einen Aufnahmestaat brauchen. Hierzu zählen u.a. Überlebende von Folter, kranke Menschen, Kinder, die alleine auf der Flucht sind und alleinstehende Frauen. Doch die zur Verfügung stehenden Aufnahmeplätze im Rahmen des UN-Resettlement-Programms sind viel zu gering. Generell gibt es kaum sichere und legale Zugangswege nach Deutschland und Europa. Anstatt per Flugzeug einreisen zu können, müssen Schutzbedürftige den lebensgefährlichen Weg über das Mittelmeer antreten oder andere Fluchtrouten nehmen. Nach offiziellen Zahlen sind im vergangenen Jahr auf dem Mittelmeer mindestens 1.885 Menschen gestorben und innerhalb Europas kamen weitere 148 Personen ums Leben. Noch mehr Menschen verlieren ihr Leben auf dem Weg durch die Sahara.</p>
<p><strong>Dieses Sterben muss ein Ende haben. Ein Mittel hierfür sind sichere und legale Zugangswege</strong>. PRO ASYL begrüßt deshalb, dass es in Berlin, Brandenburg, Thüringen, Hamburg und Schleswig-Holstein aktuell noch Landesaufnahmeprogramme für Syrer*innen gibt. Im Rahmen des UN-Resettlement-Programms hat Deutschland zugesagt, 5.500 Personen aus Ägypten, Jordanien, Kenia, Libanon, Niger und der Türkei aufzunehmen. Gerade die Aufnahmen aus der Türkei im Rahmen des EU-Türkei-Deals zeigen deutlich, was humanitäre Aufnahmeprogramme nicht sein dürfen: Legitimation für Grenzschließungen und für die Verweigerung des Zugangs zum individuellen Recht auf Asyl in Europa. Stattdessen müssen sich die Aufnahmezusagen Deutschlands am durch den UNHCR ermittelten Bedarf orientieren.</p>
<p><strong>PRO ASYL, Jugendliche ohne Grenzen,</strong> <strong>Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und Landesflüchtlingsräte fordern die Aufnahme einer signifikanten Anzahl von geflüchteten Menschen aus dem außereuropäischen Ausland und aus europäischen Flüchtlingslagern nach Deutschland: </strong></p>
<ul>
<li>Die Bundesländer sollten entsprechende <strong>Landesaufnahmeprogramme</strong> gemäß § 23 Abs. 1 AufenthG einrichten. Bezüglich einer Aufnahme aus Griechenland sollten hierfür insbesondere auch Personen mit familiären Beziehungen nach Deutschland berücksichtigt werden.</li>
<li>Die Bundesregierung sollte aktuell <strong>Familienzusammenführungen</strong> im Rahmen der Dublin-III-Verordnung ermöglichen und diese im Falle einer Verfristung aufgrund des hohen Stellenwerts der Familie und des Kindeswohls trotzdem umsetzen. Dies gilt auch für Familienzusammenführung aus Drittstaaten.</li>
<li>Darüber hinaus sollte die Bundesregierung <strong>aus humanitären Gründen</strong> über Art. 17 Abs. 2 Dublin-III-Verordnung auch weitere Schutzsuchende aus Griechenland und Bootsflüchtlinge aus Mittelmeerstaaten aufnehmen.</li>
<li>Die Bundesregierung sollte die <strong>humanitären Aufnahmeprogramme</strong> und <strong>Resettlement-Plätze</strong> ausbauen.</li>
</ul>
<p>Die vollständigen Anliegen von PRO ASYL zur Innenministerkonferenz vom 17.-19. Juni 2020 finden Sie <a href="http://proasyl.gu-marketingsuite.com/lt.php?s=8b9b73e1fff9a373a1bcc22876b5bda0&amp;i=101A213A8A1158">hier</a>. Für Presseanfragen an <strong>PRO ASYL</strong> wenden Sie sich bitte an: <a href="mailto:presse@proasyl.de">presse@proasyl.de</a></p>
<p>Geflüchtete Jugendliche der Initiative <strong>»Jugendliche ohne Grenzen«</strong> veranstalten anlässlich der Innenministerkonferenz ein Protest- und Kulturprogramm, das von zahlreichen Organisationen unterstützt wird. Mehr Informationen finden sich unter: <a href="http://proasyl.gu-marketingsuite.com/lt.php?s=793d62618a2a807408b767f792fd812d&amp;i=100A212A8A1148">www.jogspace.net</a>. Für Presseanfragen an Jugendliche ohne Grenzen, wenden Sie sich bitte an: <a href="mailto:presse@jogspace.net">presse@jogspace.net</a></p>
<p>Für Presseanfragen an den <strong>Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge</strong> wenden Sie sich bitte an: Tobias Klaus, <a href="mailto:t.klaus@b-umf.de">t.klaus@b-umf.de</a></p>
<p>Für Presseanfragen an den <strong>Flüchtlingsrat Thüringen</strong>, wenden Sie sich bitte an: Ellen Könneker und Martin Arnold, <a href="mailto:presse@fluechtlingsrat-thr.de">presse@fluechtlingsrat-thr.de</a>, Tel: 0176/ 56 94 13 31. Informationen und Aktionen zur IMK 2020 in Erfurt finden Sie unter: <a href="https://www.fluechtlingsrat-thr.de/imk2020">https://www.fluechtlingsrat-thr.de/imk2020</a></p>
