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Termine 2007

11. Juli 2007, 20 Uhr:

Check in for another world – Flüchtlingslager – vom Begriff zur Wirklichkeit

Das Einsperren einer großen Zahl von Menschen in Lagern und die damit einhergehende Entrechtung und Entmenschlichung reichen weit zurück in die europäische Kolonialgeschichte. Inner- und ausserhalb der EU gibt es heute Lager für Flüchtlinge in verschiedensten Ausführungen – das Auffanglager in Lampedusa ist anders als die dem Schengenraum vorgelagerten Flüchtlingslager etwa in Lybien, diese anders als Asylbewerberheime oder die Abschiebeknäste in Deutschland. Alle aber bilden sie einen rechtlosen Raum inmitten der Gesellschaft, in dem eine andere Wirklichkeit herrscht, die nicht zur Normalität gehört. Was ist eigentlich ein Lager? Woher kommt der Begriff und was soll die Installation eines solchen? Ausbeutung, Einschüchterung, Ermordung? Schnell errichtet und billig unterhalten. Zur Abschreckung und Ausgrenzung? Referenten: Christopher Nsoh (Politikwissenschaftler, Flüchtlingsinitiative Brandenburg) Tobias Pieper (Psychologe, Politikwissenschaftler, Lehrbeauftragter an der FU- Berlin mit dem Schwerpunkt Migration, arbeitet zu Lagerunterbringung, Rassismus und Migrationstheorien) Ort: Mehringhof, Gneisenaustrasse 2a; Nähe U-Bahnhof Mehringdamm Vortragssprachen: englisch, deutsch

07.07.2007, um 10.00 Uhr:

2. Auflage des antifaschistischen Fussballturnieres in Bad Freienwalde.

Der Schwerpunkt wird in der Aufklärung über regionale Nazistrukturen liegen.
Da Bad Freienwalde, durch die Lage im Osten Brandenburgs, ständig ins Visier von organisierten Neonazis gerät, ist es hier dringend notwendig Gegenaktivitäten zu entwickeln. Da diese in den letzten Jahren selten oder gar nicht durchgesetzt wurden, sollen nun durch ein kontinuierliches Antifa- Fussballturnier, sportliche Aktivität und politische Theorie miteinander verbunden werden. Bei cooler Musik, Verpflegung, einem großen Platz und viel Sonne richtig gegen Nationalismus und Antisemitismus austoben. Um wird gebeten und falls jemand einen Infostand aufbauen möchte, gibt es dafür noch genügend Platz.

Samstag 23. Juni 2007, 15:00 Uhr: Demonstration gegen Abschiebegefängnis Ingelheim

Das Bündnis gegen das Abschiebegefängnis Ingelheim ruft auf: Schließung des Gefängnisses: Fluchtursachen bekämpfen, nicht Flüchtlinge; 23. Juni 2007, ab 15 Uhr, Bahnhof Ingelheim. Der Demonstrationszug zieht vom Bahnhof durch die Ingelheimer Innenstadt zum Abschiebegefängnis. „Das Abschiebegefängnis Ingelheim mit seinen fünf Meter hohen Betonmauern steht dafür, dass in Deutschland nach wie vor Flüchtlinge bekämpft werden und nicht die Fluchtursachen. Deshalb setzen wir uns für eine Schließung ein.”. So begründet Roland Röder, Geschäftsführer der „Aktion 3.Welt Saar”, den Aufruf zur Demonstration.

„Das Abschiebegefängnis Ingelheim ist für mich Ausdruck davon, dass trotz offizieller Bekundungen Integration nicht erwünscht ist. Statt Ausgrenzung setzen wir uns für ein Bleiberecht und die Partizipation von Flüchtlingen ein”, so Röder. Letztlich ist dieses Gefängnis ein Baustein in der Mauer um Europa, die sich gegen Flüchtlinge richtet. Seit Inkrafttreten des Schengener Vertragswerkes 1993 sind an den europäischen Außengrenzen weit über 5.000 Flüchtlinge ums Leben gekommen. Deshalb findet im Rahmen der Proteste gegen das G8 Treffen am Montag, 4. Juni, ein Aktionstag zu Flucht und Migration statt. Weitere Informationen [1]

18. Juni 2007 Grenzen Europas – Grenzen des Flüchtlingsschutzes

7. Berliner Symposium zum Flüchtlingsschutz in der Französischen Friedrichstadtkirche (Französischer Dom) auf dem Gendarmenmarkt in Berlin-Mitte

Auf dem Symposium soll die Flüchtlingspolitik im Hinblick auf die Krise an den EU-Grenzen analysiert werden. Es soll geprüft werden, inwieweit bestehende Konzepte der Flüchtlingspolitik an den Außengrenzen der EU und jenseits dieser Grenzen die Verpflichtungen des internationalen Flüchtlings- und Menschenrechtsschutzes berücksichtigen, und welche alternativen Konzepte existieren.
Detaillierte Informationen zum Inhalt und zur Organisation der Tagung finden Sie hier [2]

Do 14. Juni, 16.30 Uhr: (Tag X) Kundgebung vor dem Bundesinnenministerium

Alt Moabit 101, U-Bahn Turmstrasse anlässlich der für diesen Tag gegen Mittag vorgesehenen endgültigen Beschlussfassung (2. und 3. Lesung) im Deutschen Bundestag über die Verschärfungen des Zuwanderungsgesetzes.
Voraussichtlich am 6. Juli 07 soll dann auch der Bundesrat die geplanten Gesetzesverschärfungen bestätigen.

Dienstag, 12.6.2007, 14:00 bis 16:00 Uhr, Stiftung Nord-Süd-Brücken „Unser Land, unser Erbe, unser Recht”

Die ländliche Bevölkerung und die ungelöste Landfrage in Südafrika

mit: zwei VertreterInnen der südafrikanischen NGO TCOE
Susanne Laudahn (SODI-Projektmanagerin Afrika)
In vielen Ländern des Südlichen Afrikas ist die ungelöste Landrechtsfrage eines der dringendsten Probleme. Ihre Adressierung und Lösung ist darüber hinaus eine Grundvoraussetzung für Entwicklung. Landnutzung und Landbesitz waren im Südlichen Afrika lange Zeit kolonial und rassistisch strukturiert. In Südafrika befanden sich 1994 – zum Ende der Apartheid – 86 Prozent des Farmlandes im Besitz von 60.000 weißen Farmern. Eines der ersten Gesetze der demokratisch gewählten Regierung unter Nelson Mandela war ein umfangreiches Landgesetz, das u.a. vorsah, 30 Prozent des Farmlandes innerhalb von fünf Jahren an schwarze Haushalte zu verteilen.
Wir freuen uns auf Eure/Ihre Teilnahme und bitten – zwecks besserer Planung – um Anmeldung bis zum 5. Juni 2007 unter Tel: 030-42 85 13 85, oder info [at] nord-sued-bruecken [dot] de [3]

Montag, den 11. Juni 2007, 10:00 bis 16:00 Uhr Seminar “Die Dublin II- Verordnung im Alltag der Flüchtlingsberatung”

findet statt voraussichtlich in Jena sonst in Erfurt (nähere Infos bei Sylvia Hörner, Flüchtlingsrat Thüringen e.V., Tel: 0361-2172723, beratung.equal[at]fluechtlingsrat-thr.de)

Hauptinhalte des Seminars: