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	<title>Flüchtlingsrat Brandenburg &#187; Oberhavel</title>
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		<title>Abschiebung um jeden Preis – Flüchtlingsrealität in Brandenburg</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Dec 2008 22:43:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Abschiebungen]]></category>
		<category><![CDATA[Barnim]]></category>
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		<category><![CDATA[Pressemitteilungen]]></category>

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		<description><![CDATA[	Drei Tage im November 2008
	<p>24.11.08 Landkreis Barnim: die Ausländerbehörde Eberswalde will einen kranken Flüchtling aus Kamerun nach achtjährigem Aufenthalt in Deutschland abschieben. Alle Vorbereitungen sind getroffen. Der Flug ist bestätigt. Flugtickets, für die drei begleitenden BundespolizistInnen, den begleitenden Arzt samt Honorarkosten sind gebucht. Gesamtkosten der Abschiebung betragen 13.290,20 €, die nach Aussagen der Ausländerbehörde auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<h6>Drei Tage im November 2008</h6>
	<p>24.11.08 Landkreis Barnim: die Ausländerbehörde Eberswalde will einen kranken Flüchtling aus Kamerun nach achtjährigem Aufenthalt in Deutschland abschieben. Alle Vorbereitungen sind getroffen. Der Flug ist bestätigt. Flugtickets, für die drei begleitenden BundespolizistInnen, den begleitenden Arzt samt Honorarkosten sind gebucht. Gesamtkosten der Abschiebung betragen 13.290,20 €, die nach Aussagen der Ausländerbehörde auch für den Fall des Scheiterns in Rechnung gestellt werden. Die Abschiebung ist bis auf weiteres gescheitert.</p>
	<p>26.11. 08 Landkreis Elbe – Elster: gegen 23 Uhr wird ein Flüchtling aus Togo von Polizeibeamten aus der psychiatrischen Abteilung des Krankenhauses Finsterwalde geholt. Seit sieben Jahren lebte er in Deutschland und ist psychisch schwer krank. Der Landkreis hatte gemeinsam mit der Bezirksregierung Düsseldorf einen Minicharterflug in Auftrag gegeben, ärztlich begleitet und mit hohem Sicherheitsaufwand. Der Kostenaufwand der Abschiebung für den Landkreis lag bei ca. 30.000 €.</p>
	<p>27.11.08. Landkreis Oberhavel: bei dem Besuch eines bosnischen Flüchtlings in der Ausländerbehörde Oranienburg werden dem kranken und schwer traumatisierten Kriegsflüchtling die Duldung und seine Papiere abgenommen. Herr S., der seit sechs Jahren in D. lebt, gerät in Panik, er befürchtet abgeschoben zu werden und äußert sich umbringen zu wollen. Die Behördenmitarbeiter lenken nicht ein und verhöhnen ihn. Herr S. übergießt sich daraufhin vor der Behörde mit Benzin und will sich anzünden. Dies konnte verhindert werden. Zur Zeit befindet er sich noch in psychiatrischer Behandlung.</p>
	<p>Der Flüchtlingsrat Brandenburg verurteilt in aller Schärfe diesen Umgang mit nachweislich schwer psychisch belasteten Flüchtlingen!</p>
	<p>Das Land Brandenburg und die einzelnen Landkreise sind offensichtlich bemüht, vor allem kranke Flüchtlinge um jeden Preis abzuschieben. Am 10. Dezember wurde die Verkündung der &#8220;Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte&#8221; gefeiert &#8211; der Widerspruch zwischen Worten und Taten könnte nicht größer sein.</p>
	<h6>Der Flüchtlingsrat Brandenburg fordert, psychisch kranke und traumatisierte Flüchtlinge dauerhaft zu schützen und die sofortige Einrichtung einer fachgerechten Betreuung in Brandenburg!</h6>

