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	<title>Härtefallkommission Archive - Flüchtlingsrat Brandenburg</title>
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	<title>Härtefallkommission Archive - Flüchtlingsrat Brandenburg</title>
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		<title>Workshop zur Härtefallkommission auf dem Stop Deportation Protest-Camp am 04.06. ab 10 Uhr</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Jun 2023 12:29:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Termine]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>An diesem Wochenende findet das STOP DEPORTATION! Protest-Camp (1.-6. Juni 2023) statt. Am Montag bieten wir dort gemeinsam mit dem Berliner Flüchtlingsrat einen Workshop zum Thema Härtefallkommission an. Die Härtefallkommission bietet über den Paragraph 23a AufenthG die Möglichkeit für einen Aufenthalt &#8222;aus besonderen humanitären oder personlichen Gründen&#8220;. Doch wie funktioniert das eigentlich in Brandenburg und [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>An diesem Wochenende findet das <b>STOP DEPORTATION! Protest-Camp (1.-6. Juni 2023)</b> statt.</p>
<p>Am Montag bieten wir dort gemeinsam mit dem Berliner Flüchtlingsrat einen <b>Workshop zum Thema Härtefallkommission</b> an.</p>
<p>Die Härtefallkommission bietet über den Paragraph 23a AufenthG die Möglichkeit für einen Aufenthalt &#8222;aus besonderen humanitären oder personlichen Gründen&#8220;.</p>
<ul>
<li dir="auto">Doch wie funktioniert das eigentlich in Brandenburg und Berlin? Wer ist Mitglied?</li>
<li dir="auto">Wer kann einen Antrag einreichen?</li>
<li dir="auto">Welche Fälle können dort eingereicht werden?</li>
<li dir="auto">Was sind die Formalitäten?</li>
<li dir="auto">Was sind Härtegründe?</li>
<li dir="auto">Wie ist der genaue Ablauf?</li>
<li dir="auto">Wie bereite ich den Härtefallantrag vor?</li>
<li dir="auto">Welche Aufgaben kann ich als Unterstützer*in übernehmen?</li>
<li dir="auto">Was soll ich dabei beachten?</li>
</ul>
<div dir="auto">Diese und weitere Fragen wollen wir mit euch in dem Workshop diskutieren.</div>
<div dir="auto"></div>
<div dir="auto">Ein Blick ins <b>Gesamtprogramm des Camps</b> lohnt sich: <a class="moz-txt-link-freetext" href="https://abschiebezentrumverhindern.noblogs.org/camp-2023/program/de/">https://abschiebezentrumverhindern.noblogs.org/camp-2023/program/de/</a></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wir freuen uns über Eure Teilnahme am Camp, der Demonstration am Montag und unserem Workshop.</p>
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		<title>Brandenburger Härtefallkommission kritisiert Innenminister Schröters Entscheidungspraxis</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Client Default]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Nov 2019 12:06:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Mitglieder der Brandenburger Härtefallkommission wenden sich in einem offenen Brief an Innenminister Schröter und kritisieren unter anderem dessen Ablehnungsquote, die in den letzten Monaten sogar bei 50% lag. Die Härtefallkommission des Landes Brandenburg besteht seit 2005 und arbeitet auf der Grundlage von §23a des Aufenthaltsgesetzes sowie der Härtefallkommissionsverordnung. In ihr sind die Kirchen, kommunale [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Mitglieder der Brandenburger Härtefallkommission wenden sich in einem <a href="https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/wp-content/uploads/2019/11/Offener-Brief_Härtefallkommission.pdf">offenen Brief</a> an Innenminister Schröter und kritisieren unter anderem dessen Ablehnungsquote, die in den letzten Monaten sogar bei 50% lag.</p>
<p>Die Härtefallkommission des Landes Brandenburg besteht seit 2005 und arbeitet auf der Grundlage von §23a des Aufenthaltsgesetzes sowie der Härtefallkommissionsverordnung. In ihr sind die Kirchen, kommunale Vertreterinnen und Vertreter, die Liga der Wohlfahrtsverbände, der Flüchtlingsrat Brandenburg, das Ministeriu für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie sowie die Integrationsbeauftragte<br />
vertreten. (www.mik.brandenburg.de/haertefallkommission).</p>
<p>Link zum Brief: <a href="https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/wp-content/uploads/2019/11/Offener-Brief_Härtefallkommission.pdf">https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/wp-content/uploads/2019/11/Offener-Brief_Härtefallkommission.pdf</a><br />
Informationen zur Arbeit der Härtefallkommission:<a href="https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/wp-content/uploads/2009/10/leitfaden-hfk-internet.pdf">https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/wp-content/uploads/2009/10/leitfaden-hfk-internet.pdf</a> <a href="https://mik.brandenburg.de/sixcms/detail.php/924755">https://mik.brandenburg.de/sixcms/detail.php/924755</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Menschenwürde. Teilhabe. Solidarität: Flüchtlingsrat veröffentlicht Forderungen an die neue Landesregierung</title>
		<link>https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/menschenwuerde-teilhabe-solidaritaet-fluechtlingsrat-veroeffentlicht-forderungen-an-die-neue-landesregierung/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=menschenwuerde-teilhabe-solidaritaet-fluechtlingsrat-veroeffentlicht-forderungen-an-die-neue-landesregierung</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[ivana]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Aug 2019 05:00:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Anlässlich der anstehenden Landtagswahl in Brandenburg legt der Flüchtlingsrat einen umfangreichen Forderungskatalog vor. Die wichtigsten Eckpunkte gibt es hier. Der Flüchtlingsrat zeigt der künftigen Landesregierung konkrete Handlungsoptionen für eine Verbesserung der Lebens- und Aufnahmebedingungen von geflüchteten Menschen in Brandenburg auf. Das Land hat in der vergangenen Legislaturperiode die Zahl der Beratungsstellen für Geflüchtete erhöht, sich [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Anlässlich der anstehenden Landtagswahl in Brandenburg legt der Flüchtlingsrat einen <a href="https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/wp-content/uploads/2019/08/Forderungskatalog-2019_FR-Brandenburg-1.pdf">umfangreichen Forderungskatalog</a> vor. Die wichtigsten Eckpunkte gibt es <a href="https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/wp-content/uploads/2019/08/Eckpunkte_Forderungen-2019_FR-Brandenburg-3.pdf">hier</a>.<span id="more-18805"></span><br />
Der Flüchtlingsrat zeigt der künftigen Landesregierung konkrete Handlungsoptionen für eine Verbesserung der Lebens- und Aufnahmebedingungen von geflüchteten Menschen in Brandenburg auf. Das Land hat in der vergangenen Legislaturperiode die Zahl der Beratungsstellen für Geflüchtete erhöht, sich für Aufnahmeprogramme eingesetzt und Anstrengungen unternommen, Zugänge zu Arbeit und Ausbildung zu vereinfachen. Aus der Sicht des Flüchtlingsrats Brandenburg muss jedoch noch mehr dafür getan werden, dass allen Geflüchteten eine gleichberechtigte Teilhabe von Anfang an gewährleistet wird.<br />
Wir fordern eine menschenwürdige und bedarfsorientierte Aufnahme, faire Asylverfahren, eine schnellstmögliche Verteilung in die Landkreise und einen selbstverständlichen Zugang zu eigenem Wohnraum. Die neue Regierung muss künftig die landeseigenen Spielräume besser zu Gunsten der Betroffenen ausschöpfen. Grundsätzlich braucht es im Land Brandenburg eine Flüchtlingspolitik, die sich nicht an dem Schema «positive und schlechte Bleibeprognose» ausrichtet, sondern für Bleibeperspektiven und Teilhabe steht und sich damit eindeutig gegen rechte Hetze und Rassismus positioniert.<br />
„<em>Wir appellieren an die zukünftige Landesregierung, sich für eine den Grund- und Menschenrechten verpflichtete Flüchtlingspolitik einzusetzen. Wir erwarten, dass sie sich entschieden gegen Rechtspopulismus und für eine flüchtlingsfreundliche und solidarische Gesellschaft stark macht</em>“, so Katharina Müller vom Flüchtlingsrat Brandenburg.<br />
<a href="https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/wp-content/uploads/2019/08/2019-08-28_PM-Forderungskatalog_FR-BB.pdf">Pressemitteilung als pdf</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>PM: Von der Willkommens- zur Abschiebekultur</title>
		<link>https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/pm-von-der-willkommens-zur-abschiebekultur/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=pm-von-der-willkommens-zur-abschiebekultur</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[ivana]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Feb 2017 11:43:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Potsdam, 15. Februar 2017 *Bundesweite Abschiebezentrale in Potsdam und Missachtung der Entscheidungen der Härtefallkommission: Von der Willkommens- zur Abschiebekultur* Bund und Länder beabsichtigen, in Brandenburg eine Abschiebezentrale einzurichten. Ministerpräsident Woidke begrüßt öffentlich die Einrichtung dieser Logistikstelle für Sammelabschiebungen – trotz berechtigter Kritik seines Koalitionspartners, der Partei DIE LINKE. Während sich die Landesregierung öffentlich zum Thema [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Potsdam, 15. Februar 2017<br />
*Bundesweite Abschiebezentrale in Potsdam und Missachtung der Entscheidungen der Härtefallkommission:<br />
Von der Willkommens- zur Abschiebekultur*<br />
Bund und Länder beabsichtigen, in Brandenburg eine Abschiebezentrale einzurichten. Ministerpräsident Woidke begrüßt öffentlich die Einrichtung dieser Logistikstelle für Sammelabschiebungen – trotz berechtigter Kritik seines Koalitionspartners, der Partei DIE LINKE. Während sich die Landesregierung öffentlich zum Thema Abschiebungen nach Afghanistan nicht positioniert, schafft sie mit der Potsdamer Abschiebezentrale Tatsachen. Mit diesem klaren Zeichen für eine repressive Abschiebepolitik reiht sie sich ein in den Kreis populistischer Scharfmacherei, die einfache Problemlösungen und Sammelabschiebungen propagiert.<span id="more-16137"></span><br />
Der Landesregierung sollte sehr wohl bewusst sein, dass es neben fehlender Dokumente, deren Beschaffung zukünftig in das Aufgabenprofil der zentralen Logistikstelle fallen soll, viele Gründe dafür gibt, dass Menschen trotz einer Ablehnung des Asylgesuchs nicht in Herkunfts- oder Durchgangsländer zurückkehren können – weder in vermeintlich sichere Herkunftsregionen in Afghanistan noch in einige überlastete EU-Länder wie Griechenland oder Ungarn, wo Flüchtlinge systematisch inhaftiert werden. Auch aus humanitären, medizinischen, familiären und persönlichen  Gründen werden Abschiebungen in der Praxis häufig nicht durchgeführt. Dies zeigt, dass es Mängel im Schutzsystem gibt. Abschiebezentren sollen jedoch abschotten und Druck auf Menschen ausüben, das Land zu verlassen, damit sie ihre Möglichkeiten zur weiteren Aufenthaltssicherung nicht wahrnehmen.<br />
Anstatt Abschiebezentren einzurichten und Flüchtlinge weiterhin nach Italien und ab März auch nach Griechenland abzuschieben, sollte Deutschland seine Energien darauf verwenden, den Verpflichtungen aus dem Relocation-Programm, das im September 2015 von der Europäischen Union verabschiedet wurde, nachzukommen. Von der zugesagten Aufnahme von über 27.400 Personen sind bisher lediglich etwa 2000 in Deutschland angekommen. Bleiben rund 25.400 Menschen, die bis Herbst diesen Jahres noch aufgenommen werden müssen.<br />
Menschen außer Landes schaffen zu wollen, findet in der zunehmenden Missachtung des Innenministers gegenüber der Brandenburger Härtefallkommission seine Entsprechung. Innenminister Schröter hat in den vergangen beiden Jahren etwa ein Drittel der von der Kommission befürworteten Ersuchen abgelehnt, was eine traurige Bilanz darstellt. Die Statistik zeigt, dass besonders Familien von den negativen Entscheidungen des Ministers betroffen sind. Mit seinem Verhalten unterscheidet sich dieser Innenminister deutlich von seinen Vorgängern. Die Härtefallkommission Brandenburg wurde 2005 installiert. In den Jahren 2005–2014 wurden 137 Ersuchen an den jeweiligen Innenminister gestellt. Nur sechs, also 4% wurden abgelehnt.<br />
Erst im Dezember hat Innenminister Schröter wieder ein Ersuchen der Härtefallkommission abgelehnt. Im Fall einer vierköpfigen albanischen Familie sprach sich die Kommission für ein Bleiberecht nach der Härtefallregelung (§23a AufentG) aus und richtete ein entsprechendes Ersuchen an den Innenminister. Der Familienvater befand sich in psychiatrischer Behandlung, die minderjährige Tochter wurde wegen einer schweren Angststörung psychotherapeutisch behandelt. Der Kinder- und Jugendgesundheitsdienst sah nach einer Stellungnahme des Sozialpädiatrischen Zentrums die Gefahr der Kindeswohlgefährdung beim Ausbleiben oder Abbruch einer psychotherapeutischen Behandlung. Dennoch lehnte der Minister das Ersuchen der Kommission ab und setzte damit seine harte Linie fort.<br />
Lang und sorgfältig debattierten Entscheidungen der Kommission, die einen humanitären Einzelfall begründen und auf Grundlage der verabschiedeten Härtefallkommissionsverordnung (HFKV) getroffen werden, misst der Innenminister keine Bedeutung bei. Stattdessen nimmt er nach eigenem Gutdünken eine Bewertung der Fälle vor und entscheidet nach persönlichem Maßstab. Damit spricht er der Kommission die Kompetenz ab und stellt zum wiederholten Mal ihre Arbeit und Funktion in Frage. Diese Entscheidungspraxis unterläuft eine bundesgesetzlich verankerte Regelung, die aus persönlichen und humanitären Gründen ein Bleiberecht ausdrücklich vorsieht.<br />
Der Flüchtlingsrat Brandenburg drängt darauf, dass wohlbedachte und sorgfältig getroffene Entscheidungen der Härtefallkommission durch den Innenminister gewürdigt werden. Seine Alleingänge und sachlich nicht gerechtfertigten Entscheidungen müssen ein Ende haben und dürfen nicht länger schweigend geduldet werden. Der Flüchtlingsrat sieht hier insbesondere auch den Koalitionspartner in der Pflicht.<br />
Außerdem fordert der Flüchtlingsrat das Land auf, endlich entschiedener von bestehenden Bleiberechtsregelungen Gebrauch zu machen und der restriktiven Abschiebemaschinerie eine Absage zu erteilen.<br />
Wir hoffen, dass es weiterhin Kräfte in der Landesregierung gibt, die sich den Prinzipien einer humanitären und menschenrechtsbasierten Flüchtlingspolitik verpflichtet fühlen und die darauf hinwirken, dass sich Brandenburg nicht vor den Karren der neuen Abschiebekultur der Kanzlerin und des Bundesinnenministers spannen lässt.<br />
Kontakt: Lotta Schwedler<br />
<a href="mailto:schwedler@fluechtlingsrat-brandenburg.de">schwedler@fluechtlingsrat-brandenburg.de</a>, Tel.: 0176-21425057<br />
<a href="https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/wp-content/uploads/2017/02/2017-02-15_PM-Abschiebezentrale-und-HFK_Fluechtlingsrat-Brandenburg.pdf">Pressemitteilung als pdf</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>PM: Richtungswechsel im Brandenburger Innenministerium &#8211; Minister Schröter übergeht in Gutsherrenart zivilgesellschaftliches Engagement und die Arbeit der Härtefallkommission</title>
		<link>https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/pm-richtungswechsel-im-brandenburger-innenministerium-minister-schroeter-uebergeht-in-gutsherrenart-zivilgesellschaftliches-engagement-und-die-arbeit-der-haertefallkommission/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=pm-richtungswechsel-im-brandenburger-innenministerium-minister-schroeter-uebergeht-in-gutsherrenart-zivilgesellschaftliches-engagement-und-die-arbeit-der-haertefallkommission</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[ivana]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Apr 2016 17:42:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Innenminister Schröter hat für zwei Familien aus Forst und Potsdam trotz hunderter Unterschriften, Briefe und Stellungnahmen die Ersuchen der Härtefallkommission abgelehnt. Beide Familien – Roma aus Serbien – sind bestens integriert und in der hiesigen Gesellschaft verankert. MitschülerInnen, LehrerInnen, NachbarInnen, Kirchenmitglieder und BürgerInnen aus Forst und Potsdam haben sich geäußert und eingemischt. Alle appellieren, den [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Innenminister Schröter hat für zwei Familien aus Forst und Potsdam trotz hunderter Unterschriften, Briefe und Stellungnahmen die Ersuchen der Härtefallkommission abgelehnt. Beide Familien – Roma aus Serbien – sind bestens integriert und in der hiesigen Gesellschaft verankert.</em><br />
