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	<title>Asylbewerberleistungsgesetz Archive - Flüchtlingsrat Brandenburg</title>
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	<title>Asylbewerberleistungsgesetz Archive - Flüchtlingsrat Brandenburg</title>
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		<title>Einladung zur offenen Sitzung &#124; Mittwoch, 25. September 2024 I Online</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Sep 2024 10:19:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Termine]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>NEIN zur BEZAHLKARTE in Brandenburg Mittwoch, 25.09.2024 &#124; 17–19 Uhr &#124; online Wir laden Sie und Euch herzlich zur nächsten offenen Sitzung des Flüchtlingsrats ein. Gemeinsam mit einer Gruppe Studierender der Alice-Salomon-Hochschule plant der Flüchtlingsrat Brandenburg die Veröffentlichung der Webseite: Nein zur Bezahlkarte Brandenburg. Die Webseite soll Informationen zur Bezahlkarte, aktuelle Debatten und Entwicklungen um [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2 style="text-align: center;"><strong>NEIN zur BEZAHLKARTE in Brandenburg<br />
</strong></h2>
<h4 style="text-align: center;"><strong>Mittwoch, 25.09.2024 | 17–19 Uhr | online</strong><strong><br />
</strong></h4>
<p>Wir laden Sie und Euch herzlich zur nächsten offenen Sitzung des Flüchtlingsrats ein.</p>
<p>Gemeinsam mit einer Gruppe Studierender der Alice-Salomon-Hochschule plant der Flüchtlingsrat Brandenburg die Veröffentlichung der Webseite: Nein zur Bezahlkarte Brandenburg. Die Webseite soll Informationen zur Bezahlkarte, aktuelle Debatten und Entwicklungen um diese sowie Handlungsmöglichkeiten gegen die Bezahlkarte darstellen. Wir wollen mit der Webseite zu solidarischen Aktionen aufrufen und sie möglichst mehrsprachig publik machen. Vor Veröffentlichung der Website möchten wir uns mit euch gemeinsam zu den aktuellen Entwicklungen zur Bezahlkarte austauschen und im Sinne von &#8218;work in progress&#8216; auf die Webseite schauen und eure Perspektiven und Ideen dazu einfließen lassen.</p>
<p>Außerdem sind Aktivist*innen aus Hamburg eingeladen, um von ihren solidarischen Aktionen zu berichten.</p>
<p><strong>Anmeldung:</strong><br />
E-Mail an <a>info@fluechtlingsrat-brandenburg.de</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong> Wir freuen uns auf Ihr und Euer Kommen!</strong></p>
<p>Gefördert durch</p>
<p><img decoding="async" class="wp-image-25015 alignnone " src="https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/wp-content/uploads/2022/11/Logo-MSGIV-1-267x300-1.jpg" alt="" width="88" height="99" /></p>
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		<item>
		<title>Unsinn Bezahlkarte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Client Default]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Jan 2024 07:30:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Brandenburgs Landesregierung hat 1,9 Millionen Euro für die Einführung einer Bezahlkarte für Asylbewerber*innen bewilligt. Sie sollen künftig kein Bargeld erhalten und mit einer Chipkarte für sich sorgen müssen. Der Flüchtlingsrat kritisiert diese Entscheidung scharf. </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p align="justify"><strong>Landesregierung investiert 1,9 Millionen Euro in weitere Ausgrenzung Geflüchteter und setzt Sündenbockpolitik fort</strong></p>
<p align="justify">Brandenburgs Landesregierung hat 1,9 Millionen Euro für die Einführung einer Bezahlkarte für Asylbewerber*innen bewilligt. Sie sollen künftig kein Bargeld erhalten und mit einer Chipkarte für sich sorgen müssen. Der Flüchtlingsrat kritisiert diese Entscheidung scharf. „Sie ist Ausdruck einer Politik, die wieder einmal nur zu mehr Ungleichbehandlung beitragen und kein einziges Problem lösen wird.“, so Kirstin Neumann.</p>
<p align="justify"><strong>Augenwischerei statt Entlastung von Kommunen</strong></p>
<p align="justify">Aus der Staatskanzlei heißt es, mit der Einführung der Bezahlkarte würde der Verwaltungsaufwand der Kommunen reduziert, da Barauszahlungen in den Sozialämtern oder Flüchtlingsunterkünften entfielen. Viele Landkreise nutzen allerdings bereits effizientere Lösungen, indem sie Asylbewerberleistungen direkt auf Bankkonten überweisen. Die Umstellung auf ein Bezahlkartensystem ist somit nicht nur umständlich, sondern auch kostspielig &#8211; die Landesregierung investiert 1,9 Millionen Euro in eine Maßnahme, die in der Praxis keinen Nutzen bringt. Dieses Geld müsste stattdessen in die soziale Infrastruktur, in Kitaplätze und Schulen, öffentlichen Nahverkehr usw. investiert werden &#8211; hiervon würden sowohl Geflüchtete als auch die lokale Bevölkerung profitieren.</p>
<p align="justify"><strong>Vorbei an Parlament und Zivilgesellschaft</strong></p>
<p align="justify">In autokratischer Manier macht Ministerpräsident Woidke Gebrauch von seiner Richtlinienkompetenz, bedient &#8211; auf Stimmenfang &#8211; die Ressentiments rückwärtsgerichteter Kräfte und hebelt die demokratische Debatte aus.Die Zuordnung zu dem eigentlich fachfremden Innenministerium macht deutlich, dass es hier nicht um die Versorgung von Geflüchteten, sondern um eine ordnungspolitische Maßnahme und den Ausbau von Kontrolle geht.<br />
Woidke missachtet dabei Kritik aus Politik und Zivilgesellschaft. Mit dem „Aufruf für eine sachliche Migrationsdebatte in Brandenburg“ richteten über 1600 Unterzeichnende ihre dringliche Forderung nach einem Ende der Sündenbockpolitik gegenüber Geflüchtete an die Landesregierung (<a href="https://www.aufruf-migrationsdebatte-brandenburg.de/">https://www.aufruf-migrationsdebatte-brandenburg.de/</a>). Ein Aufruf, der von der Landesregierung bisher unerhört bleibt.</p>
<p align="justify"><strong>Rückwärtsgewandt und rechtlich fragwürdig</strong></p>
<p align="justify">2011 war die Landesregierung, unter Führung eines SPD-Ministerpräsidenten, noch auf dem Standpunkt, dass Sachleistungen die eigenständige Lebensgestaltung der Betroffenen einschränken. Damals setzte sie sich auch bundesweit für die Abschaffung der Sachleistungen ein. Zwar ist die Bezahlkarte keine Sachleistung in dem Sinne, aber auch sie wird eine eigenständige Lebensführung verhindern: Wie wird damit eine Anwältin bezahlt? Wie können damit Einkäufe auf dem Markt getätigt werden? Wie kann Kindern etwas Taschengeld gegeben werden für Ausflüge mit Schule und Freund*innen?</p>
<p align="justify">Die Idee ist zudem rechtlich fragwürdig. Aktuell sind Geldleistungen vorrangig auszuzahlen, dass ist Ergebnis einer Gesetzesänderung von 2015, die sich auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts beruft, in dem es hieß: die Menschenwürde sei migrationspolitisch nicht zu relativieren. Das heißt, eine Versorgung mit Sachleistungen aus Gründen der Abschreckung ist nach diesem Urteil nicht möglich. Kirstin Neumann betont: „Nun will die Landesregierung in ihrer Fantasielosigkeit diese Änderungen wieder rückgängig machen und bedient sich dabei rechtspopulistischen Diskursen, die erschrecken.“</p>
<p align="justify"><strong>Ignorant gegenüber weltpolitischer Lage</strong></p>
<p align="justify">Ministerpräsident Woidke behauptet, ein Großteil der zu uns kommenden Menschen würde mit den in Deutschland erhaltenen Leistungen „mafiöse Strukturen“ unterstützen, die weiteren Migrant*innen die Einreise ermöglichen. Es ist nicht nur vollkommen unklar, wie er zu dieser Erkenntnis gelangt. Es ist diffamierend und ignorant gegenüber dem aktuellen weltpolitischen Geschehen. Die meisten der zu uns fliehenden Menschen kommen aus Kriegs- oder Krisenregionen und haben unglaubliches Leid erfahren – das machen auch die Anerkennungszahlen des BAMF deutlich. Aufgrund der zunehmenden Abschottung Europas bleiben ihnen nur lebensgefährliche und ausbeuterische Routen. Statt legale Fluchtmöglichkeiten zu erweitern, schafft die Brandenburger Regierung diese sukzessive ab – so z.B. mit der Abschaffung des Landesaufnahmeprogramms für syrische Flüchtlinge.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>APPELL: Die Menschenwürde gilt für alle – auch für Geflüchtete! Gegen sozialrechtliche Verschärfungen und für die Abschaffung des Asylbewerberleistungsgesetzes</title>
