Veranstaltung mit Amadou M’Bow von der Menschenrechtsorganisation AMDH aus Mauretanien
Die Nordafrikanischen Länder werden immer stärker in die Abschottungspolitik der EU gegenüber Flüchtlingen einbezogen. Ein Beispiel hierfür ist Mauretanien. Von hier aus haben sich in den letzten Jahren viele Flüchtlinge mit Booten auf den gefährlichen und tödlichen Weg zu den Kanarischen Inseln gemacht. Die Zahl der dabei ertrunkenen Flüchtlinge ist nicht bekannt, offizielle spanische Regierungsstellen aber sprechen von ca. 6.000 die alleine im Jahr 2006 umgekommen sind.
Die EU versucht mit politischem und wirtschaftlichem Druck die mauretanische Regierung zu zwingen, MigrantInnen an der Flucht in die EU zu hindern. Mit EU- Geldern sind Flüchtlingslager in Mauretanien für die Rücknahme abgeschobener Flüchtlinge aus der EU errichtet worden. Frontex, die Grenzschutzagentur der EU, kontrolliert die Gewässer vor der Küste Mauretaniens und versucht Boote mit Flüchtlingen „zurück zu drängen”. Darüber hinaus unterhält Frontex in den Hafenstädten kleine Büros, die schon das Auslaufen der Flüchtlingsboote verhindern sollen.
Gleichzeitig gibt es auch in verschiedenen nordafrikanischen Ländern Widerstand gegen die Rückschiebungspolitik der EU und gegen die verstärkten Abschottungsanstrengungen
Amadou M’Bow von der mauretanischen Menschenrechtsorganisation „Association Mauritanienne des Droits de l`Homme” (AMDH) wird zum einen über die Maßnahmen und die Auswirkungen der Grenzabschottung berichten. Zum anderen wird er von den Hintergründen und den verschiedenen Aktivitäten des sich entwickelnden Widerstands gegen das von der EU aufgezwungene Migrationsregime berichten.
Amadou M’Bow wird am Aktionstag gegen Frontex am 6. Juni in Warschau teilnehmen.
am Mittwoch, den 4.6.2008
um 19 Uhr im Versammlungsraum, Mehringhof,
Gneisenaustr. 2 a, 10961 Berlin
(U-Bahnstation Mehringdamm U6 /U7)
Veranstaltet von borderline europe, Polen AG, Flüchtlingsräte Berlin und Brandenburg und gefördert durch das Bildungswerk Berlin der Heinrich Böll Stiftung.
Kommt alle am 6.6. 2008 nach Warschau zur Protest-Belagerung vor dem FRONTEX-Hauptquartier im Rahmen der transnationalen migrationsbezogenen Aktionskette
5. Juni, 19 Uhr: Konferenz gegen das Grenzregime.
6. Juni, 12.30 Uhr: Pressekonferenz
14 Uhr: Protest-Belagerung mit Transparenten und Reden
vor dem Gebäude des FRONTEX-Hauptquartiers (Rondo ONZ 1).
Abfahrt aus Berlin: Do. 5. Juni 2008, Berlin , 6:40 oder 12:40 Uhr
Wenn ihr mitkommen möchtet, meldet euch bei uns:
ari-berlin[at]gmx.de , Stichwort Warschau
Mehr Infos:
no-racism.net
antira
Integrationsbeauftragte