MitschülerInnen, LehrerInnen, NachbarInnen, Kirchenmitglieder und BürgerInnen aus Forst und Potsdam haben sich geäußert und eingemischt. Alle appellieren, den Familien ein dauerhaftes Bleiberecht zu gewähren. Es sind die Stimmen aus der Zivilgesellschaft – oft von der Landesregierung für ihre engagierte Arbeit mit Geflüchteten gelobt – die hier übergangen und offenbar nicht gehört werden, wenn es um das Aufenthaltsrecht geht.<span id="more-15156"></span><br />
Stattdessen liegt der Entscheidung des Innenministers ganz offensichtlich zugrunde, dass beide Familien eine in seinen Augen zu kurze Aufenthaltszeit hätten und aus Serbien kommen und damit aus einem so genannten sicheren Herkunftsland. Damit führt der Innenminister die Arbeit der Härtefallkommission ad absurdum. Migrations- und ordnungspolitische Erwägungen, die aktuellen bundesgesetzlichen Asylrechtsverschärfungen zugrunde liegen, dürften die Arbeit der Härtefallkommission nicht berühren. Die bundesrechtlichen Verschärfungen im Hinblick auf die sicheren Herkunftsländer zielen pauschal auf schnellere Abschiebungen ganzer Gruppen, während es Aufgabe der Härtefallkommission ist, den Einzelfall unabhängig von Herkunft und Aufenthaltsdauer zu betrachten und zu erörtern.<br />
Mit seinen Entscheidungen, im Fall von Menschen aus sicheren Herkunftsstaaten gegen die Kommission zu stimmen, konterkariert der Innenminister die Arbeit der Härtefallkommission und stellt sie somit grundsätzlich in Frage. Menschen aus sicheren Herkunftsstaaten können in der Regel gar keine lange Aufenthaltszeit in Deutschland haben. Umso beachtlicher ist es, wenn sie in dieser vergleichbar kurzen Zeit eine starke Verankerung in der örtlichen Gesellschaft erreichen. Insofern kann auch bei ihnen in einer kurzen Zeit ein besonderer Härtefall vorliegen, der für eine Aufenthaltsgewährung relevant wäre.<br />
Es geht bei den Überlegungen der Härtefallkommission weder um den Herkunftsstaat noch um Aufenthaltszeiten, sondern um das persönliche Schicksal der Menschen. Wird dies bei Menschen aus sicheren Herkunftsstaaten nicht beachtet, wird ihnen grundsätzlich die Einzelfallprüfung im Härtefallverfahren verwehrt. Das widerspricht dem auf dem humanitären Einzelfall basierenden Ansatz der Härtefallkommission.<br />
Trotz relativ kurzer Aufenthaltsdauer von zwei bzw. drei Jahren haben es die Familien Novaković und Brkić in außergewöhnlicher Weise geschafft, aktive Mitglieder der örtlichen Gesellschaft zu werden. Sie sind berufstätig, ehrenamtlich aktiv, dolmetschen und unterstützen andere Geflüchtete. Sie sind Mitglieder im Sportverein und interkulturellen Initiativen, die Kinder der Familie Novaković sind in der Schule längst integriert und gehen erstmals gern und mit einem Gefühl der Sicherheit zur Schule. Beide Familien haben zahlreiche UnterstützerInnen, FreundInnen und NachbarInnen gewonnen, die sie unterstützen und nun gegen die Entscheidung des Ministers protestieren.<br />
Vor diesem Hintergrund ist es absurd, dass kurz nach Ende der &#8222;Dekade der Romainklusion&#8220;, in der sich die Europäische Union mit verschiedenen Programmen um die Inklusion von Roma bemüht hat, Kinder, die sich hier bestens in Schulleben und Kita integriert haben, in die Perspektivlosigkeit abgeschoben werden sollen – mit der Folge, eine Schule nicht mehr besuchen zu können.<br />
Mit seiner Gutsherrenart wischt der Innenminister die Integrationsbemühungen zahlreicher Menschen einfach zur Seite und stellt sich für die vielen höflichen, aber auch fassungslosen Briefe von Ehrenamtlichen, LehrerInnen, ArbeitgeberInnen, FreundInnen und NachbarInnen taub. Einerseits positioniert er sich gegen rechte Übergriffe, andererseits torpediert er die Arbeit eben jener Menschen, die sich im Land Brandenburg gegen Rechts und für die Aufnahme von Flüchtlingen engagieren und häufig das Bollwerk gegen rechte Hetze vor Ort bilden. So kann keine Integration geflüchteter Menschen gelingen, so wird ein grundfalsches Signal in die Gesellschaft gesendet.<br />
Wir fordern die Landesregierung und den Innenminister auf, den Familien Novaković und Brkić ein dauerhaftes Bleiberecht zu gewähren und sie nicht aus dem Kreis ihrer neuen FreundInnen und NachbarInnen zu reißen.<br />
Die Kinder dürfen nicht aus der Schule bzw. Kita und ihrem gewohnten Umfeld genommen und dahin abgeschoben werden, wo sie wieder Diskriminierung und Anfeindungen ausgesetzt wären.<br />
Wir fordern eine vorbehaltlose Prüfung des humanitären Einzelfalls in der Härtefallkommission, unabhängig von Herkunftsstaat und ordnungspolitischen Überlegungen.<br />
Pressekontakt:<br />
Manuela Kohlbacher, Flüchtlingsnetzwerk Forst, 0160 960 289 23<br />
Daniel Zeller, Stadtteilnetzwerk Potsdam-West, 0176 241 964 21<br />
Barbara Domke, Beratungsstelle DW Elbe-Elster, 0176 100 734 93<br />
Ivana Domazet, Flüchtlingsrat Brandenburg, 0176 314 835 47<br />
<a href="https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/wp-content/uploads/2016/07/15_04_PM_Richtungswechsel-im-Brandenburger-Innenministerium_HFK.pdf">Pressemitteilung als PDF</a></p>
<p>The post <a href="https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/pm-richtungswechsel-im-brandenburger-innenministerium-minister-schroeter-uebergeht-in-gutsherrenart-zivilgesellschaftliches-engagement-und-die-arbeit-der-haertefallkommission/">PM: Richtungswechsel im Brandenburger Innenministerium &#8211; Minister Schröter übergeht in Gutsherrenart zivilgesellschaftliches Engagement und die Arbeit der Härtefallkommission</a> appeared first on <a href="https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de">Flüchtlingsrat Brandenburg</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>PM: Familie Novakovic aus Forst droht die Abschiebung – Minister Schröter missachtet Kinderrechte</title>
		<link>https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/familie-novakovic/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=familie-novakovic</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[ivana]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Mar 2016 13:22:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Innenminister Schröter entscheidet gegen Härtefallkommission und Engagement vieler BürgerInnen. Die bestens integrierte Familie Novakovic soll nach seinem Willen aus Forst abgeschoben werden, Kinderrechte werden bei der Entscheidung nicht berücksichtigt. Zahlreiche UnterstützerInnen, NachbarInnen und LehrerInnen protestieren dagegen. Am 29. Februar 2016 hat Innenminister Schröter das Ersuchen der Härtefallkommission für ein Bleiberecht der Familie Novakovic abgelehnt. Vor [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Innenminister Schröter entscheidet gegen Härtefallkommission und Engagement vieler BürgerInnen. Die bestens integrierte Familie Novakovic soll nach seinem Willen aus Forst abgeschoben werden, Kinderrechte werden bei der Entscheidung nicht berücksichtigt. Zahlreiche UnterstützerInnen, NachbarInnen und LehrerInnen protestieren dagegen.<br />
Am 29. Februar 2016 hat Innenminister Schröter das Ersuchen der Härtefallkommission für ein Bleiberecht der Familie Novakovic abgelehnt. Vor dreieinhalb Jahren reiste das Ehepaar Novakovic mit ihren drei Kindern nach Deutschland ein und beantragte Asyl. Als Roma sind die Kinder in Serbien in der Schule immer wieder massiv angefeindet und angegriffen worden. Auch nach wiederholten Interventionen der Eltern hat die Familie von Verantwortlichen jahrelang keinen Schutz oder Hilfe erfahren. In der Folge konnten die Kinder die Schule nicht mehr besuchen. Um eine Zukunft für die Kinder ohne Gewalt und Diskriminierung zu finden, floh die Familie nach Deutschland.<span id="more-14977"></span><br />
Der neunjährige Kristijan ist der jüngste der drei Geschwister. Er ist wegen seiner traumatisierenden Erfahrungen seit über einem Jahr in jugendpsychiatrischer Behandlung. Sollte die Familie abgeschoben werden, wird er die dringend notwendige Behandlung aller Voraussicht nach nicht fortsetzen können. &#8222;Roma werden in Serbien grundlegende soziale Rechte verwehrt, viele leben weit unter dem Existenzminimum&#8220;:http://www.alle-bleiben.info/wp-content/uploads/2014/03/serbien_2013_web.pdf. Den Novakovics droht bei Rückkehr unmittelbar die Obdachlosigkeit. Die Kinder würden wieder dem gleichen Umfeld und Bedingungen ausgesetzt sein, die sie bereits vor ihrer Flucht nach Deutschland aus der Schule getrieben haben. Das Recht auf Bildung, auf geistige Entwicklung und eine “normale” Kindheit in einem sicheren Umfeld wären ihnen verwehrt.<br />
Die UN-Kinderrechtskonvention – von der Bundesrepublik im Jahr 2010 ratifiziert – bestimmt, dass Kinder nicht als Anhängsel ihrer Eltern behandelt werden dürfen, sondern eigene Menschenrechte haben. Sie verpflichtet Behörden, bei jeder Entscheidung den Vorrang des Kindeswohls zu garantieren. Zum Weltkindertag im September letzten Jahres stellte das Deutsche Institut für Menschenrechte unmissverständlich klar, dass staatlichen Behörden auf Bundes- , Landes- und kommunaler Ebene zur Beachtung der Kinderrechte aus der UN-Kinderrechtskonvention verpflichtet sind und dass diese Rechte für alle Minderjährigen, unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit, ihrem aufenthaltsrechtlichen Status oder dem ihrer Eltern gelten.<br />
Die psychische Situation der Geschwister Novakovic hat sich in den Jahren ihres Aufenthalts in Brandenburg stabilisiert und sie haben begonnen Wurzeln zu schlagen. Die Familie hat inzwischen viele UnterstützerInnen, gute FreundInnen und NachbarInnen gefunden. Beide Eltern arbeiten geringfügig. Frau Novakovic spricht fünf Sprachen und unterstützt ehrenamtlich andere Flüchtlinge als Dolmetscherin und Integrationslotsin. In Forst sind die Kinder bestens in der Schule integriert. Sie gehen motiviert, gerne und regelmäßig zur Schule, so dass eine Lehrerin in einem der vielen Unterstützungsaufrufe schrieb: “Soll ihnen das alles wieder genommen werden? Wie lange kann ein Kind eine ‘solche Kindheit’ noch verkraften?”<br />
In diesem Sinne sind zahlreiche Schreiben von LehrerInnen, NachbarInnen, Kirchenmitgliedern, der Arbeitgeberin, SozialarbeiterInnen und Menschen aus Initiativen und Verbänden verfasst worden. Alle appellierten an die Regierung, der Familie ein dauerhaftes Bleiberecht zu gewähren, denn in Forst und Umgebung werden sie als Vorbild für soziale Integration angesehen.<br />
Die Härtefallkommission war im November 2015 zu dem sehr deutlichen Ergebnis gekommen, dass im Falle der Familie Novakovic dringende humanitäre und persönliche Gründe vorliegen, die – insbesondere im Interesse der Kinder – die weitere Anwesenheit im Bundesgebiet erforderlich machen. Innenminister Schröter setzte sich darüber hinweg und entschied gegen das Ersuchen der Kommission.<br />
“Mit seiner Entscheidung sendet Innenminister Schröter ein fatales Signal in die Gesellschaft und an all diejenigen, die sich für die Aufnahme und Integration von Familie Novakovic und anderer Flüchtlinge vor Ort engagieren. Die Entscheidung ist ein Affront gegen die Bemühungen der Menschen in Forst, Familie Novakovic in ihrer Mitte aufzunehmen und sie missachtet das Kindeswohl der betroffenen Kinder” sagte Ivana Domazet vom Flüchtlingsrat Brandenburg.<br />
Der Flüchtlingsrat fordert die Landesregierung und den Innenminister auf, der Familie Novakovic ein dauerhaftes Bleiberecht zu gewähren und sie nicht aus dem Kreis ihrer neuen FreundInnen und NachbarInnen zu reißen. Die Kinder dürfen nicht aus der Schule und ihrem gewohnten Umfeld genommen und nach Serbien ins Elend abgeschoben werden, wo sie wieder Diskriminierung und Anfeindungen ausgesetzt wären und ihnen das Recht auf Bildung und Entwicklung verwehrt bliebe.</p>
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