		<link>https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/appell-die-menschenwuerde-gilt-fuer-alle-auch-fuer-gefluechtete-gegen-sozialrechtliche-verschaerfungen-und-fuer-die-abschaffung-des-asylbewerberleistungsgesetzes/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=appell-die-menschenwuerde-gilt-fuer-alle-auch-fuer-gefluechtete-gegen-sozialrechtliche-verschaerfungen-und-fuer-die-abschaffung-des-asylbewerberleistungsgesetzes</link>
		
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		<pubDate>Wed, 01 Nov 2023 11:15:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gemeinsames Statement von 154 Organisationen Seit einigen Wochen werden beharrlich Sachleistungen und Leistungskürzungen für Geflüchtete gefordert. Dabei erhalten die Betroffenen schon jetzt vielfach lediglich die reduzierten Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. In der Debatte werden Gruppen gegeneinander ausgespielt, und die Menschenwürde wird offen in Frage gestellt. Wir lehnen sozialrechtliche Verschärfungen ab und fordern: Das Asylbewerberleistungsgesetz muss [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em><span id="page3R_mcid0"><span dir="ltr" role="presentation">Gemeinsames Statement von 154 Organisationen</span></span></em></strong><span id="page3R_mcid1"> </span></p>
<div class="moz-forward-container">
<p><span id="page3R_mcid2"><span dir="ltr" role="presentation">Seit einigen Wochen werden beharrlich Sachleistungen und Leistungskürzungen für Geflüch</span><span dir="ltr" role="presentation">tete gefordert. Dabei erhalten die Betroffenen schon jetzt vielfach lediglich die reduzierten</span> <span dir="ltr" role="presentation">Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. In der Debatte werden Gruppen gegen</span><span dir="ltr" role="presentation">einander ausgespielt, und die Menschenwürde wird offen in Frage gestellt. Wir lehnen</span> <span dir="ltr" role="presentation">sozialrechtliche Verschärfungen ab und fordern: Das Asylbewerberleistungsgesetz muss</span> <span dir="ltr" role="presentation">abgeschafft und die Betroffenen müssen in das reguläre Sozialleistungssystem einbezogen</span> <span dir="ltr" role="presentation">werden.</span><br role="presentation" /></span></p>
<p><span id="page3R_mcid2"><span dir="ltr" role="presentation">Mit Bestürzung verfolgen wir die aktuelle politische Debatte über Asylsuchende, die zuneh</span><span dir="ltr" role="presentation">mend von sachfremden und menschenfeindlichen Forderungen dominiert wird. Die Diskussi</span><span dir="ltr" role="presentation">onen über Sozialleistungen sind dafür ein gutes Beispiel. Solange Geflüchtete bedürftig sind,</span> <span dir="ltr" role="presentation">haben sie Anspruch auf das sozialrechtlich definierte Existenzminimum. Nun geht es offen</span><span dir="ltr" role="presentation">kundig darum, diesen grundlegenden Anspruch Asylsuchender einzuschränken, mit der Be</span><span dir="ltr" role="presentation">gründung, so könne die Zahl der Geflüchteten in Deutschland reduziert werden. Die im Raum</span> <span dir="ltr" role="presentation">stehenden Forderungen reichen von einer generellen Umstellung von Geld- auf Sachleistun</span><span dir="ltr" role="presentation">gen über diskriminierende Bezahlkarten und eine Kürzung des Existenzminimums bis hin zur</span> <span dir="ltr" role="presentation">Forderung, dass kranken Menschen eine medizinische Grundversorgung vorenthalten werden</span> <span dir="ltr" role="presentation">soll.</span><br role="presentation" /></span></p>
<p><span id="page3R_mcid2"><span dir="ltr" role="presentation">Diese Debatte suggeriert, Geflüchtete seien die zentrale Ursache für die zweifellos vorhande</span><span dir="ltr" role="presentation">nen gesellschaftlichen Missstände wie fehlender Wohnraum oder fehlende Schul- und Kita</span><span dir="ltr" role="presentation">plätze. Diese haben jedoch andere Ursachen und würden auch bestehen, wenn Deutschland</span> <span dir="ltr" role="presentation">keine Asylsuchenden aufnehmen würde. Geflüchtete werden so zu Sündenböcken für die</span> <span dir="ltr" role="presentation">verfehlte Sozialpolitik der letzten Jahre, ohne dass dadurch die tatsächlich bestehenden</span> <span dir="ltr" role="presentation">Probleme gelöst werden. Wer aber Scheinlösungen präsentiert, verspielt Vertrauen in die</span> <span dir="ltr" role="presentation">politische Handlungsfähigkeit.</span><br role="presentation" /></span></p>
<p><span id="page3R_mcid2"><span dir="ltr" role="presentation">Bereits 2012 hat das Verfassungsgericht in einer wegweisenden Entscheidung das Recht jedes</span> <span dir="ltr" role="presentation">Menschen auf ein menschenwürdiges Existenzminimum festgehalten und dafür gesorgt, dass</span> <span dir="ltr" role="presentation">die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz zumindest vorübergehend annähernd</span> <span dir="ltr" role="presentation">dem Hartz-IV-</span><span dir="ltr" role="presentation">Niveau (heute „Bürgergeld“) entsprachen. Zugleich erteilte das höchste deu</span><span dir="ltr" role="presentation">t</span><span dir="ltr" role="presentation">sche Gericht dem Ansinnen, Sozialleistungen zur Abschreckung Asylsuchender einzusetzen,</span> <span dir="ltr" role="presentation">eine deutliche Absage: „Di</span><span dir="ltr" role="presentation">e in Art. 1 Abs. 1 Grundgesetz garantierte Menschenwürde ist</span> <span dir="ltr" role="presentation">migrationspolitisch nicht zu relativieren.</span><span dir="ltr" role="presentation">“ (Beschluss vom 18.7.2012</span> <span dir="ltr" role="presentation">– 1 BvL 10/10) Mit ande</span><span dir="ltr" role="presentation">ren Worten: Sozialleistungen dürfen nicht gekürzt werden, um Menschen von der Flucht nach</span> <span dir="ltr" role="presentation">Deutschland abzuschrecken. Rund zehn Jahre später, im Jahr 2022, verurteilte das Bundesver</span><span dir="ltr" role="presentation">fassungsgericht eine zehnprozentige Kürzung der Grundleistungen für alleinstehende Geflüch</span><span dir="ltr" role="presentation">tete, die in „Gemeinschaftsunterkünften“ leben müssen, als verfassung</span><span dir="ltr" role="presentation">swidrig.</span><br role="presentation" /></span></p>
<p><span id="page3R_mcid2"><span dir="ltr" role="presentation">Im Übrigen ist die Behauptung, bessere soziale Bedingungen würden zu mehr Schutzsuchen</span><span dir="ltr" role="presentation">den führen, seit langer Zeit wissenschaftlich widerlegt. Bereits heute erhalten Geflüchtete vor </span><span dir="ltr" role="presentation">allem in den Erstaufnahmeeinrichtungen drastisch reduzierte Geldbeträge, neben einem Platz </span></span><span id="page19R_mcid0"><span dir="ltr" role="presentation">im Mehrbettzimmer, Kantinenessen und Hygienepaketen und einer oft unheilvoll verzögerten</span> <span dir="ltr" role="presentation">Gesundheitsversorgung. Kein Mensch, der aus einem Krieg oder vor politischer Verfolgung</span> <span dir="ltr" role="presentation">flieht, gibt die Flucht auf, weil er oder sie in Deutschland demnächst mit noch mehr Sachleis</span><span dir="ltr" role="presentation">tungen leben muss. Wenn in diesem Jahr 2023 das Bundesamt in über 70 Prozent aller Asylan</span><span dir="ltr" role="presentation">träge, die bis September inhaltlich entschieden wurden, einen Schutzstatus feststellt, wird nur</span> a<span dir="ltr" role="presentation">llzu deutlich, dass die Menschen nicht wegen der Sozialleistungen kommen, sondern hier</span> <span dir="ltr" role="presentation">Schutz suchen. Die Behauptung, von den geringen Asylbewerberleistungen würden relevante</span> <span dir="ltr" role="presentation">Geldbeträge in Herkunftsländer überwiesen oder im Nachhinein an Schlepper ausgehändigt,</span> <span dir="ltr" role="presentation">ist zynisch und realitätsfern.</span></span><span id="page19R_mcid1"><br role="presentation" /></span></p>
