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ENTIMON (2005-2006)

Spuren hinterlassen

Regionale Netzwerke für MultiplikatorInnen in der Flüchtlingsarbeit

Der Flüchtlingsrat Brandenburg hat für die Jahre 2005 und 2006 bei entimon – gemeinsam gegen Gewalt und Rechtsextremismus ein Projekt beantragt. Hier soll es vor allem um den Ausbau eines Netzwerkes mit den Menschen gehen, die sich in der Flüchtlingsarbeit engagieren. Gefragt sind aber auch neue und engere Kontakte mit Flüchtlingen selber.

Die Ziele des Projektes sind:

  1. Ausbau eines Netzwerkes in der Flüchtlingsarbeit in Brandenburg. Damit soll erreicht werden, dass sich vermehrt Menschen öffentlich für die Belange von Flüchtlingen, Asylsuchenden und MigrantInnen einsetzen.
    Die Aktivierung und Beteiligung von BürgerInnen sind wichtig, um das zivilgesellschaftliche Engagement zu stärken. Mit der Beteiligung und Ausführung von öffentlichen Veranstaltungen und Aktionen sollen Positionen gegen Gewalt und Rechtsextremismus öffentlich vertreten werden, da somit eine Sensibilisierung auch im eigenen Umfeld stattfinden kann. Gemeinsam mit Flüchtlingen und Asylsuchenden sollen Veranstaltungen geplant und durchgeführt und themenspezifische Publikationen erstellt werden.
    Es soll die Fähigkeit entwickelt und bestärkt werden, sich gegen Rechtsextremismus und auch gegen bestehende Willkürakte gegenüber Flüchtlingen einzusetzen. Im Netzwerk wird es Schwerpunktarbeitsgruppen geben, um die Arbeit thematisch aufzuteilen.
  2. Schulung/Bildung von MultiplikatorInnen in der Flüchtlingsarbeit um selber Wissen weiterzugeben und damit eine breitere Personengruppe zu erreichen, die bereit ist für das Gemeinwesen Verantwortung zu übernehmen. Es werden Schulungen zu flüchtlingsrelevanten Themen stattfinden, um die AkteurInnen auch inhaltlich zu festigen.
  3. Ausbau von Landkreis übergreifenden Kontakten, Kooperation und stetige Vergrößerung: die Koordinierungsstelle vermittelt die Kontakte von Menschen/Gruppen aus verschiedenen Landkreisen. Das ist in einem Flächenland wie Brandenburg besonders wichtig, da die Arbeit im Zeitalter der neuen Technologien nun auch per Email und Mailinglisten erleichtert wird. Hier können sich auch Menschen zusammenfinden, die gern zu einem bestimmten Thema arbeiten möchten, aber noch nichts von anderen Gruppen/Personen wussten, die auch dazu arbeiten. Lokale Akteure übernehmen die Leitung und Verantwortung gemeinsam mit dem Projektträger um somit die Idee der Schwerpunkt bezogenen Flüchtlings(rats)arbeit in die einzelnen Landkreise tragen. Gemeinsame Verantwortung wird die Basisarbeit in Brandenburg stärken und erweitern.
  1. Sensibilisierung der Öffentlichkeit und Signalsetzung für die Landespolitik: Einblick in die Situation von Flüchtlingen in Brandenburg geben und die Öffentlichkeit mit entsprechenden Veranstaltungen und Veröffentlichungen sensibilisieren, um antirassistisches Engagement und die Ausübung von Toleranz in Brandenburg weiter zu verbreiten. Flüchtlingen und Asylsuchenden soll mit der breiten Öffentlichkeitswirksamkeit und der Sensibilisierung vor Ort geholfen werden.

    Die thematische Schwerpunkte der Vernetzungsarbeit werden sein:

    • Lebenssituation von Flüchtlingen und Asylsuchenden im Land Brandenburg: Heimunterbringung, Leistungsform, eigene Sichtweisen auf die Situation, Bildung und Arbeit
    • politische Möglichkeiten der Flüchtlingshilfe: Härtefallgremien, Bleiberechtsregelungen, Integrationsbemühungen seitens der Betroffenen und der Regierung
    • europäische Vernetzungsarbeit: Nachbarland Polen, Situation an der Grenze