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		<title>Beratungsstelle für Flüchtlinge im Kirchenkreis Oranienburg</title>
		<link>http://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/beratung/beratungsstelle-fur-fluchtlinge-im-kirchenkreis-oranienburg</link>
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		<pubDate>Mon, 10 Oct 2005 00:11:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beratung]]></category>
		<category><![CDATA[Oberhavel]]></category>

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		<description><![CDATA[	<p>Angekommen in Deutschland… Bei uns sind Sie willkommen!</p>
	<p>Wir beraten Sie</p>
	
		bei aufenthaltsrechtlichen Problemen
		bei Fragen gegenüber dem Sozialamt
		bei ausländerrechtlichen Fragen
		und helfen bei Behördengängen, bei Besuchen beim Arzt und der Ausländerbehörde
	
	<p>Wir organisieren</p>
	
		Feste
		Deutschkurse
		Konferenzen 
	
	<p>Wir sind eine Beratungsstelle und arbeiten</p>
	
		kostenlos
		mit einer fest angestellten Mitarbeiterin (Simone Tetzlaff)
		mit a.i. u. anderen Flüchtlingsorganisationen zusammen
	
	<p>Wir haben geöffnet</p>
	
		<p>Dienstag und Donnerstag: 10.00 – 12.00 Uhr
und vergeben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Angekommen in Deutschland… Bei uns sind Sie willkommen!</p>
	<p>Wir beraten Sie</p>
	<ul>
		<li>bei aufenthaltsrechtlichen Problemen</li>
		<li>bei Fragen gegenüber dem Sozialamt</li>
		<li>bei ausländerrechtlichen Fragen</li>
		<li>und helfen bei Behördengängen, bei Besuchen beim Arzt und der Ausländerbehörde</li>
	</ul>
	<p>Wir organisieren</p>
	<ul>
		<li>Feste</li>
		<li>Deutschkurse</li>
		<li>Konferenzen </li>
	</ul>
	<p>Wir sind eine Beratungsstelle und arbeiten</p>
	<ul>
		<li>kostenlos</li>
		<li>mit einer fest angestellten Mitarbeiterin (Simone Tetzlaff)</li>
		<li>mit a.i. u. anderen Flüchtlingsorganisationen zusammen</li>
	</ul>
	<p>Wir haben geöffnet</p>
	<blockquote>
		<p>Dienstag und Donnerstag: 10.00 – 12.00 Uhr<br />
und vergeben Termine</p>
	</blockquote>
	<h6>UNSERE ADRESSE:</h6>
	<p>Soziale Beratungs – und Begegnungsstelle für Flüchtlinge<br />
Kirchenkreis Oranienburg<br />
Forststraße 46<br />
16761 Hennigsdorf<br />
Tel.: 03302 / 222918</p>

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		<title>Denkzettel des Brandenburger Flüchtlingsrats 2003</title>
		<link>http://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/abschiebungen/denkzettel-des-brandenburger-fluchtlingsrats-2003</link>
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		<pubDate>Thu, 06 Oct 2005 17:11:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Abschiebungen]]></category>
		<category><![CDATA[Denkzettel]]></category>
		<category><![CDATA[Oberhavel]]></category>