<p><span id="page19R_mcid1"><span dir="ltr" role="presentation">Die Menschenwürde und das Sozialstaatsprinzip garantieren ein menschenwürdiges Exis</span><span dir="ltr" role="presentation">tenzminimum – für alle Menschen. Wir sagen: Wer unterschiedliche Gruppen gegeneinander</span> <span dir="ltr" role="presentation">ausspielt und die Menschenwürde, Artikel 1 unserer Verfassung, offen in Frage stellt, wendet</span> <span dir="ltr" role="presentation">sich gegen zentrale Errungenschaften unserer Demokratie und des Sozialstaates. Und wer das</span> <span dir="ltr" role="presentation">durch das Bundesverfassungsgericht bestätigte Grundrecht auf ein menschenwürdiges Exis</span><span dir="ltr" role="presentation">tenzminimum missachtet, unterminiert den Rechtsstaat. Wir erneuern deshalb den Appell, zu</span> <span dir="ltr" role="presentation">dem sich im laufenden Jahr bereits mehr als 200 Organisationen zusammenfanden: Es kann</span> <span dir="ltr" role="presentation">nicht zweierlei Maß für die Menschenwürde geben. Wir fordern das gleiche Recht auf Sozial</span><span dir="ltr" role="presentation">leistungen für alle in Deutschland lebenden Menschen, ohne diskriminierende Unterschiede.</span> <span dir="ltr" role="presentation">Das Asylbewerberleistungsgesetz muss abgeschafft werden. Die Betroffenen müssen in das </span><span dir="ltr" role="presentation">reguläre Sozialleistungssystem einbezogen werden.</span></span></p>
<p><a href="https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/wp-content/uploads/2023/11/Appell_AsylbLG_31.10.2023.pdf">Zum Appell samt Unterzeicher:innen</a></p>
</div>
<p>The post <a href="https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/appell-die-menschenwuerde-gilt-fuer-alle-auch-fuer-gefluechtete-gegen-sozialrechtliche-verschaerfungen-und-fuer-die-abschaffung-des-asylbewerberleistungsgesetzes/">APPELL: Die Menschenwürde gilt für alle – auch für Geflüchtete! Gegen sozialrechtliche Verschärfungen und für die Abschaffung des Asylbewerberleistungsgesetzes</a> appeared first on <a href="https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de">Flüchtlingsrat Brandenburg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bundesweite Aktionstage 28.10. &#8211; 01.11.2023: Das Asylbewerberleistungsgesetz abschaffen!</title>
		<link>https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/bundesweite-aktionstage-28-10-01-11-2023-das-asylbewerberleistungsgesetz-abschaffen/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=bundesweite-aktionstage-28-10-01-11-2023-das-asylbewerberleistungsgesetz-abschaffen</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Client Default]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Sep 2023 08:35:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Termine]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bundesweite Aktionstage Für die Abschaffung des Asylbewerberleistungsgesetzes vom 28.10. -01.11.2023 Soziale Rechte für ALLE! Jegliche Ausgrenzung beenden! Auf die rassistischen Übergriffe gegen Geflüchtete Anfang der 90er Jahre antwortete eine breite Mehrheit der im Bundestag vertretenen Parteien mit Hetze und Ausgrenzung: Das Grundrecht auf Asyl wurde ausgehöhlt und mit dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) ein diskriminierendes Sondergesetz beschlossen. [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/bundesweite-aktionstage-28-10-01-11-2023-das-asylbewerberleistungsgesetz-abschaffen/">Bundesweite Aktionstage 28.10. &#8211; 01.11.2023: Das Asylbewerberleistungsgesetz abschaffen!</a> appeared first on <a href="https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de">Flüchtlingsrat Brandenburg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4 id="h-bundesweite-aktionstage"><strong>Bundesweite Aktionstage</strong></h4>
<p><strong>Für die Abschaffung des Asylbewerberleistungsgesetzes vom 28.10. -01.11.2023</strong></p>
<p><strong>Soziale Rechte für ALLE! </strong> <strong>Jegliche Ausgrenzung beenden!</strong></p>
<p>Auf die rassistischen Übergriffe gegen Geflüchtete Anfang der 90er Jahre antwortete eine breite Mehrheit der im Bundestag vertretenen Parteien mit Hetze und Ausgrenzung: Das Grundrecht auf Asyl wurde ausgehöhlt und <strong>mit dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) ein diskriminierendes Sondergesetz beschlossen</strong>. Erstmals wurde eine bestimmte Bevölkerungsgruppe aus der Bundessozialhilfe ausgegrenzt und intensive sozialpolitische Eingriffe in Grund- und Menschenrechte gesetzlich legitimiert. Betroffene wurden letztlich zu einem prekären Leben in Substandards gezwungen. Selbst der Kontakt mit Bargeld wurde durch das Sachleistungsprinzip verboten. 19 Jahre wurden die minimal gewährten (Sach-)Leistungen nicht angehoben.</p>
<p><strong>Am 1. November jährt sich das Inkrafttreten des ausgrenzenden Gesetzes zum 30. mal. Dies nehmen wir zum Anlass, die Forderungen nach der Abschaffung des AsylbLG und jeglicher sozialpolitischer Ausgrenzung auf die Straße zu tragen.</strong></p>
<p><strong>Heute werden die sozialen Rechte von Geflüchteten wieder angegriffen</strong>. Asylsuchende deren Antrag abgelehnt wurde, sollen kein Bargeld mehr bekommen. Eine spezielle Arbeitspflicht für 80 Cent/h für Geflüchtete soll eingeführt werden. Der Lageraufenthalt von 18 Monaten für Einzelpersonen unter intensiven Grundrechtseinschränkungen soll flächendeckend durchgesetzt werden. Die Standards für Aufnahme, Unterbringung und Betreuung sollen weiter gesenkt werden. All diese Vorschläge kursieren aktuell in Parteikreisen, in Landkreistagen, in Parlamenten &#8230; Gleichzeitig könnten mit den EU-weiten Vorschlägen zu einem<strong> Gemeinsamen Europäischen Asylsystem (GEAS)</strong> die genannten sozialen Entrechtungen bereits zielgerichtet an den EU-Außengrenzen durchgesetzt werden. Kurz: <strong>Wir erleben einen massiven Rechtsruck in der deutschen und europäischen Politik. Dies darf nicht unwidersprochen bleiben! </strong></p>
<h4 id="h-deshalb-fordern-wir"><strong>Deshalb fordern wir: </strong></h4>
<p><strong>Selbstversorgung statt entmündigender Vollverpflegung</strong></p>
<p>Wir fordern das Recht auf eine selbstbestimmte Ernährung für jeden Menschen. Gesetzliche Vorgaben, die Menschen zu einer fremdbestimmten Vollverpflegung (Kantinen, Essenspakete…) verpflichten, lehnen wir entschieden ab. Indirekte Einkaufs- oder Kochverbote greifen in die allgemeine Handlungsfreiheit und das allgemeine Persönlichkeitsrecht ein. Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes sind grundsätzlich als Geldleistungen zu zahlen.</p>
<p><strong>Gesundheitskarte statt diskriminierender Papierkrankenscheine</strong></p>
<p>Geflüchtete Menschen müssen in die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung (SGB V/XI) einbezogen werden. Dabei muss sichergestellt sein, dass auch Menschen ohne Papiere jederzeit ohne Angst vor Abschiebung Zugang zum Gesundheitssystem haben. Insbesondere muss ein Anspruch auf Sprachmittlung bei Inanspruchnahme von Leistungen im Gesundheitswesen verankert werden. Von Krankheit, Traumatisierung, Behinderung und Pflegebedürftigkeit betroffene sowie schwangere, alleinerziehende und ältere Menschen und geflüchtete Kinder müssen – entsprechend ihrem Recht aus der EU-Aufnahmerichtlinie – einen Anspruch auf alle aufgrund ihrer besonderen Situation erforderlichen zusätzlichen Leistungen erhalten.</p>
<p><strong>Privates Wohnen statt Lager</strong></p>
<p>Von 2013 bis 2022 ging der Bestand an Sozialwohnungen um 400.000 zurück – und dies obwohl Bund und Länder jährlich 100.000 Sozialwohnungen neu bauen wollten. Das Fehlen bezahlbaren Wohnraums einer Bevölkerungsgruppe, nämlich den Geflüchteten, anzulasten weisen wir zurück.</p>
<p>Sowohl die Pflicht für Asylsuchende, im Lager zu leben (§§ 47/53 AsylG) als auch die Wohnsitzauflagen für Anerkannte Geflüchtete (§ 12a AufenthG) müssen abgeschafft werden. Viele Geflüchtete verbleiben trotz Anerkennung lange Zeit in kommunalen Sammellagern. Von einer „Auszugskrise“ ist die Rede, die auch behördliche wie gesellschaftliche Ursachen hat.</p>
<p><strong>Zugang zum Arbeitsmarkt statt Arbeitsverbote</strong></p>
<p>Das Recht auf freien Zugang zum Arbeitsmarkt muss für alle Menschen gelten. Es ist absurd, dass die Politik im Ausland um Arbeitskräfte wirbt, aber die im Land lebenden Geflüchteten teilweise vom Arbeitsmarkt ausschließt und so von Sozialleistungen (nach dem AsylbLG) abhängig macht. Erwerbsfähige Geflüchtete müssen, wie alle anderen erwerbsfähigen Menschen in Deutschland, von der Agentur für Arbeit vermittelt, statt an die Sozialämter verwiesen werden. Betroffene erfahren Arbeitsverbote als Abwertung und psychosoziale Belastungen. Auch deshalb müssen sämtliche gesetzliche Regelungen, die Menschen den Zugang zum Arbeitsmarkt verbieten oder beschränken, aufgehoben werden. Wir verweisen auf die Einhaltung des Koalitionsvertrages, wo vereinbart wurde: „Arbeitsverbote für bereits in Deutschland Lebende schaffen wir ab.“</p>
<p><strong>Tarifliche Entlohnung statt ausbeuterische Arbeit für 80 Cent/h </strong></p>
<p>Die im AsylbLG vorgesehenen Arbeitsgelegenheiten für 80 Cent/h müssen ersatzlos gestrichen und für Arbeiten, die zur Aufrechterhaltung der Unterkünfte anfallen, tariflich bezahlte Jobs geschaffen werden. Jegliche Form von Pflichtarbeit widerspricht internationalen Vereinbarungen sowie nationalem Recht. Wir verweisen auf die Übereinkommen Nr. 29 und Nr. 105 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zur Abschaffung der Zwangsarbeit, die Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) und den Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte der Vereinten Nationen.</p>
<p><strong>Eintreten für Grundrechte statt Akzeptanz rechtswidriger Kürzungen</strong></p>
<p>Wir fordern sämtliche Verwaltungen und Verantwortliche auf, rechtswidrige Leistungskürzungen zu beenden. Betroffene müssen Bescheide erhalten und über ihre Rechte belehrt werden, auch über die Möglichkeit Widerspruch einzureichen. Die Urteile des Bundesverfassungsgerichts zum AsylbLG sind zu respektieren und unverzüglich umzusetzen.</p>
<h3 id="h-keine-reform-sondern-abschaffung-des-asylbewerberleistungsgesetzes">Keine Reform sondern Abschaffung des Asylbewerberleistungsgesetzes!</h3>
<p>Unterzeichnet den AUFRUF und nehmt Teil an der Aktionswoche vom 28.10. &#8211; 01.11.2023</p>
<p>Meldet eure Aktionen an <a href="mailto:info@asylblg-abschaffen.de" rel="noopener noreferrer nofollow">info@asylblg-abschaffen.de</a> </a></p>
<p>Mehr Informationen gibt es auf der Homepage: <a href="https://asylbewerberleistungsgesetz-abschaffen.de/" rel="noopener noreferrer nofollow">https://asylbewerberleistungsgesetz-abschaffen.de/ </a></p>
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		<title>Es gibt nur eine Menschenwürde – Asylbewerberleistungsgesetz abschaffen!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Client Default]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Jan 2023 09:41:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In einem von PRO ASYL, BAfF e.V. und Flüchtlingsrat Berlin initiierten Appell fordern 62 Organisationen das gleiche Recht auf Sozialleistungen für alle in Deutschland lebenden Menschen, ohne diskriminierende Unterschiede. Leistungsempfänger*innen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz müssen in das reguläre Sozialleistungssystem und damit auch in das Bürgergeld integriert werden.</p>
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<p>In einem von PRO ASYL, BAfF e.V. und Flüchtlingsrat Berlin initiierten <a href="https://www.proasyl.de/wp-content/uploads/Appell-gegen-AsylbLG_Jan-2023-3.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Appell</a> fordern 62 Organisationen das gleiche Recht auf Sozialleistungen für alle in Deutschland lebenden Menschen, ohne diskriminierende Unterschiede. Leistungsempfänger*innen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz müssen in das reguläre Sozialleistungssystem und damit auch in das Bürgergeld integriert werden.</p>
<p>Der Appell im Wortlaut:</p>
<p><strong>Gemeinsames Statement von 62 Organisationen</strong></p>
<p><strong>Es gibt nur eine Menschenwürde – Asylbewerberleistungsgesetz abschaffen!</strong></p>
<p><strong>Viele Geflüchtete erhalten zum Leben lediglich Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz – und damit weniger als das neue Bürgergeld, das laut Gesetz das menschenwürdige Existenzminimum sicherstellen soll. Aber die Menschenwürde kennt nicht zweierlei Maß. Menschenrechtsorganisationen, Wohlfahrtsverbände und Anwält*innenverbände fordern gleiche Standards für alle: Das Asylbewerberleistungsgesetz muss abgeschafft werden. Die Betroffenen müssen in das reguläre Sozialleistungssystem eingegliedert werden.</strong></p>
<p>Seit dem 1. Januar 2023 erhalten materiell bedürftige Menschen in Deutschland das sogenannte Bürgergeld. Das Bürgergeld tritt an die Stelle der bisherigen Hartz-IV-Leistungen. Geflüchtete wurden dabei allerdings nicht mitgedacht: Denn wie schon bei Hartz IV bleiben asylsuchende und geduldete Menschen auch vom Bürgergeld ausgeschlossen. Statt des regulären Sozialrechts gilt für sie das Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG).</p>
<p>Das Asylbewerberleistungsgesetz besteht seit 1993. Es ist ein Sonderrecht für geflüchtete Menschen. Das Leistungsniveau des Asylbewerberleistungsgesetzes unterschreitet das sozialrechtliche Existenzminimum erheblich. Die Regelsätze sind viel niedriger. Oft werden Geldleistungen durch Sachleistungen ersetzt, die die Menschen diskriminieren und entmündigen. Weil Sachleistungen den individuellen Bedarf nie wirklich decken können, stellen sie in der Konsequenz eine weitere drastische Leistungskürzung dar. Die Einschränkung der Gesundheitsversorgung führt oft zu verschleppter, verspäteter und unzureichender Behandlung. Sanktionen führen häufig zu weiteren Kürzungen, die mitunter über viele Jahre aufrechterhalten werden. Durch die fehlende Einbindung in das reguläre Sozialsystem werden die Betroffenen zudem von den Maßnahmen der Arbeitsförderung weitgehend ausgeschlossen.</p>
<p>Erklärtermaßen hoffte man auf eine abschreckende Wirkung: Niedrige Geldbeträge und die Sachleistungsversorgung sollten Geflüchtete zur Ausreise bewegen. Menschenrechtsorganisationen, Wohlfahrtsverbände, Kirchen und Anwält*innenverbände sind sich seit Einführung des Gesetzes darin einig, dass das Asylbewerberleistungsgesetz wieder abgeschafft werden muss.</p>
<p>2012 hat das Bundesverfassungsgericht in einer wegweisenden Entscheidung dafür gesorgt, dass die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz zumindest vorübergehend annähernd dem Hartz-IV-Niveau entsprachen. Zugleich erteilte das höchste deutsche Gericht dem Ansinnen, Sozialleistungen zur Abschreckung Asylsuchender einzusetzen, eine deutliche Absage: „Die in Art. 1 Abs. 1 Grundgesetz garantierte Menschenwürde ist migrationspolitisch nicht zu relativieren“ (Beschluss vom 18.7.2012 – 1 BvL 10/10).</p>
<p>Trotzdem kürzte die große Koalition die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz in den Jahren 2014 bis 2019 in mehreren Schritten erneut und weitete den Anwendungszeitraum von 15 auf 18 Monate aus. 2022 hat das Verfassungsgericht die 2019 eingeführten zusätzlichen Leistungskürzungen für Alleinstehende in Sammelunterkünften als verfassungswidrig gekippt (Beschluss vom 19.10.2022 – 1 BvL 3/21). Ein weiteres Verfahren ist anhängig (1 BvL 5/21).</p>
<p>Auch zu den Sanktionen, die das Asylbewerberleistungsgesetz vorsieht, hat sich das Bundesverfassungsgericht geäußert. Aus dem Urteil zu den Hartz-IV-Sanktionen vom 5.11.2019 geht klar hervor, dass die Sanktionen des Asylbewerberleistungsgesetzes mit dem Grundgesetz nicht vereinbar sind.</p>
<p>Das Asylbewerberleistungsgesetz verstößt damit gegen das Grundrecht auf ein menschenwürdiges Existenzminimum, das Grundrecht auf Gleichheit, das Sozialstaatsgebot (Art. 1, 3, 20 GG), das Grundrecht auf Gesundheit und körperliche Unversehrtheit (Art. 2 Abs. 2 GG), die UN-Kinderrechtskonvention und den UN-Sozialpakt.</p>
<p>Die Bundesregierung will das Asylbewerberleistungsgesetz laut Koalitionsvertrag von 2021 „im Lichte der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts“ überarbeiten, doch das reicht nicht aus. Letztlich bleibt es damit beim doppelten Standard.</p>
<p><strong>Unsere Forderungen</strong></p>
<p>Es kann nicht zweierlei Maß für die Menschenwürde geben. Wir fordern das gleiche Recht auf Sozialleistungen für alle in Deutschland lebenden Menschen, ohne diskriminierende Unterschiede. Das Asylbewerberleistungsgesetz muss abgeschafft werden. Die Betroffenen müssen in das reguläre Sozialleistungssystem einbezogen werden. Dies erfordert insbesondere folgende Änderungen:</p>
