- Flüchtlingsrat Brandenburg - https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de -

Informationen für Flüchtlinge zum Asylverfahren

Herausgegeben von den folgenden Nichtregierungsorganisationen und AnwältInnen:
Deutsch-Kaukasische Gesellschaft, Flüchtlingsrat Brandenburg, Flüchtlingsberatungsstelle des Kirchenkreises Oranienburg, Rechtsanwältin Tatjana Ansbach, Verfahrensberatung des Diakonischen Werkes Elbe-Elster, Xenion (psychosoziale Hilfen für politisch Verfolgte e.V.),

Sie haben in Deutschland Asyl beantragt. Dies bedeutet nicht zwingend, dass Ihr Asylverfahren auch in Deutschland durchgeführt wird. Vielmehr erfolgt in den nächsten Wochen eine Prüfung, ob nicht ein anderer Staat in Europa für Ihre Asylangelegenheit zuständig ist. Wird über Ihre Fingerabdrücke herausgefunden, dass Sie vor Ihrer Einreise nach Deutschland schon in einem anderen EU-Staat waren, dann liegt ein so genannter “EURODAC-Treffer” vor. Nach der Dublin II Verordnung (hier kurz DÜ II genannt) können Sie dann in diesen für Sie “sicheren” Staat, in dem Ihre Fingerabdrücke gefunden wurden, zurückgeschoben werden. Aber nicht nur die EURODAC-Treffer werden gelten gemacht, um zu beweisen, dass Sie vor der Ankunft in Deutschland schon in einem anderen EU-Staat waren, sondern alle möglichen Indizien werden zusammengetragen! Kann man Ihnen nachweisen, dass Sie vorher in einem anderen EU-Staat waren und ist dieser bereit Sie zurückzunehmen, dann wird in diesem Land Ihr Asylverfahren durchgeführt.

Ausnahmen:

Wenn einer oder mehrere der folgenden Punkte auf Sie zutrifft und Sie aus diesen Gründen ein Asylverfahren in einem bestimmten Staat durchführen möchten, teilen Sie dies unbedingt mit (der Beratungsstelle und dem Bundesamt, das für Ihren Asylantrag in Deutschland zuständig ist):