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Flüchtlingsarbeit ist nicht kostenlos und schon gar nicht umsonst. Deshalb freuen wir uns über Spenden zur Unterstützung der Arbeit des Brandenburgischen Flüchtlingsrats. Diese können Sie in beliebiger Höhe auf unser Konto überweisen, auf Wunsch erhalten Sie selbstverständlich eine Spendenbescheinigung, da wir als gemeinnütziger Verein anerkannt sind.

Förderverein des Brandenburgischen Flüchtlingsrats e.V. Mittelbrandenburgische Sparkasse Potsdam Konto Nr.: 350 1010 000 BLZ: 160 500 00 IBAN.: DE33 1605 0000 3501 0100 00 SWIFT-BIC: WELADED1PMB

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Offener Brief an das Land Brandenburg, an die Bundesrepublik Deutschland

Aufruf einer Gruppe von Flüchtlingen aus Bosnien und Kosova

Gruppe von Flüchtlingen aus Bosnien und Kosova
c/o Kontakt und Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalt
Breitscheidstr. 41
16321 Bernau
Tel: 03338/459407
Fax: 03338/700889

Bernau, den 07.03.04

Offener Brief an das Land Brandenburg, an die Bundesrepublik Deutschland

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir sind Menschen aus Bosnien und dem Kosova, die ihr Land auf Grund der Kriegssituation vor vielen Jahren verlassen mussten. Wir leben schon seit vielen Jahren in Deutschland, unsere Kinder sind hier zur Welt gekommen und besuchen die deutsche Schule. Sie haben ihr Heimatland noch nie gesehen und sprechen nur noch wenig ihre Muttersprache. Seit vielen Jahre schon warten wir hier in Deutschland, es ist klar wir können nicht zurück in unser Land, der Krieg hat uns jede Lebensgrundlage geraubt, viele von uns sind stark traumatisiert.

Wir kamen in der Hoffnung hier ein neues Lebens zu beginnen und unseren Kindern eine Zukunft erarbeiten zu können, aber auch das ist uns nicht möglich. Auch hier in Deutschland können wir keinen Neuanfang starten, da uns nicht die Möglichkeit dazu gegeben wird. Die Situation ständig mit einer kurzfristig verlängerten Duldung zu leben oder mit einem nicht entschiedenen Asylantrag ist unerträglich. Die ständige Angst vor der Abschiebung lässt uns die Erlebnisse des Krieges nicht vergessen und ein Neuanfang ist nicht möglich. In keinem anderen europäischen Land, nur in Deutschland werden Bürgerkriegsflüchtlinge so eingeengt und so lange ohne Perspektive gelassen. Diese Perspektivlosigkeit lässt uns verzweifeln und macht uns krank.

Mit Sicherheit kennen Sie bereits die Forderungen der Bleiberechtskampagne von Pro Asyl e.V., unterstützt von zahlreichen Prominenten, denen wir uns voll anschließen. Folgende Bleiberechtsregelung ist auch unabhängig von dem Zuwanderungsgesetz aus oben genannten Gründen dringend erforderlich:

  • Alleinstehende Flüchtlinge, die sich seit mindestens 5 Jahren in Deutschland aufhalten
  • Familien, die sich seit mindestens 3 Jahren in Deutschland aufhalten
  • Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge
  • Traumatisierte Flüchtlinge
  • Opfer rassistischer Gewalt

    sollen ein gesichertes Recht auf Bleiberecht erhalten.

    Wir werden uns in dieser Frage auch an den europäischen Menschenrechtsgerichtshof wenden.

    gez.: Amel Biogradlija Hazim Sabic Agim Lacaj Imer Duraku

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