<p>1. Abschaffung des Asylbewerberleistungsgesetzes und Einbeziehung Geflüchteter ins Bürgergeld bzw. die Sozialhilfe (SGB II/XII). Auf migrationspolitisch motivierte Kürzungen und Sanktionen ist gemäß dem Urteil des BVerfG aus 2012 ausnahmslos zu verzichten.</p>
<p>2. Einbeziehung aller Geflüchteten in die Sprach‑, Qualifizierungs- und Arbeitsförderungsinstrumente des SGB II.</p>
<p>3. Einbeziehung geflüchteter Menschen in die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung (SGB V/XI). Dabei muss sichergestellt sein, dass auch Menschen ohne Papiere jederzeit ohne Angst vor Abschiebung Zugang zum Gesundheitssystem haben. Insbesondere muss ein Anspruch auf Sprachmittlung bei Inanspruchnahme von Leistungen im Gesundheitswesen verankert werden.</p>
<p>4. Von Krankheit, Traumatisierung, Behinderung, Pflegebedürftigkeit Betroffene sowie schwangere, alleinerziehende und ältere Menschen und geflüchtete Kinder müssen – entsprechend ihrem Recht aus der EU-Aufnahmerichtlinie – einen Anspruch auf alle aufgrund ihrer besonderen Situation erforderlichen zusätzlichen Leistungen erhalten (insbesondere nach SGB IX, SGB VIII u.a.).</p>
<p>5. Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes sind als Geldleistungen auszugestalten.</p>
<p><em>Die <strong>Liste der unterzeichnenden Organisationen </strong>finden Sie </em><a href="https://www.proasyl.de/wp-content/uploads/Appell-gegen-AsylbLG_Jan-2023-3.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>hier</em></a><em>.</em></p>
<p><em>Eine umfangreiche <strong>Analyse und Stellungnahme zu Asylbewerberleistungsgesetz, Hartz IV und Bürgergeldgesetz</strong> finden Sie </em><a href="https://www.proasyl.de/material/stellungnahme-asylblg-2/"><em>hier</em></a><em>.</em></p>
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		<title>Menschenwürdige Sozialleistungen für alle sicherstellen!</title>
		<link>https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/menschenwuerdige-sozialleistungen-fuer-alle-sicherstellen/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=menschenwuerdige-sozialleistungen-fuer-alle-sicherstellen</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Client Default]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Apr 2022 12:09:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>PRO ASYL und die Landesflüchtlingsräte fordern zum heutigen Bund-Länder-Gipfel zur Aufnahme der Geflüchteten aus der Ukraine, dass nicht nur ukrainische Schutzsuchende, sondern auch geflüchtete Menschen aus anderen Ländern ins Sozialhilfesystem integriert werden. Denn die Menschenwürde gilt für alle.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div>
<p><b>PRO ASYL und die Landesflüchtlingsräte fordern zum heutigen Bund-Länder-Gipfel zur Aufnahme der Geflüchteten aus der Ukraine, dass nicht nur ukrainische Schutzsuchende, sondern auch geflüchtete Menschen aus anderen Ländern ins Sozialhilfesystem integriert werden. Denn die Menschenwürde gilt für alle.<br />
</b><strong><br />
</strong> Heute trifft sich Bundeskanzler Olaf Scholz mit den Ministerpräsident*innen der Bundesländer, um über die Aufnahme von Geflüchteten aus der Ukraine und die Finanzierungsverteilung zwischen Bund und Ländern zu sprechen. Bislang sieht das Gesetz vor, dass sie auch mit dem Status des „vorübergehenden Schutzes“ Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beziehen, die geringer ausfallen als die reguläre Sozialhilfe. Auf der Ministerpräsident*innenkonferenz soll nun diskutiert werden, die ukrainischen Geflüchteten schneller in die normale Sozialhilfe einzugliedern.</p>
<p>PRO ASYL und die Landesflüchtlingsräte unterstützen diesen Vorschlag, fordern aber, alle Menschen sozialrechtlich gleich zu behandeln, auch Geflüchtete. Denn der verfassungsrechtlich garantierte Schutz der Menschenwürde gilt für alle Menschen in Deutschland, unabhängig von ihrem Aufenthaltstitel. Es ist deswegen richtig, dass über einen leistungsrechtlichen Systemwechsel gesprochen wird – aber dieser muss grundsätzlich und für alle nach Deutschland geflüchteten Menschen erfolgen. Das Asylbewerberleistungsgesetz gehört endlich abgeschafft, fordern  PRO ASYL und die Landesflüchtlingsräte. Die finanzielle Unterstützung  durch das Asylbewerberleistungsgesetz ist niedriger als in der normalen Sozialhilfe und garantiert kein menschenwürdiges Leben, zu dem auch eine ausreichende Teilhabe am gesellschaftlichen Leben gehört.</p>
<p><strong>Hintergrund zum Asylbewerberleistungsgesetz<br />
</strong><br />
Das Asylbewerberleistungsgesetz wurde 1993 als vermeintliche Abschreckungsmaßnahme eingeführt. Es ist verfassungsrechtlich höchst umstritten. In einem wegweisenden <a href="https://proasyl.gu-marketingsuite.com/Prod/link-tracker?redirectUrl=aHR0cHMlM0ElMkYlMkZ3d3cuYnVuZGVzdmVyZmFzc3VuZ3NnZXJpY2h0LmRlJTJGU2hhcmVkRG9jcyUyRkVudHNjaGVpZHVuZ2VuJTJGREUlMkYyMDEyJTJGMDclMkZsczIwMTIwNzE4XzFidmwwMDEwMTAuaHRtbA==&amp;sig=97fLYqmer1qXEEJPPnuEbMyZdYDbhuML7ViAezgmfxoU&amp;iat=1649311281&amp;a=%7C%7C1000402738%7C%7C&amp;account=proasylde%2Eactivehosted%2Ecom&amp;email=sRopZ2ld%2BMs%2FTW%2BXgOAaJw%3D%3D&amp;s=53b3008517a4c92fc6d3f9487815b88b&amp;i=365A558A8A4907" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-ac-default-color="1">Urteil</a> zum Asylbewerberleistungsgesetz 2012 stellten die Verfassungsrichter*innen fest, dass der Anspruch auf das aus der Menschenwürde abgeleitete Existenzminimum deutschen und ausländischen Staatsangehörigen gleichermaßen zusteht. Ein besonders relevantes Fazit aus dem Urteil ist: „Die Menschenwürde ist migrationspolitisch nicht zu relativieren“. Das heißt, dass Sozialleistungen nicht zum Abschrecken von Migrant*innen besonders niedrig gehalten werden dürfen.</p>
<p>Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Regeln in dem Gesetz, die sogar über die geringen Leistungen hinausgehende Kürzungen vorsehen – deren Verfassungsmäßigkeit ist insbesondere seit<a href="https://proasyl.gu-marketingsuite.com/Prod/link-tracker?redirectUrl=aHR0cHMlM0ElMkYlMkZ3d3cucHJvYXN5bC5kZSUyRm5ld3MlMkZ2ZXJmYXNzdW5nc3dpZHJpZ2UtbGVpc3R1bmdza3Vlcnp1bmdlbi1uaWNodC1udXItdGhlbWEtYmVpLWhhcnR6LWl2JTJG&amp;sig=6ns879n2Zubp5wS1recxrji59u5ePFTEr9ThrW1LCTc3&amp;iat=1649311281&amp;a=%7C%7C1000402738%7C%7C&amp;account=proasylde%2Eactivehosted%2Ecom&amp;email=sRopZ2ld%2BMs%2FTW%2BXgOAaJw%3D%3D&amp;s=53b3008517a4c92fc6d3f9487815b88b&amp;i=365A558A8A4908" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-ac-default-color="1"> dem Hartz IV-Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 2019 mehr</a> als fraglich. Aktuell ist ein Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht zu der 2019 von der letzten Regierung eingeführten Änderung anhängig, nach der alleinstehende Asylsuchende und Geduldete, die in einer Gemeinschaftsunterkunft wohnen, als „Schicksalsgemeinschaft“ zählen und deswegen wie Ehepartner*innen behandelt werden und geringere Leistungen bekommen.</p>
<p>Die neue Bundesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag zum Asylbewerberleistungsgesetz vorgesehen: „Wir werden das Asylbewerberleistungsgesetz im Lichte der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts weiterentwickeln. Wir wollen den Zugang für Asylbewerberinnen und Asylbewerber zur Gesundheitsversorgung unbürokratischer gestalten. Minderjährige Kinder sind von Leistungseinschränkungen bzw. ‑kürzungen auszunehmen.“ Doch selbst zu dieser Minimallösung sind bislang keine Umsetzungsvorschläge bekannt.</p>
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		<title>Solidarität kennt keine Nationalität – Aufnahmebedingungen für alle Schutzsuchenden verbessern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Client Default]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Mar 2022 08:43:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/?p=31724</guid>

					<description><![CDATA[<p>The post <a href="https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/solidaritaet-kennt-keine-nationalitaet-aufnahmebedingungen-fuer-alle-schutzsuchenden-verbessern/">Solidarität kennt keine Nationalität – Aufnahmebedingungen für alle Schutzsuchenden verbessern</a> appeared first on <a href="https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de">Flüchtlingsrat Brandenburg</a>.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h4><strong>Flüchtlingsräte und PRO ASYL fordern Abschaffung des AsylbLG, freie Wohnortwahl und dezentrale Unterbringung für alle Geflüchteten<br /></strong></h4>
<p><em>11.03.2022</em><br /><strong>Gemeinsame Presseerklärung der Landesflüchtlingsräte und PRO ASYL</strong></p>
<p>Bei ihrer gemeinsamen Konferenz haben die Landesflüchtlingsräte und PRO ASYL sich intensiv mit den aktuellen Bedingungen geflüchteter Menschen in Deutschland auseinandergesetzt. Insbesondere der brutale Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine zwingt mehrere Millionen Menschen zur Flucht.</p>
<p>Wir begrüßen, dass Menschen, die aus der Ukraine fliehen, jetzt visumsfrei in Deutschland einreisen dürfen und hier großzügig aufgenommen werden. Mit dem &#8222;vorübergehenden Schutz&#8220; nach §24 erhalten sie unkompliziert ein Bleiberecht, können ihren Wohnort frei wählen und unterliegen keinem Arbeitsverbot. Dies wäre unter den Bedingungen des Asylsystems, das auf Kontrolle und Abschreckung basiert, nicht möglich gewesen.</p>
<p>Aktuell sieht man den politischen Willen, Aufnahmebedingungen für Geflüchtete zu verbessern. Das sollte nun für alle Schutzsuchenden gelten:</p>
<blockquote>
<p>&#8222;Das diskriminierende Asylbewerberleistungsgesetz, die Zuweisung in Kommunen gegen den Wunsch der Betroffenen und die langfristige Unterbringung in Lagern sind niemandem zuzumuten. Solche Gängelungen müssen endlich für alle Geflüchteten abgeschafft werden!&#8220;, erklärt Mara Hasenjürgen vom Flüchtlingsrat Brandenburg.</p>
</blockquote>
<p>Die Unterbringung in Massenunterkünften darf nur vorübergehend sein. Länder und Landkreise müssen sich jetzt vermehrt um dezentrale Unterbringung bemühen, um gesellschaftliche Teilhabe für alle Geflüchteten von Beginn an zu ermöglichen.</p>
<p>Flüchtlingsräte und PRO ASYL stehen an der Seite diverser migrantischer Selbstorganisationen, die die ungleiche Behandlung Schutzsuchender scharf kritisieren. <a href="https://taz.de/Schwarze-Gefluechtete-aus-der-Ukraine/!5834093/">Racial Profiling</a> durch die Polizei, die <a href="https://www.republik.ch/2022/03/10/diesmal-haben-sie-blaue-augen">Medienberichterstattung</a> und die geltende Rechts- und Verordnungslage zeigen die rassistische Unterscheidung auf, die Menschen auf der Flucht erfahren müssen. Zentral ist jetzt, dass die Bundesregierung ihre Spielräume in der Umsetzung des EU-Ratsbeschlusses nutzt. Alle Meschen, die aus der Ukraine fliehen, müssen die Aufenthaltserlaubnis nach §24 Aufenthaltsgesetz erhalten, auch wenn sie nicht explizit in der <a href="https://www.asyl.net/fileadmin/user_upload/Gesetzestexte/EU-RL_voruebergehender_Schutz.pdf">EU-Richtlinie 2001/55/EG</a> genannt sind.</p>
<blockquote>
<p>&#8222;Selektive Solidarität ist keine. Es spielt keine Rolle, welche Nationalität oder Hautfarbe Menschen haben, die hier Schutz suchen. Wir sind verpflichtet, allen Schutzsuchenden unsere volle Unterstützung zukommen zu lassen. Ob Menschen vor Bomben oder Hunger fliehen, darf keinen Einfluss auf unsere Aufnahmebereitschaft haben&#8220;, stellt Dave Schmidtke vom Sächsischen Flüchtlingsrat klar.</p>
</blockquote>
<p>Selbstorganisierte Kämpfe von Migrant*innen, besonders seit dem langen Sommer der Migration 2015/16, aber auch die unzähligen Vereine und Organisationen, die Geflüchtete seit Jahren unterstützen, haben die elementare Arbeit geleistet, auf der aktuelle Formen der Solidarität aufbauen können. Trotz der Katastrophe in der Ukraine darf die Not der Menschen in Ländern wie Libyen, Belarus, Jemen, Syrien, Äthiopien, Nigeria oder Afghanistan nicht vergessen werden.</p>
<p><strong>Pressekontakt:</strong></p>
<p>Flüchtlingsrat Brandenburg | Mara Hasenjürgen | <a href="mailto:info@fluechtlingsrat-brandenburg.de">info@fluechtlingsrat-brandenburg.de</a> | 0176-31483547</p>
<p>PRO ASYL | <a href="mailto:presse@proasyl.de">presse@proasyl.de</a> | 069/24231430</p>
<p>&nbsp;</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_2  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Foto: Flüchtlingsrat Brandenburg (Frankfurt Oder 08.03.22)</p></div>
			</div>
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				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="2048" height="1536" src="https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/wp-content/uploads/2022/03/FFO-8.3.22.jpeg" alt="Polizei und Rotes Kreuz auf dem Bahnsteig in Frankfurt Oder 8.3.22" title="FFO 8.3.22" srcset="https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/wp-content/uploads/2022/03/FFO-8.3.22.jpeg 2048w, https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/wp-content/uploads/2022/03/FFO-8.3.22-1280x960.jpeg 1280w, https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/wp-content/uploads/2022/03/FFO-8.3.22-980x735.jpeg 980w, https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/wp-content/uploads/2022/03/FFO-8.3.22-480x360.jpeg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2048px, 100vw" class="wp-image-31731" /></span>
			</div>
			</div><div class="et_pb_column et_pb_column_1_2 et_pb_column_4  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child et_pb_column_empty">
				
				
				
				
				
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<p>The post <a href="https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/solidaritaet-kennt-keine-nationalitaet-aufnahmebedingungen-fuer-alle-schutzsuchenden-verbessern/">Solidarität kennt keine Nationalität – Aufnahmebedingungen für alle Schutzsuchenden verbessern</a> appeared first on <a href="https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de">Flüchtlingsrat Brandenburg</a>.</p>
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		<item>
		<title>Praxishinweis: Versorgung von Geflüchteten mit medizinischen Schutzmasken</title>
		<link>https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/praxishinweis-versorgung-von-gefluechteten-mit-medizinischen-schutzmasken/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=praxishinweis-versorgung-von-gefluechteten-mit-medizinischen-schutzmasken</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Client Default]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Mar 2021 12:38:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Corona]]></category>
		<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/?p=28410</guid>

					<description><![CDATA[<p>Als medizinische Masken werden sowohl OP-Masken als auch FFP2-Masken angesehen. Als einer FFP2-Maske vergleichbar gelten auch Masken mit den Typbezeichnungen N95, P2, DS2 oder eine Corona-Pandemie-Atemschutzmaske (CPA), insbesondere KN95. (Siebte SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung vom 6. März 2021) Das BMAS empfiehlt Bezieher_innen von Leistungen nach § 3 AsylbLG oder von gekürzten Leistungen nach § 1 AsylbLG die Kostenerstattung [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/praxishinweis-versorgung-von-gefluechteten-mit-medizinischen-schutzmasken/">Praxishinweis: Versorgung von Geflüchteten mit medizinischen Schutzmasken</a> appeared first on <a href="https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de">Flüchtlingsrat Brandenburg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Als medizinische Masken werden sowohl OP-Masken als auch FFP2-Masken angesehen. Als einer FFP2-Maske vergleichbar gelten auch Masken mit den Typbezeichnungen N95, P2, DS2 oder eine Corona-Pandemie-Atemschutzmaske (CPA), insbesondere KN95. (Siebte SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung vom 6. März 2021)</p>
<p>Das BMAS empfiehlt Bezieher_innen von Leistungen nach § 3 AsylbLG oder von gekürzten Leistungen nach § 1 AsylbLG die Kostenerstattung beim Sozialamt über § 6 AsylbLG (&#8222;sonstige Leistungen&#8220;) geltend zu machen.</p>
<p>Für Bezieher_innen von <strong>Analogleistungen nach § 2 AsylbLG </strong>(und Leistungsbezieher_innen nach SGB XII) vertritt das BMAS die Auffassung, dass das jedoch nicht möglich ist, da diese Kosten im Regelsatz enthalten seien.</p>