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		<description><![CDATA[	<p>Verliehen an:</p>
	<p>Herrn Michael Ney Dezernenten für Recht, Sicherheit und Ordnung des Landkreises Oberhavel.</p>
	<p>Michael Ney, stellvertretender Landrat und Dezernent für Recht, Sicherheit und Ordnung, ist verantwortlich für die inhumane Abschiebepolitik der Ausländerbehörde gegenüber Flüchtlingen im Landkreis Oberhavel.
Krassestes Beispiel aus jüngster Vergangenheit war, dass die Ausländerbehörde wiederholt unter der Regie des Herrn Ney versucht hat, den vietnamesischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p><strong>Verliehen an:</strong></p>
	<p><strong>Herrn Michael Ney Dezernenten für Recht, Sicherheit und Ordnung des Landkreises Oberhavel.</strong></p>
	<p>Michael Ney, stellvertretender Landrat und Dezernent für Recht, Sicherheit und Ordnung, ist verantwortlich für die inhumane Abschiebepolitik der Ausländerbehörde gegenüber Flüchtlingen im Landkreis Oberhavel.<br />
Krassestes Beispiel aus jüngster Vergangenheit war, dass die Ausländerbehörde wiederholt unter der Regie des Herrn Ney versucht hat, den vietnamesischen Vater Herr Ha ohne seinen fünfjährigen Sohn abzuschieben. Das erste Mal wurde dies in letzter Minute auf dem Flughafen Frankfurt/Main nur dadurch verhindert, dass der BGS nicht bereit war, den Vater ohne sein Kind in die Maschine zu setzen.<br />
Das zweite Mal untersagte das Verwaltungsgericht Potsdam in letzter Minute der Ausländerbehörde Oranienburg die Abschiebung des Vaters ohne seinen kleinen Sohn, da dies dem Grundgesetz widerspreche.<br />
Das dritte Mal konnte die wiederum beabsichtigte getrennte und menschenrechtsverletzende Abschiebung nur dadurch verhindert werden, dass Vater und Sohn im Kirchenasyl in Schwante Schutz suchten. Doch auch das Kirchenasyl wurde von Seiten der unter Herrn Ney agierenden Behörde weder beachtet noch respektiert.</p>
	<p>Alle Bemühungen der Kirchengemeinde, im Gespräch mit Verantwortlichen wie Herrn Ney eine menschlich vertretbare Lösung für Familie Ha zu finden, blieben unbeantwortet und wurden ignoriert. Stattdessen wurde nach wie vor auf die repressive, obrigkeitsstaatliche Lösung gesetzt und ein Amtshilfeersuchen an die Polizei gestellt. Damit wurde erstmals in Brandenburg der Versuch unternommen, ein Kirchenasyl zu brechen.</p>
	<p><a href="http://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/wp-content/uploads/2009/10/Denkzettel_2003.pdf">Dieser Denkzettel als PDF</a></p>

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		<title>Presseerklärung zur Verleihung des Denkzettels 2003 an den stellvertretenden Landrat und Dezernenten für Recht, Sicherheit und Ordnung des Landkreises Oberhavel, Herrn Michael Ney</title>
		<link>http://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/abschiebungen/presseerklarung-zur-verleihung-des-denkzettels-2003-an-den-stellvertretenden-landrat-und-dezernenten-fur-recht-sicherheit-und-ordnung-des-landkreises-oberhavel-herrn-michael-ney</link>
		<comments>http://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/abschiebungen/presseerklarung-zur-verleihung-des-denkzettels-2003-an-den-stellvertretenden-landrat-und-dezernenten-fur-recht-sicherheit-und-ordnung-des-landkreises-oberhavel-herrn-michael-ney#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 21 Mar 2003 17:23:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Abschiebungen]]></category>
		<category><![CDATA[Denkzettel]]></category>
		<category><![CDATA[Oberhavel]]></category>