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		<title>Pressemitteilung: Geflüchtete Minderjährige aus Griechenland aufnehmen &#8211; noch vor dem Winter!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Client Default]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Nov 2019 12:58:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Flüchtlingsrat Brandenburg wendet sich gemeinsam mit einem breiten Bündnis verschiedener Organisationen in einem Appell an die Landes- und Bundespolitik mit der Forderung, noch bis Dezember mindestens 1.000 unbegleitete Kinder und Jugendliche aus Griechenland in Deutschland aufzunehmen. Der Flüchtlingsrat ruft die Brandenburger Landesregierung an, ihrem Versprechen aus dem Koalitionsvertrag, sich für die Aufnahme von besonders [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="moz-signature">Der Flüchtlingsrat Brandenburg wendet sich gemeinsam mit einem breiten Bündnis verschiedener Organisationen in einem <a href="https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/wp-content/uploads/2019/11/Appell_UMF-Aufnahme-Griechenland.pdf">Appell an die Landes- und Bundespolitik</a> mit der Forderung, noch bis Dezember mindestens 1.000 unbegleitete Kinder und Jugendliche aus Griechenland in Deutschland aufzunehmen.</div>
<div></div>
<div class="moz-signature">Der Flüchtlingsrat ruft die Brandenburger Landesregierung an, ihrem Versprechen aus dem <a href="https://www.rbb24.de/politik/wahl/Landtagswahl/beitraege/koalitionsvertrag-brandenburg-2019.file.html/Koalitionsvertrag_Endfassung.pdf">Koalitionsvertrag</a>, sich für die Aufnahme von besonders schutzbedürftigen Flüchtlingen einzusetzen, mit der Aufnahme von geflüchteten Minderjährigen aus Griechenland jetzt Taten folgen zu lassen!</div>
<div class="moz-signature">
<div class="moz-signature"></div>
<div class="moz-signature">Zum Hintergrund:</div>
</div>
<div class="moz-signature"></div>
<div class="moz-signature">
<p>Bundesinnenminister Seehofer hat den Vorstoß vom Niedersächsischen Innenminister Boris Pistorius, unbegleitete minderjährige Geflüchtete aus griechischen „Hotspots“ in Deutschland aufzunehmen, am vergangenen Dienstag zurückgewiesen. Aus seiner Sicht unterstütze Deutschland Griechenland  bereits mit technischen und finanziellen Mitteln wie auch der Vermittlung von Know-How. Der von Seehofer vorgeschlagene „Kompromiss“ zur Frage einer Aufnahme von 1000 unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen aus Griechenland ist aus Sicht des Flüchtlingsrates empörend. Für 50 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge sollen die Verfahren nun beschleunigt und bei 94 weiteren die Zusammenführung mit Familienangehörigen in Deutschland in die Wege geleitet werden.</p>
<p>„Das Angebot des Bundesinnenministers, 144 Kindern einen Nachzug zu ihren Familien zu ermöglichen, auf den sie ohnehin einen rechtlichen Anspruch hätten, ist nicht mehr als ein Feigenblatt“, erklärt dazu Lotta Schwedler vom Flüchtlingsrat Brandenburg. „Die betroffenen Kinder brauchen Hilfe, keine Placebos.“</p>
<p>Derzeit befinden sich ca. 4.100 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge auf den griechischen Inseln, davon nur ca. 1000 in kinder- und jugendgerechten Unterbringungsplätzen. Alle Minderjährigen, die nicht hier untergebracht sind – also über 3.000 Kinder und Jugendliche –, leben unter katastrophalen Bedingungen auf der Straße, in Flüchtlingslagern für Erwachsene, sie befinden sich in „Schutzhaft“ oder leben in Zelten oder unter Planen in den Hotspots auf den griechischen Inseln. Hier sind sie ungeschützt vor Gewalt und Ausbeutung, leiden an mangelhafter Versorgung und erhalten kaum anderweitige pädagogische oder rechtliche Unterstützung.</p>
<p>Die Beschleunigung bereits laufender Verfahren von 50 Minderjährigen ist wichtig und dringend notwendig für die betroffenen Kinder und Jugendlichen, doch angesichts der ausufernden kindesrechtsverletzenden Dimensionen in Griechenland und des nahenden Winters eine lächerliche Zahl und als Affront zu werten &#8211; zumal es sich überwiegend um Verfahren handelt, die bereits über Monate verschleppt wurden und bei denen die Minderjährigen schon längst einen Rechtsanspruch auf Familienzusammenführung haben.</p>
<p>Es scheint grotesk, dass in Deutschland Einrichtungen trotz vorhandener Kapazitäten und Fachpersonal schließen müssen, weil nicht genügend umF untergebracht werden, während über 3.000 Kinder und Jugendliche in Griechenland unter absoluter Missachtung des Kindeswohls unter schlimmsten Umständen verharren müssen.</p>
</div>
<div class="moz-signature"><b> </b></div>
<div class="moz-signature">Mit einem zusätzlichen <a href="https://b-umf.de/p/call-to-action-kampagne-wirhabenplatz/">Musterschreiben</a> im Rahmen der Kampagne #WirHabenPlatz können sich Organisationen, Verbände, Jugendhilfeträger und Einzelpersonen an Landes- und Bundespolitiker_innen wenden und den Appell mit unterstützen.</div>
<div class="moz-signature"></div>
<div class="moz-signature">Pressekontakt</div>
<div class="moz-signature">Lotta Schwedler 0176 21 42 5057</div>
<p>The post <a href="https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/pm-gefluechtete-minderjaehrige-aus-griechenland-aufnehmen-noch-vor-dem-winter/">Pressemitteilung: Geflüchtete Minderjährige aus Griechenland aufnehmen &#8211; noch vor dem Winter!</a> appeared first on <a href="https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de">Flüchtlingsrat Brandenburg</a>.</p>
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