<p>Das Sozialministerium hat dem Flüchtlingsrat per Email mitgeteilt, dass das Land Brandenburg sich dafür entschieden hat, in Anlehnung an die Regelungen in Rheinland-Pfalz, <strong>auch</strong> Analogleistungsberechtigten unter bestimmten Voraussetzungen einen gesonderten Bedarf zuzusprechen. Bei Analogleistungsberechtigten gem. § 2 Abs. 1 AsylbLG erfolgt die Bedarfsdeckung bzgl. medizinischer Masken in entsprechender Anwendung des § 73 SGB XII grundsätzlich als Beihilfe in Form von Geldleistungen. Das Land Brandenburg hat den kommunalen Aufgabenträgeren empfohlen Analogleistungsberechtigten, die in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht sind, die Bedarfsdeckung durch Sachleistung zu erbringen.</p>
<p>Das MSGIV verweist in der Email zudem darauf, dass für die Schutzmasken eine rückwirkende Kostenerstattung bzw. Kostenübernahme nicht in Betracht kommt.</p>
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			</item>
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		<title>Musteranträge: Kostenübernahme für digitale Endgeräte für Homeschooling!</title>
		<link>https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/musterantraege-zur-kostenuebernahme-fuer-digitale-endgeraete-fuer-homeschooling/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=musterantraege-zur-kostenuebernahme-fuer-digitale-endgeraete-fuer-homeschooling</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Client Default]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Mar 2021 13:01:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Corona]]></category>
		<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bildungsteilhabe von Geflüchteten sichern! Kindern und Jugendlichen in Sammelunterkünften fehlen oftmals wesentliche Grundvoraussetzungen, um am digitalen Fernunterricht teilzunehmen. So ist in den Unterkünften für Geflüchtete in der Regel kein WLAN im Wohnbereich verfügbar, Laptops oder Computer und Drucker sind selten vorhanden, Internetkontingente auf Handys nach wenigen Tagen verbraucht. Über den sog. Digitalpakt konnte leider bisher [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bildungsteilhabe von Geflüchteten sichern!</strong></p>
<p>Kindern und Jugendlichen in Sammelunterkünften fehlen oftmals wesentliche Grundvoraussetzungen, um am digitalen Fernunterricht teilzunehmen. So ist in den Unterkünften für Geflüchtete in der Regel kein WLAN im Wohnbereich verfügbar, Laptops oder Computer und Drucker sind selten vorhanden, Internetkontingente auf Handys nach wenigen Tagen verbraucht. Über den sog. Digitalpakt konnte leider bisher noch nicht erreicht werden, dass alle Schüler_innen mit Bedarf durchgängig mit digitalen Endgeräten ausgestattet werden.</p>
<p>Von daher ist die Entscheidung des Bundesarbeitsministers, Schüler_innen im SGB II-Bezug, bei der Anschaffung von digitalen Endgeräten zu unterstützen, äußerst begrüßenswert (siehe Infos des BMAS <a href="https://www.bmas.de/DE/Service/Presse/Meldungen/2021/kostenuebernahme-fuer-digitale-endgeraete-im-sgb-2.html">hier</a>).</p>
<p>Die Bundesagentur für Arbeit hat am 01.02.2021 <a href="https://www.arbeitsagentur.de/datei/weisung-202102001_ba146855.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer external" data-wpel-link="external">eine Weisung an die Jobcenter</a> herausgegeben, die vorsieht, dass für Schüler_innen aus Familien, die Grundsicherung nach dem SGB II beziehen, rückwirkend zum 1. Januar dieses Jahres im Bedarfsfall die Kosten für die Anschaffung eines digitalen Endgerätes für den Schulunterricht übernommen werden. In der Regel sollen bis zu 350,- Euro zur Anschaffung von Tablets/PCs, Druckern und Druckerpatronen durch die Jobcenter bewilligt werden.</p>
<p>Mit <a href="https://www.nds-fluerat.org/wp-content/uploads/2021/03/BMAS_Hinweise_digitale_Endgrte_AsylbLG_09-02-2021.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Schreiben vom 09.02.2021</a> hat das BMAS den obersten Landesbehörden Hinweise gegeben, wie auch Geflüchtete, die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) erhalten, mit digitalen Endgeräten für den Unterricht versorgt werden sollen.</p>
<p>Das heißt konkret Empfänger_innen von Leistungen nach § 2 AsylbLG können für die Anschaffung von digitalen Endgeräten für den Unterricht auch bis zu 350,- Euro beim Sozialamt beantragen. Das Geld wird als Darlehen gewährt, das jedoch nicht zurückgefordert wird. Zudem können Personen, die Leistungen nach § 3 AsylbLG erhalten, für die Anschaffung von digitalen Endgeräten für den Unterricht beim Sozialamt einen Antrag auf Kostenübernahme stellen und dann einen Zuschuss auf Grundlage des § 6 AsylbLG erhalten, wie dies in einem <a href="https://www.nds-fluerat.org/wp-content/uploads/2021/03/BMAS_Laenderinfo_AsylbLG_12-02-2021.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Länderinformationsschreiben des BMAS vom 12.02.2021</a> beschrieben wurde.</p>
<p><strong>Anträge stellen!</strong></p>
<p>Sofern die Schulen keine Geräte zur Verfügung stellen können, sollten Schüler_innen bzw. deren Eltern, die im SGB II-Bezug sind oder Leistungen nach dem AsylbLG erhalten, Anträge auf Kostenübernahme für digitale Endgeräte für das Homeschooling beim Sozialamt beantragen.</p>
<p>Dazu hat Tacheles e.V. Musteranträge entworfen, die für die Antragstellung hilfreich sind:</p>
<ul>
<li><a href="https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/wp-content/uploads/2021/03/Musterantrag_Dig._Geraet_2.2021_SGB_II.rtf">Musterantrag digitale Endgeräte bei SGB II-Bezug</a></li>
<li><a href="https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/wp-content/uploads/2021/03/Musterantrag_Dig._Geraet_2.2021_SGB_XII-2.rtf">Musterantrag digitale Endgeräte bei SGB XII-Bezug /Analogleistungen nach § 2 AsylbLG</a></li>
<li><a href="https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/wp-content/uploads/2021/03/Musterantrag_Dig._Geraet_2.2021_AsylbLG.rtf">Musterantrag digitale Endgeräte bei Leistungen nach § 3 AsylbLG</a></li>
<li><a href="https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/wp-content/uploads/2021/03/Schulbescheinigung_dig_Endgereate_2-2021.rtf">Vordruck Schulbescheinigung über Notwendigkeit von digitalen Endgeräten</a></li>
</ul>
<p>Weitere Ausführungen dazu siehe auf der <a href="https://tacheles-sozialhilfe.de/startseite/aktuelles/d/n/2739/" target="_blank" rel="noopener noreferrer external" data-wpel-link="external">Webseite von Tacheles e.V</a></p>
<p>Ergänzung vom 19. März 2021:<br />
Das Sozialministerium (MSGIV) hat dem Flüchtlingsrat per Email mitgeteilt, dass es in einem Rundschreiben an die kommunalen Aufgabenträger inhaltlich auf die Weisung der BA vom 1. Februar 2021 sowie auf die Hinweise des BMAS verwiesen hat. Das MSGIV bestätigte in der Email, dass die Anerkennung des Mehrbedarfs mit Wirkung zum 1. Januar 2021 in Betracht kommt.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<item>
		<title>Appell:  Gesundheitsversorgung sicherstellen! Lager auflösen!  Menschen und ihre Rechte schützen!</title>
		<link>https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/appell-gesundheitsversorgung-sicherstellen-lager-aufloesen-menschen-und-ihre-rechte-schuetzen/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=appell-gesundheitsversorgung-sicherstellen-lager-aufloesen-menschen-und-ihre-rechte-schuetzen</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Client Default]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Mar 2020 10:25:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/?p=23789</guid>

					<description><![CDATA[<p>The post <a href="https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/appell-gesundheitsversorgung-sicherstellen-lager-aufloesen-menschen-und-ihre-rechte-schuetzen/">Appell:  Gesundheitsversorgung sicherstellen! Lager auflösen!  Menschen und ihre Rechte schützen!</a> appeared first on <a href="https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de">Flüchtlingsrat Brandenburg</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_2 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2><strong>We’ll Come United, die Landesflüchtlingsräte, die bundesweiten Medibüros/Medinetze: </strong><strong>Appell vom 20. März 2020</strong></h2>
<p>Während Bundes- und Landesregierungen in nahezu allen Lebensbereichen strikte Maßnahmen gegen eine weitere Ausbreitung der COVID-19-Epidemie ergreifen, werden Geflüchtete in den Lagern (Aufnahmeeinrichtungen, Gemeinschaftsunterkünften, sogenannten Ankerzentren) und in der Abschiebehaft sowie Illegalisierte und Menschen ohne Krankenversicherungsschutz nur unzureichend geschützt. Aufgrund der engen Belegung und der meist gemeinschaftlichen Nutzung von Bädern, Küchen und anderen Flächen sind die in den Sammelunterkünften untergebrachten Menschen besonders gefährdet, sich mit dem Corona-Virus zu infizieren. Gleichzeitig haben sie aufgrund mangelnder Informationen, geringerer finanzieller Mittel und oft fehlender sozialer Netzwerke nur wenig Möglichkeit, sich an die gegenwärtige Situation anzupassen.</p>
<p>We’ll Come United, die Landesflüchtlingsräte, die bundesweiten Medibüros/Medinetze und viele weitere Organisationen und Initiativen appellieren an die Bundes- und Landesregierungen, dem dynamischen Epidemiegeschehen sofort zu begegnen, Gesundheitsversorgung für alle zu garantieren und einen Leerzug der Massenunterkünfte zu veranlassen. Geflüchtete, die den Risikogruppen angehören, müssen unverzüglich einen adäquaten Schutzraum und angemessene Versorgung erhalten – zum Schutz der Einzelnen und zum Schutz aller Menschen in dieser Gesellschaft.</p>
<p>Verminderung sozialer Kontakte, das Einhalten eines Mindestabstands und Sicherung hygienischer Standards sind notwendig, um eine weitere Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus zu verhindern. All das ist für Tausende von Menschen derzeit nicht möglich. In einigen Geflüchtetenunterkünften kam es bereits zu Erkrankungen und häuslicher Quarantäne von Hunderten von Menschen auf engstem Raum, beispielsweise in Suhl (Thüringen), in Berlin und in München. Zuverlässige Informationen in den benötigten Sprachen fehlen, Menschen harren in Unsicherheit und Angst hinter verschlossenen Türen aus und versorgen schwer erkrankte Zimmernachbar*innen, wie zum Beispiel in München, von wo es außerdem bereits Berichte von Willkür und Gewalt durch Sicherheitspersonal gibt (1).</p>
<p>Oder die Polizei rückt in einem Großeinsatz an, um eine Quarantäne durchzusetzen, bevor die Bewohner*innen auch nur ansatzweise strukturierte mehrsprachige Informationen erhalten haben, was Quarantäne bedeutet und warum sie verhängt wurde, und löst damit eine große Verunsicherung und Proteste aus, wie in Suhl (Thüringen) (2).</p>
<p>Einem akuten Infektionsgeschehen darf nicht mit Zwangsquarantäne einer gesamten Unterkunft und ihrer Bewohner*innen und gewaltvoller Durchsetzung der Maßnahmen begegnet werden. Vielmehr sind Informationen und Aufklärung hierbei unumgänglich, um die Menschen vor sowohl gesundheitlichen als auch psychischen Schäden zu schützen. Wir fordern die dauerhafte Sicherstellung des Zugangs zu Information, mehrsprachigen Materialien, Verdolmetschung und Vermittlung von zuverlässigen Informationen. Zugang zum Internet über WLAN muss unverzüglich und flächendeckend für alle Geflüchtetenunterkünfte organisiert werden.</p>
<p>Auch ist Zugang zu psychologischer Beratung notwendig, da die Situation der Quarantäne auch traumatisierend oder retraumatisierend wirken kann.</p>
<p>Wir fordern eine sofortige Auflösung der Massenunterbringung in Gemeinschaftsunterkünften, Erstaufnahmeeinrichtungen und Ankerzentren. Das damit verbundene Infektionsgeschehen ist nicht zu verantworten. Geflüchteten, die Risikogruppen angehören wie Ältere oder Menschen mit Vorerkrankungen müssen insbesondere geschützt werden. Im gesamten Bundesgebiet stehen zahlreiche Wohnungen, Ferienapartments und Hotels leer. Diese Räume müssen sofort durch die zuständigen Behörden zur dezentralen Unterbringung aktiviert und genutzt werden.</p>
<p>Der eingeschränkte Zugang zu Gesundheitsversorgung in Abhängigkeit vom Aufenthaltstitel und Sozialleistungsanspruch kann in der momentanen Lage über Leben und Tod entscheiden. Wir fordern eine sofortige flächendeckende Öffnung des Gesundheitswesens und einen unbürokratischen Zugang zur regulären Versorgung für alle Menschen. Auch illegalisierte Menschen und Personen ohne Krankenversicherung müssen ab sofort getestet und gegebenenfalls behandelt werden. Es muss ausdrücklich zugesichert werden, dass sensible Daten nicht an die Ausländerbehörde übermittelt werden (Aussetzung §87 Aufenthaltsgesetz). Die Kosten für diese dringend notwendigen Gesundheitsleitungen sind selbstverständlich aus öffentlichen Mitteln zu bestreiten (z.B. Handhabung im Sinne von §19, §25, §69 Infektionsschutzgesetz und Anwendung des „Nothelferparagraphen“ §6a Asylbewerberleistungsgesetz).</p>
<p>Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge muss die Versendung negativer Bescheide unverzüglich einstellen. Aufgrund von geschlossenen Beratungsstellen und eingeschränktem Besuchsverkehr bei Anwält*innen ist es momentan für Geflüchtete kaum möglich, gegen negative Bescheide rechtlich fristgerecht vorzugehen.</p>
<p>Sämtliche Kürzungen von Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz müssen aufgehoben werden. Da Beratungsstellen und Kanzleien nach und nach schließen, ist der Zugang zu einer effektiven Rechtsberatung nicht mehr gewährleistet.</p>
<p>Wir fordern einen Abschiebestopp und die pauschale Verlängerung aller Aufenthaltstitel mit sofortiger Wirkung. Bei geschlossenen Grenzen und weltweiten Reisewarnungen ist es absurd Abschiebungen weiter durchzuführen. Menschen in Abschiebehaft sind sofort zu entlassen.</p>
<p>Wer sich momentan an der griechisch-türkischen Grenze und in den Lagern auf den griechischen Inseln befindet, ist hygienischen Zuständen und psychischen Belastungen fern jeglicher Standards ausgesetzt. Wir fordern, die Menschen aus Griechenland sofort zu evakuieren!</p>
<p>#LeaveNoOneBehind!</p>
<h2><span lang="en-US">Pressekontakt: </span></h2>
<p><span lang="en-US">We`ll Come United: <a href="mailto:presse@welcome-united.org">presse@welcome-united.org</a>, 0176 830 869 11</span></p>
<p>Landesflüchtlingsräte: www.fluechtlingsrat.de</p>
<p>Medibüros/Medinetze: <a href="mailto:info@medibuero-berlin.de">info@medibuero-berlin.de</a></p>
<h1><strong>Unterzeichner*innen:</strong></h1>
<p>PRO ASYL</p>
<p>BAfF Bundesweite Arbeitsgemeinschaft der psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer.</p>
<p>SEEBRÜCKE</p>
<p>Kontakt- und Beratungsstelle für Flüchtlinge und Migrant_innen e.V,</p>
<p>XENION &#8211; Psychosoziale Hilfen für politisch Verfolgte e.V.,</p>
<p>Bon Courage e.V., Borna</p>
<p>AG Asylsuchende Sächsische Schweiz/ Osterzgebirge e.V.</p>
<p>Kampagne &#8222;100 Jahre Abschiebehaft&#8220;</p>
<p>Abschiebehaftkontaktgruppe Dresden</p>
<p>ausbrechen &#8211; Antifa Paderborn</p>
<p>Initiativkreis: Menschen.Würdig, Leipzig</p>
<p>Migrationsrat Berlin e.V.</p>
<p>Verein iranischer Flüchtlinge in Berlin e.V.</p>
<p>IniRromnja</p>
<p>RomaniPhen e.V.</p>
<p>YAAR e.V.</p>
<p>AKuBiZ e.V., Pirna</p>
<p>AGIUA e.V., Chemnitz</p>
<p>Aufstehen gegen Rassismus, Chemnitz</p>
<p>Women in Exile e.V.</p>
<p>Jugendliche Ohne Grenzen</p>
<p>Refugees4Refugees</p>
<p>Anlaufstelle PRO ROMA Waldkirch</p>
<p><span lang="en-US">United Refugees Rights Movement Karlsruhe </span></p>
<p><span lang="en-US">(1) </span><sup><span lang="en-US"></span></sup><span lang="en-US"> <a href="http://thevoiceforum.org/?fbclid=IwAR1p4OEDVBIxl5LHliuhmxoRFzDVkKz-k3QJZbPXIr9lFqwCDTmqR0xtG04">http://thevoiceforum.org/?fbclid=IwAR1p4OEDVBIxl5LHliuhmxoRFzDVkKz-k3QJZbPXIr9lFqwCDTmqR0xtG04</a><br />(2) https://taz.de/Polizeieinsatz-gegen-Gefluechtete-in-Suhl/!5668971</span></p>
<p><a href="https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/wp-content/uploads/2020/03/Appell_WU_LFR_Corona_20_3_20.pdf" rel="attachment wp-att-23794">Appell als PDF</a></p>
<p>&nbsp;</p></div>
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<p>The post <a href="https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/appell-gesundheitsversorgung-sicherstellen-lager-aufloesen-menschen-und-ihre-rechte-schuetzen/">Appell:  Gesundheitsversorgung sicherstellen! Lager auflösen!  Menschen und ihre Rechte schützen!</a> appeared first on <a href="https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de">Flüchtlingsrat Brandenburg</a>.</p>
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