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		<description><![CDATA[	Verleihung des Denkzettels
	<p>durch den Flüchtlingsrat Brandenburg an:</p>
	den stellvertretenden Landrat und Dezernenten für Recht, Sicherheit und Ordnung des
Landkreises Oberhavel, Herrn Michael Ney
	<p>Die Übergabe des Denkzettels findet am 21.03.2003 um 11:00 Uhr vor dem Landratsamt in der Poststraße 1 in Oranienburg statt.</p>
	<p>Vom Flüchtlingsrat Brandenburg wird dieses Jahr der Denkzettel für systeminternen und strukturellen Rassismus in Brandenburg an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<h6>Verleihung des Denkzettels</h6>
	<p>durch den Flüchtlingsrat Brandenburg an:</p>
	<h6>den stellvertretenden Landrat und Dezernenten für Recht, Sicherheit und Ordnung des
Landkreises Oberhavel, Herrn Michael Ney</h6>
	<p>Die Übergabe des Denkzettels findet am 21.03.2003 um 11:00 Uhr vor dem Landratsamt in der Poststraße 1 in Oranienburg statt.</p>
	<p>Vom Flüchtlingsrat Brandenburg wird dieses Jahr der Denkzettel für systeminternen und strukturellen Rassismus in Brandenburg an den stellvertretenden Landrat und Dezernent für Recht, Sicherheit und Ordnung des Landkreises, Michael Ney, verliehen.</p>
	<p>Er ist der zuständige Dezernent, der die inhumane Abschiebepolitik der Ausländerbehörde gegenüber Flüchtlingen im Landkreis Oberhavel zu verantworten hat. Krassestes Beispiel aus jüngster Vergangenheit war, daß die Ausländerbehörde wiederholt unter der Regie des Herrn Ney versucht hat, den vietnamesischen Vater Xuan Khang HA ohne seinen fünfjährigen Sohn abzuschieben.</p>
	<p>Das erste Mal wurde dies in letzter Minute auf dem Flughafen Frankfurt/Main nur dadurch verhindert, daß der BGS nicht bereit war, den Vater ohne sein Kind in die Maschine zu setzen.</p>
	<p>Das zweite Mal untersagte das Verwaltungsgericht Potsdam in letzter Minute der Ausländerbehörde Oranienburg die Abschiebung des Vaters ohne seinen kleinen Sohn, da dies dem Grundgesetz widerspreche.<br />
Das dritte Mal konnte die wiederum beabsichtigte getrennte und menschenrechtsverletzende Abschiebung nur dadurch verhindert werden, daß Vater und Sohn im Kirchenasyl in Schwante Schutz suchten. Doch auch das Kirchenasyl wurde von Seiten der unter Herrn Ney agierenden Behörde weder beachtet noch respektiert. Alle Bemühungen der Kirchengemeinde, im Gespräch mit Verantwortlichen wie Herrn Ney eine menschlich vertretbare Lösung für Familie Ha zu finden, blieben unbeantwortet und wurden ignoriert. Stattdessen wurde nach wie vor auf die repressive, obrigkeitsstaatliche Lösung gesetzt und ein Amtshilfeersuchen an die Polizei gestellt. Damit wurde erstmals in Brandenburg der Versuch unternommen, ein Kirchenasyl zu brechen.</p>
	<p>Rassistische Handlungen und Haltungen wie die hier beschriebene erfolgen meist unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Gegen diese Form der Diskriminierung und der intern getroffenen Entscheidungen können sich Ausländer/innen nur selten wehren. Seit 1997 verleiht daher der Flüchtlingsrat des Landes Brandenburg jedes Jahr zum &#8220;Internationalen Tag zur Überwindung von Rassismus&#8221; am 21. März einen Denkzettel für systeminternen und strukturellen Rassismus.</p>
	<p>Bereits 1997 hat Landrat Schröter einen Denkzettel erhalten. Dies zeigt bedauerlicherweise, daß sich in den letzten sechs Jahren an der inhumanen Flüchtlingspolitik im Landkreis Oberhavel nichts geändert hat. Wer Flüchtlinge und damit Minderheiten derart durch Verwaltungsakte in ihrer Würde verletzt und erniedrigt, bereitet den Boden mit vor, aus dem rassistische Gewalt erwächst. Diese unheilvolle Kontinuität veranlasst uns nun zu der wiederholten Übergabe des Denkzettels an das Landratsamt in Oberhavel.</p>
	<p>Vera Everhartz<br />
für den Flüchtlingsrat Brandenburg</p>

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		<title>Härtefälle in Brandenburg / letzter Ausweg Kirchenasyl</title>
		<link>http://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/pressemitteilungen/hartefalle-in-brandenburg-letzter-ausweg-kirchenasyl</link>
		<comments>http://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/pressemitteilungen/hartefalle-in-brandenburg-letzter-ausweg-kirchenasyl#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 01 Feb 2003 17:09:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bleiberecht]]></category>
		<category><![CDATA[Oberhavel]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilungen]]></category>
		<category><![CDATA[Schwerpunkte]]></category>

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		<description><![CDATA[	Artikel des Flüchtlingsrat Brandenburg in der Broschüre „Hier geblieben-Recht auf Bleiberecht! Tag des Flüchtlings 2003“ von pro Asyl
	<p>&#8220;Aufgabe der Kirchen bleibt es, Flüchtlingen beizustehen, wenn ihnen der notwendige Schutz versagt wird, notfalls auch im Rahmen von Kirchenasyl.&#8221; (1)</p>
	<p>Dieser Beistand wurde Anfang November 2002 notwendig, als die Ausländerbehörde Oberhavel nach mehrfach erfolglosen Anläufen erneut versuchte, Herrn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<h6>Artikel des Flüchtlingsrat Brandenburg in der Broschüre „Hier geblieben-Recht auf Bleiberecht! Tag des Flüchtlings 2003“ von pro Asyl</h6>
	<p>&#8220;Aufgabe der Kirchen bleibt es, Flüchtlingen beizustehen, wenn ihnen der notwendige Schutz versagt wird, notfalls auch im Rahmen von Kirchenasyl.&#8221; (1)</p>
	<p>Dieser Beistand wurde Anfang November 2002 notwendig, als die Ausländerbehörde Oberhavel nach mehrfach erfolglosen Anläufen erneut versuchte, Herrn H. und seinen 5-jährigen Sohn abzuschieben. Herr H. ist ein ehemaliger Vertragsarbeiter, der 1990 nach Vietnam zurückkehrte und zwei Jahre später fliehen musste, da er von den dortigen Sicherheitsbehörden drangsaliert und bedroht wurde. Er hat einen fünfjährigen Sohn, den er allein erzieht.</p>
	<p>Der Fall H. erregte großes Aufsehen im Land Brandenburg &#8211; nicht etwa, weil ein Schrei der Empörung durch die Bevölkerung ging, als man Herrn H. letzten Herbst ohne sein Kind nach Vietnam abschieben wollte, sondern weil erstmals in Brandenburg im Januar 2003 versucht wurde, ein Kirchenasyl zu brechen. Bislang waren kirchliche Räume in Brandenburg für die Polizei tabu gewesen, doch der zuständige Oranienburger Landrat wollte offensichtlich besondere Härte zeigen. Auch die privaten Räumlichkeiten des Pfarrers wurden &#8211; ohne Durchsuchungsbefehl &#8211; durchsucht. Der Flüchtlingsrat sowie die Kirchengemeinde und auch Bischof Huber sprachen deshalb bei Ministerpräsident Platzeck vor, der zusicherte, dass die Polizei in kirchliche Räume nicht mehr eindringen und Kirchenasyl auch zukünftig vom Land Brandenburg respektiert würde. Innenminister Schönbohm nickte dazu ab im Rampenlicht der Öffentlichkeit und sprach sich gemeinsam mit Ministerpräsident Platzeck für eine im Bundesrecht verankerte Härtefallregelung und -kommission aus und für die Einführung einer solchen auch im Land Brandenburg.</p>
	<p>Doch wie weit her ist es mit dem Respekt vor einem Kirchenasyl?</p>
	<p>Schon wenige Tage später, als das Scheinwerferlicht nachließ, äußerte der Innenminister, dass die Zusage, Kirchenasyle zu respektieren, seine Grenzen im geltenden Recht finde. Auch künftig wolle man nicht vom Grundsatz des Vollzugs rechtskräftiger Entscheidungen abgehen, solange nicht per Gesetz Härtefallregelungen vorgesehen seien. Also doch wieder die drohende Räumung? Immerhin versicherte Schönbohm, er strebe eine Härtefallregelung &#8220;politisch an&#8221;, doch will er sich wohl nur auf die Bundesgesetzgebung verlassen, die eine solche im Zuwanderungsgesetzentwurf vorsieht. Seit Mitte der 90er Jahre versucht der Flüchtlingsrat Brandenburg das Innenministerium davon zu überzeugen, dass eine Härtefallkommission dringend notwendig sei &#8211; bisher ohne Erfolg. Sowenig wie sich die Aussagen von Ministerpräsident und Vize in puncto Kirchenasyle und ihre Sicherheit decken, so wenig deckt sich auch die öffentlich vertretene Meinung Schönbohms mit der der Justizministerin Brandenburgs: eine Härtefallkommission sei absolut nicht nötig, äußerte sie einen Tag später.</p>
	<p>Nun also ist in Brandenburg das Chaos perfekt &#8211; der Ministerpräsident schützt Kirchenasyl, sein Innenminister widerspricht ihm, fordert zugleich eine Härtefallkommission, die er bisher immer abgelehnt hat, was wiederum die Justizministerin nicht wünscht. Man scheint sich in dieser Regierung also nicht allzu einig zu sein &#8211; oder wirkt das nur auf uns so? Mit wie viel Zungen spricht die SPD &#8211; CDU &#8211; Regierungen in Potsdam?<br />
Wie dem auch sei, Fakt ist, dass das Kirchenasyl im Landkreis Oberhavel wie auch ein inzwischen zweites nötig gewordenes Kirchenasyl in Brandenburg/Havel kriminalisiert werden &#8211; die Polizei steht zwar dort (noch) nicht vor der Tür, doch gegen die beiden verantwortlichen Pfarrer sowie die betroffenen Flüchtlinge sind Ermittlungsverfahren eingeleitet worden. Hingegen wurden die Ermittlungen gegen die Polizeibeamten, die ohne richterlichen Beschluss Gemeinde &#8211; und Privaträume in Schwante durchsucht haben, eingestellt. Auch in dem zweiten Kirchenasylfall &#8211; es handelt sich um eine Familie aus der Demokratischen Republik Kongo &#8211; wird mehr als deutlich, dass eine Härtefallkommission für das Land Brandenburg dringend erforderlich wäre. Hier hat die Ausländerbehörde versucht, die Familie noch vor der Entscheidung des Widerspruchs auf die abgelehnte Erteilung einer so genannten Altfallbefugnis abzuschieben.</p>
	<p>Kirchenasyle sind nötig, weil deutsche Gerichte und Behörden nicht in der Lage sind, mit geflüchteten Folteropfern &#8220;rechtsstaatlich einwandfrei umzugehen&#8221; &#8211; so der ehemalige Geschäftsführer der CDU, Heiner Geißler.(2) Das bestätigen unsere Erfahrungen leider. Aus diesem Grunde sollte man auf jeden Fall davon absehen, Kirchenasyle zu kriminalisieren. Kirchenasyl ist immer der letzte Ausweg &#8211; doch 2001 wurden über 73% der bekannten Kirchenasyle erfolgreich beendet.(3)</p>
	<p>Das rechtfertigt unserer Meinung nach sehr wohl den Einsatz der Gemeinden und PfarrerInnen und bedeutet keineswegs, dass diese sich in einem rechtsfreien Raum bewegen.</p>
	<p>(1) Bischoff Huber, Evangelische Kirche Berlin Brandenburg<br />
(2) Just, Sträter:Kirchenasyl, Ein Handbuch, Karlsruhe 2003, S. 123<br />
(3) ebda., S. 174</p>


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		<item>
		<title>Das erste Mal wird in Brandenburg versucht, einem Kirchenasyl gewaltsam ein Ende zu setzen</title>
		<link>http://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/abschiebungen/das-erste-mal-wird-in-brandenburg-versucht-einem-kirchenasyl-gewaltsam-ein-ende-zu-setzen</link>
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		<pubDate>Thu, 09 Jan 2003 17:06:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Abschiebungen]]></category>
		<category><![CDATA[Oberhavel]]></category>

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		<description><![CDATA[	Presseerklärung der Flüchtlingsräte der Länder Brandenburg und Berlin
	<p>Die Flüchtlingsräte der Länder Brandenburg und Berlin verurteilen den Polizeieinsatz im Pfarrhaus und in den Privaträumen des Pfarrers in Schwante auf das Schärfste!
Wir erklären unsere Solidarität mit der Kirchengemeinde Schwante und drücken unsere Achtung aus, dass die Gemeinde an ihrem Beschluss festhält, weiterhin Kirchenasyl für Herrn Ha und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<h6>Presseerklärung der Flüchtlingsräte der Länder Brandenburg und Berlin</h6>
	<p>Die Flüchtlingsräte der Länder Brandenburg und Berlin verurteilen den Polizeieinsatz im Pfarrhaus und in den Privaträumen des Pfarrers in Schwante auf das Schärfste!<br />
Wir erklären unsere Solidarität mit der Kirchengemeinde Schwante und drücken unsere Achtung aus, dass die Gemeinde an ihrem Beschluss festhält, weiterhin Kirchenasyl für Herrn Ha und seinen Sohn zu gewähren!</p>
	<p>In Brandenburg geschah es zum ersten Mal, dass ein Kirchenasyl gewaltsam beendet werden sollte; bislang waren kirchliche Räume für die Polizei tabu, aber der Oranienburger Landrat Karl-Heinz Schröter will offensichtlich besondere Härte zeigen. Das ganze ist skandalös, auch weil das Land gerade wieder durch fremdenfeindliche Übergriffe von sich reden macht.</p>
	<p>Die Brechung des Kirchenasyls in Schwante ist auch Ausdruck fortgesetzter Versuche der Behörden, das Engagement der im Bündnis &#8220;Asyl in der Kirche&#8221; zusammengeschlossenen Pfarrerinnen und Pfarrer zu kriminalisieren. Hierbei sei an das Vorgehen der Berliner Innenverwaltung Mitte der 90er Jahre erinnert (damals noch unter Innensenator Schönbohm!), strafrechtliche Ermittlungen gegen die Pfarrer und Gemeindemitglieder einzuleiten, die Kirchenasyl in einer Gemeinde in Treptow gewährten.</p>
	<p>Nach langen Jahren der Eingewöhnung und Integration sollen der Vietnamese Xuan Khan Ha und sein fünfjähriger Sohn endgültig in ihre Heimat abgeschoben werden. Aufgrund seines anhaltenden exilpolitischen Engagements &#8211; Herr Ha ist Mitglied in zwei oppositionellen Gruppen &#8211; ist es aber nach wie vor nicht ausgeschlossen, dass ihm in Vietnam Gefahren für Leib und Leben drohen. Es ist davon auszugehen, dass regimekritische Aktivitäten im Ausland von Mitarbeitern der vietnamesischen Botschaften überwacht werden.</p>
	<p>Die seit mehreren Monaten andauernden Versuche der Abschiebung von Herrn Ha &#8211; skandalöserweise auch ohne seinen Sohn &#8211; sind daher unzumutbar und unseres Erachtens menschenrechtlich nicht vertretbar. Das Kirchenasyl war hier demnach die letzte Chance, für einen Appell an die Verantwortlichen, diesen formalrechtlichen Akt ohne Rücksicht auf die ihm innewohnende humanitäre Härte noch einmal zu überdenken.</p>
	<p>Wir fordern das Landratsamt auf, zivilgesellschaftliches Engagement für die Rechte und zum Schutz der Flüchtlinge zu fördern und zu unterstützen anstatt es zu unterdrücken, denn hier entsteht der Eindruck, dass es offensichtlich unerwünscht ist.</p>
	<p>An diesem Fall wird wieder einmal deutlich, dass Bleiberechts- und Härtefallregelungen insbesondere für langjährig hier lebende Flüchtlinge ohne gesichertes Aufenthaltsrecht dringend erforderlich sind!</p>
	<p>gez. Vera Everhartz<br />
für den FR Brandenburg</p>
	<p>gez. Jens-Uwe Thomas<br />
für den FR Berlin</p>

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